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Dank dieses Tricks

2x mehr Dividende ohne Umsatzerhöhung! 01.09.2026, 06:30 Uhr von Aktienwelt360

Was mit einem Unternehmen passiert, das kaum wächst, wissen wir alle. Es gibt keine Perspektive und damit auch keine Prämie auf die Bewertung. Von solchen Aktien kann man nur wenig erwarten.

Doch es gibt eine Möglichkeit, wie aus solchen langweiligen Aktien ein Top-Investment mit stetig steigendem EPS werden kann. Die Zauberformel sind Aktienrückkäufe.

Voraussetzung für dieses mächtige Instrument ist allerdings, dass tiefe Burggräben bestehen und hohe freie Cashflows generiert werden.

Weniger Aktien können das EPS deutlich nach oben treiben

Das Prinzip hinter Aktienrückkäufen ist schnell erklärt. Für das Ergebnis je Aktie, den sogenannten EPS, wird der Unternehmensgewinn durch die Zahl der ausstehenden Aktien geteilt.

Kauft ein Unternehmen nun eigene Aktien zurück und zieht sie ein, sinkt diese Aktienzahl. Bleibt der Gewinn gleichzeitig stabil, verteilt er sich auf weniger Anteilsscheine. Steigt er, zieht das das EPS überproportional an.

Der Effekt kann erheblich sein. Halbiert ein Unternehmen theoretisch die Zahl seiner Aktien, würde sich das EPS bei unverändertem Gewinn verdoppeln.

Wichtig ist allerdings: Der Konzern verdient dadurch nicht plötzlich mehr Geld. Der wirtschaftliche Kuchen bleibt gleich – nur deine Stücke werden am Gesamtkuchen größer.

Altria (WKN: 200417) zeigt, wie dieser Hebel in der Praxis funktioniert. Der Tabakkonzern generierte im Jahr 2025 Nettoumsätze, die 8 % niedriger lagen als noch vor zehn Jahren. Trotzdem stieg das EPS im gleichen Zeitraum um fast 65 %, die gezahlte Dividende um 63 %.

Quelle: aktien.guide Charts (Affiliate Link)

Im Gegenzug sank die Anzahl ausstehender Aktien um 15 %. Altria führt dabei ausdrücklich unter anderem die niedrigere Zahl ausstehender Aktien als positiven Faktor an. 

Warum daraus nicht automatisch eine doppelte oder dreifache Dividende wird

Aktienrückkäufe können die Dividende je Aktie indirekt deutlich erhöhen, da die gleiche Ausschüttung auf weniger Aktien entfällt. Eine Verdopplung oder sogar Verdreifachung der Dividende wäre allerdings nur bei einer starken Reduzierung der Aktienzahl möglich.

Hierzu wird entsprechend viel Cash benötigt, das gleichzeitig günstig in eigene Aktien investiert wird. Aufgrund des schwachen organischen Wachstums erfüllt Altria dieses Kriterium. Entsprechend konnte mit wenig Kapital viele eigene Aktien gekauft werden. Für eine Verdopplung der Dividende hat es allerdings nicht gereicht.

Das Ganze macht auch nur Sinn, wenn sich langfristig auch die Perspektiven verbessern. Derzeit gibt es diesbezüglich für Altria nur Hoffnungen. Zudem stellt sich die Frage, ob Investments in andere Wachstumsbereiche nicht sinnvoller investiert wären.

Fazit: Der unsichtbare Dividendenhebel

Aktienrückkäufe ersetzen kein operatives Wachstum. Sie können bei reifen Unternehmen ohne Wachstumsperspektive aber ein wichtiger Hebel für den Gewinn je Aktie sein. 

Für Dividendeninvestoren lohnt deshalb ein Blick hinter die Umsatzentwicklung: Entscheidend ist nicht nur, wie viel ein Unternehmen verdient, sondern auch, auf wie viele Aktien dieser Gewinn verteilt wird. Genau deshalb gehören Aktienzahl, EPS und Kapitalallokation zu den Kennzahlen, die Anleger bei der Aktienanalyse nicht übersehen sollten.

Der Artikel Dank dieses Tricks: 2x mehr Dividende ohne Umsatzerhöhung! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Frank besitzt Aktien von Altria. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2026

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