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Emittent / Herausgeber: Union Investment
/ Schlagwort(e): Nachhaltigkeit/Studienergebnisse
Institutionelle Investoren halten an Nachhaltigkeit fest
Frankfurt am Main, 18. Juni 2026 – Institutionelle Investoren setzen weiterhin auf nachhaltige Kapitalanlagen. 85 Prozent berücksichtigen bei ihren Investments ESG-Kriterien. Mehr als zwei Drittel der Großanleger (68 Prozent) sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit langfristig einen hohen ökonomischen Nutzen hat. Dagegen lassen sich nur wenige von der zunehmenden Polarisierung beim Thema Nachhaltigkeit beeinflussen. 88 Prozent der Investoren zufolge hat diese keine Auswirkungen auf ihre Anlagestrategie. Das geht aus der diesjährigen Befragung von 130 institutionellen Anlegern in Deutschland zur nachhaltigen Kapitalanlage durch Union Investment hervor. „Bei den meisten institutionellen Investoren ist Nachhaltigkeit im Investmentprozess fest etabliert. Sie lassen sich durch öffentliche Debatten wenig beeindrucken und konzentrieren sich stattdessen auf die Qualität ihrer Anlagestrategie und den Anlageerfolg“, sagt Harald Rieger, Leiter des institutionellen Kundengeschäfts bei Union Investment. Nachhaltige Anlagen machen bei den Befragten im Durchschnitt fast zwei Drittel der Portfolios aus: Der Anteil nachhaltiger Assets beträgt 65 Prozent, der konventioneller 35 Prozent. Ein stabiles Marktvolumen bei nachhaltigen Kapitalanlagen erwarten in den kommenden zwölf Monaten 64 Prozent der Befragten. Mit einem Volumenwachstum rechnen allerdings nur noch 27 Prozent (Vorjahr: 38 Prozent). Die Investoren begründen ihre Entscheidung, nachhaltig zu investieren, in erster Linie mit den Werten des eigenen Unternehmens (84 Prozent) sowie dem Wunsch, Verantwortung zu übernehmen (81 Prozent). Angesichts der vor allem intrinsischen Motivation verwundert es nicht, dass 87 Prozent der Befragten es sich nicht vorstellen können, aus nachhaltigen Kapitalanlagen auszusteigen. Rendite hat für Investoren Priorität gegenüber Nachhaltigkeitswirkung Dennoch steht auch bei nachhaltigen Kapitalanlagen für die meisten Investoren die Rendite an erster Stelle: Für 62 Prozent hat die Rendite Priorität, während für 38 Prozent der Befragten die Nachhaltigkeitswirkung im Vordergrund steht. Was Rendite und Risiko betrifft, sind nachhaltige und konventionelle Anlagen aus Sicht der meisten Befragten ohnehin auf vergleichbarem Niveau. 66 Prozent sehen hier unter Rendite- und 63 Prozent unter Risikoaspekten kaum Unterschiede zwischen nachhaltigen und konventionellen Portfolios. In Bezug auf das Risikomanagement ihrer Kapitalanlagen geben sogar 40 Prozent der Investoren an, dass nachhaltige Strategien eine hohe Bedeutung für ihr Risikomanagement hätten. „Nachhaltigkeit bleibt bei institutionellen Investoren in der Breite etabliert. Die nachhaltige Kapitalanlage ist jedoch kein Selbstzweck, sondern muss auch ökonomisch sinnvoll sein“, betont Rieger. Künstliche Intelligenz beeinflusst Nachhaltigkeit Die große Mehrheit der Investoren (87 Prozent) ist überzeugt, dass die Künstliche Intelligenz (KI) auch Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit haben wird, doch gehen die Meinungen bei der Bewertung des Einflusses auseinander. Dabei halten sich der Anteil derjenigen, die einen positiven Einfluss der KI auf Nachhaltigkeit prognostizieren (56 Prozent), und der Anteil der Skeptiker, die durch KI einen erhöhten Ressourcenbedarf und eine Verschärfung des Klimawandels erwarten (44 Prozent), nahezu die Waage. 92 Prozent fordern eine praktikablere ESG-Regulierung Negativ beurteilen die Befragten die Regulierung. So fordern 92 Prozent eine praktikablere Regulierung für nachhaltige Kapitalanlagen. Gleichzeitig geben 60 Prozent der Befragten an, bei nachhaltigen Investments über gute oder sehr gute Kenntnisse zu verfügen. Und trotz der regulatorischen Herausforderungen wird das Produkt- und Lösungsangebot im Markt von den Investoren mehrheitlich (51 Prozent) als hilfreich eingestuft. Nicht einmal jeder Zehnte hält Pariser Klimaziele für erreichbar In Hinblick auf die Realisierbarkeit von Nachhaltigkeitszielen sind die Befragten skeptisch. So glauben 91 Prozent der Befragten nicht daran, dass die 2015 in Paris vereinbarten Klimaziele erreichbar sind. Zwar überwog bereits bei der Investorenbefragung im Jahr 2016 der Anteil der Skeptiker. Dieser hat sich jedoch seitdem um weitere 20 Prozentpunkte erhöht. „Die meisten institutionellen Investoren setzen eine Nachhaltigkeitsstrategie um, sind aber realistisch. Sie wünschen sich eine deutlich pragmatischere Regulierung und sehen Nachhaltigkeit zunehmend als integrales Instrument ihres Investmentprozesses und Risikomanagements“, sagt Rieger. Hinweis für die Redaktionen: Für die diesjährige Untersuchung wurden von Januar bis März 2026 insgesamt 130 institutionelle Investoren in Deutschland mit einem verwalteten Vermögen von rund 1,7 Billionen Euro befragt. Zu den Befragten zählten Großunternehmen (Anteil: 23 Prozent), Kreditinstitute (23 Prozent), Stiftungen/Kirchen (16 Prozent), Versicherungen (15 Prozent), Kapitalverwaltungsgesellschaften (15 Prozent) und Altersversorger/Pensionskassen (7 Prozent). Die Gesamtsumme beträgt wegen Rundungen nicht exakt 100 Prozent. Zusatzmaterial zur Meldung: Datei: 20260618_Booklet_Markterhebung Nachhaltigkeit_Union Investment
Veröffentlichung einer Mitteilung, übermittelt durch EQS Group. |
Institutionelle Investoren halten an Nachhaltigkeit fest 18.06.2026, 10:00 Uhr von EQS News Jetzt kommentieren: 0
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