Der beste Umgang mit Verlierer-Aktien 12.09.2022, 14:16 Uhr von Aktienwelt360

Verlierer-Aktien sind für Investoren immer eine Herausforderung. Nicht umsonst sind Worte wie Crash oder Korrekturen sehr negativ konnotiert. Es geht um unser Geld und die Aussicht, dass wir es verlieren. Selbst ein Buchverlust kann wehtun.

Allerdings müssen wir den Umgang mit Verlierer-Aktien lernen. Auf die eine oder andere Art und Weise gehören sie stets dazu. Mal, weil sie ein Fehler sind. Aber sehr häufig (im Idealfall), weil der Markt sich lieber auf andere Dinge konzentriert, als das Potenzial der Unternehmen zu werten. Zumindest kurzfristig orientiert.

Lass uns daher einmal überlegen, welche Kniffe es für uns als Investoren gibt. Den einen Weg gibt es nicht, eben weil die Bewertung einer Situation unterschiedlich ausfallen kann. Ich werde jedoch versuchen, einen möglichst idealen Weg für möglichst viele Situationen kurz abzuhandeln.

Der Umgang mit Verlierer-Aktien!

Im Endeffekt müssen wir bei Verlierer-Aktien erst einmal eine Unterscheidung vornehmen: Ist die Investitionsthese noch intakt oder sehen wir eine gebrochene These? Im Zweifel ist das Beantworten dieser Frage gar nicht einfach und es gibt eine Menge Graustufen dabei. Wenn es nicht geklärt ist, gibt es jedoch eine einfache Antwort: Erst einmal gar nichts tun, ehe wir Klarheit sehen.

Auch wenn die Investitionsthese bereits zerstört ist, können wir einen einfachen Umgang ableiten: Foolishe Investoren zögern nicht weiter, sondern verkaufen direkt. Verlierer-Aktien bremsen ansonsten schließlich die Rendite des Gesamt-Depots. Es ist nicht einfach, eine Position womöglich auch mit einem Verlust zu liquidieren. Aber es ist essenziell, wenn die Investitionsthese nicht intakt ist.

Für alle anderen Fälle gilt: Aus Verlierer-Aktien im Idealfall eine Gewinner-Aktie zu machen. In sehr vielen Fällen reicht auch hier Geduld aus, bis der Markt wieder das Potenzial eines Unternehmens erkennt. Aber für mutige Investoren ist sehr häufig der richtige Schritt, weitere Anteilsscheine zu günstigeren Kursen zu kaufen. Das führt schließlich dazu, dass der durchschnittliche Einstandskurs sinkt und wir schneller bei einem Turnaround wieder am Break-Even oder in der positiven Renditezone sind. Gleichzeitig erhöhen wir die Chance, eine maximale Rendite zu erhalten.

Verschiedene Settings, verschiedene Antworten!

Verlierer-Aktien sind nicht einfach. Es gibt nicht die eine, klare Antwort, wie man am besten mit ihnen umgeht. Aber wir haben Möglichkeiten und müssen zunächst einmal bewerten, in welcher Situation wir uns eigentlich befinden. Haben wir das getan, existieren verschiedene Wege, die wir dann in Erwägung ziehen müssen.

Für mich ist das Entscheidendste: Aktien verkaufen, wenn sie kaum mehr eine gute Investitionsthese besitzen. Sowie Warten oder gegebenenfalls Nachkaufen, sofern eine intakte Investitionsthese vorhanden ist.

Der Artikel Der beste Umgang mit Verlierer-Aktien ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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