Angst vor dem Handelskrieg

So schützt du dein Portfolio 28.04.2025, 06:05 Uhr von Aktienwelt360

Das Wort „Handelskrieg“ für sich allein klingt bereits beunruhigend. Kombiniert mit der Sprunghaftigkeit eines Donald Trump, sorgt es über die üblichen Maße hinaus für Volatilität an den Börsen. Zölle hier, Sanktionen dort – oder eben doch nicht?

Diese Ungewissheit verursacht bei vielen Anlegern Unsicherheit, die gepaart mit den momentanen Kurskapriolen, schnell zu Panikverkäufen führen kann. Als langfristig orientierter Investor sollte man jedoch alles andere tun, als voreilig auf den Verkaufsknopf zu drücken.

Viel lieber sollte man sich fragen, wie man sein Depot vor der mit dem Handelskrieg verbundenen Angst schützt. Zum Glück bedeutet ein Handelskrieg nicht gleich das Ende der Welt. Mit der richtigen Strategie kann ein Depot sogar gestärkt aus solchen Zeiten hervorgehen.

Was genau passiert bei einem Handelskrieg?

Bevor wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie man sein Portfolio vor einem Handelskrieg schützt, schauen wir erstmal drauf, was genau passiert, wenn ein solcher wirtschaftlicher Konflikt vom Zaun bricht.

Ein Handelskrieg entsteht, wenn Länder sich gegenseitig mit Zöllen, Handelsbeschränkungen oder Sanktionen überziehen. Meist geht es um politische Machtspiele oder wirtschaftliche Interessen – wie zuletzt zwischen den USA und China. Aber auch Europa ist zunehmend betroffen.

Für Unternehmen, die stark international aufgestellt sind, bedeutet das meist teurere Importe, erschwerte Lieferketten und weniger Nachfrage im Ausland. Diese Erschwernisse führen in der Regel zu geringeren Gewinnen. Und genau die Angst vor Gewinneinbrüchen sorgt an der Börse für Kurseinbrüche bei vielen Unternehmen.

Diese emotionale Reaktion an der Börse trifft jedoch nicht nur die tatsächlich betroffenen Unternehmen, sondern auch Aktien von Unternehmen, die vom Handelskrieg eigentlich gar nicht so schlimm in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Markt reagiert impulsiv, Anleger ebenfalls. Doch wer in Panik verkauft, macht einen Fehler.

5 Tipps, um dein Depot vor der Volatilität zu schützen

Wie wir festgehalten haben, sorgt ein Handelskrieg für viel Unruhe an der Börse. Und dieser gilt es mit folgenden fünf Tipps vorzubeugen.

  1. Auf globale Diversifikation setzen
    Wer nicht alles auf eine Karte setzt, schläft ruhiger. Ein breit gestreutes Portfolio über verschiedene Regionen, Branchen und Währungen ist das beste Schutzschild gegen politische Spannungen.
  2. Qualitätsaktien statt Zykliker bevorzugen
    In Handelskonflikten leiden vor allem zyklische Branchen wie Auto, Maschinenbau oder Halbleiter. Solide Qualitätsunternehmen mit starker Bilanz und globaler Markenmacht halten sich oft deutlich besser. Ein gutes Beispiel ist Nestlé – der Lebensmittelgigant verdient weltweit, ist wenig abhängig von einzelnen Ländern und zahlt seit Jahrzehnten verlässlich Dividende.
  3. Auch mal defensiv denken
    Branchen wie Gesundheit, Telekommunikation oder Versorger gelten als defensiv – also weniger anfällig für wirtschaftliche Schwankungen. Unternehmen wie Johnson & Johnson oder Deutsche Telekom bleiben oft stabil, selbst wenn es rundherum kracht.
  4. Goldene Absicherung
    Klingt altmodisch, funktioniert aber: Ein kleiner Anteil an Gold im Portfolio kann in turbulenten Zeiten helfen. Ob physisch oder über ETFs – der Edelmetall-Klassiker gilt nach wie vor als sicherer Hafen. Auch wenn ich die folgende Option bevorzuge.
  5. Auf starke Dividendenzahler setzen
    Solide Dividendenaktien bringen nicht nur laufende Erträge, sondern beruhigen auch das Nervenkostüm. Denn regelmäßige Ausschüttungen sorgen dafür, dass selbst bei sinkenden Kursen Geld ins Depot fließt. Bekannte Beispiele sind Unilever, Procter & Gamble oder auch McDonald’s.

Trotz Handelskrieg: Cool bleiben

Natürlich lässt sich nicht jeder Sturm am Markt vermeiden. Aber wer sich auf kurzfristige Schlagzeilen weniger konzentriert und lieber langfristig denkt, fährt aus meiner Sicht besser. Handelskonflikte kommen und gehen. Was bleibt, sind qualitativ hochwertige und fundamental gut aufgestellte Unternehmen.

Stell dir also an wackligen Börsentagen folgende Frage: „Ist mein Portfolio für solche Phasen gut aufgestellt?“ Die Antwort sollte idealerweise „ja“ lauten. Und wenn nicht: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um das Thema anzugehen. Nicht aus Angst, sondern um das eigene Depot langfristig auf Erfolg zu trimmen.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Deutsche Telekom, McDonald's und Unilever. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Johnson & Johnson.

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