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Die Illusion der Sicherheit 15.03.2025, 06:00 Uhr von Aktienwelt360

Lieber Aktiensegler,

Sicherheit ist derzeit ein hohes und gefragtes Gut. Wir beschränken uns heute jedoch auf unser Metier. Das heißt: die Sicherheit im Bereich der Geldanlage. Denn insbesondere hier bin ich der Überzeugung, dass sehr viele Anleger sich einer Illusion hingegeben.

Einer gefährlichen Illusion, die uns unser Vermögen kostet. Oder unsere Finanzen auf die falschen Säulen stellt. Dafür werden „sichere“ und wertschöpfende Investitionen verschmäht, weil sie als unsicher angesehen werden. Es ist verhext. Aber wir sollten mit der irreführenden Argumentation aufhören.

Die Illusion der Sicherheit

Viele Sparende oder Anlegende geben sich der Illusion hin, dass sie Sicherheit erhalten können. Für 2,5 % Zinsen auf Tages- oder Festgeld geben sie ihr Vermögen aus der Hand. Unwissend, dass sie mit ihrer Entscheidung zwar kein Geld verlieren. Absolut sind die allermeisten Verträge schließlich sicher. Wir bekommen, auch dank der Einlagensicherung, in der Regel unser Geld zurück. Plus den entsprechenden Zins.

Was viele dabei übersehen: Wir büßen an Kaufkraft ein. Wenn die Inflation in unserem Beispiel bei 3 % liegt, so haben wir eine reale negative Rendite von -0,5 % eingefahren. Wenn du ein Vermögen von 100.000 Euro besitzt, sind das 500 Euro, die dir fehlen. Nicht als Geld. Die Inflation nimmt dir das nicht weg. Wohl aber an Kaufkraft.

Das ist für mich die größte Illusion der Sicherheit. Denn die Inflation ist nicht nur ein zeitlich begrenztes Phänomen. Sie ist fortlaufend. Bei lediglich 2 % Teuerung pro Jahr würden aus 100.000 Euro in 30 Jahren lediglich 54.500 Euro. Wie gesagt: an Kaufkraft, nicht an Geldmenge. Aber ich frage dich: Ist das für dich sicher?

Die Illusion einer Rendite

Nicht alle lassen ihr Geld auf Tages- oder Festgeldkonten versauern. Sie investieren. In ein Eigenheim, die eigenen vier Wände. Weil man damit fürs Alter vorsorgt. Weil es einem Sicherheit gibt.

Aber was ist hieran sicher? Viele geben sich dem Eigenheim hin. Haben zwei Kinderzimmer, die im Alter zum Büro und Ankleideraum werden. Einen Keller, einen Dachboden. Raum, den sie gar nicht brauchen. Raum, der kostet. Allein für die Heizung, die Bewirtschaftung. Und auch die Instandsetzung. Eigentum verpflichtet. Verpflichtet zu weiteren Investitionen.

Dafür spart man Mietkosten, keine Frage. Aber in solchen Fällen kann man sich wirklich fragen: Spart man Geld? Ist das finanzielle Sicherheit, wenn man womöglich einen hohen dreistelligen Eurobetrag für das eigene Haus aufwenden muss? Vielleicht sogar mehr? Oder wäre eine angemessene kleine Wohnung, zur Not zur Miete, nicht besser? Zumal wir durch unsere eigenen vier Wände nichts zurückerhalten. Kein Geld. Und die verbauten Steine können wir nicht essen. Geschweige denn für andere Dinge verwenden.

Sicherheit mit Aktien

Aktien werden hingegen häufig als unsicher angesehen. Sie schwanken. Man kann Geld verlieren. Aber soll ich dir etwas verraten? Der renommierte Ökonom Shiller fand heraus, dass der S&P 500 mit seinen 500 Aktien in einem Zeitraum von 1871 bis 2014 und ab einer Haltedauer von 20 Jahren nie eine negative Rendite eingefahren hat. Das ist für mich Sicherheit. Die Sicherheit, eine positive Rendite über viele Jahre hinweg erzielen zu können.

Mit Aktien können wir Dividenden erhalten und dieses Geld für unsere Altersvorsorge verwenden. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 bis 9 % pro Jahr (bei den meisten weltweiten Indizes) ist auch die Inflation kein Problem.

Daher frage ich dich zum Abschluss erneut: Was ist Sicherheit? Und was ist bloß eine Illusion? Beantworte es ruhig für dich.

Viele Grüße

Vincent Uhr

Chefredakteur Aktienwelt360

Der Artikel Die Illusion der Sicherheit ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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