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Hier macht dich Einkaufen reich

2 Aktien, die an jedem Wocheneinkauf mitverdienen! 04.09.2026, 06:15 Uhr von Aktienwelt360

Der Wocheneinkauf kostet Geld. Für Aktionäre kann er dagegen eine Einnahmequelle sein. Denn während Verbraucher Lebensmittel, Pflegeprodukte und andere Dinge des täglichen Bedarfs kaufen, verdienen Unternehmen wie Visa (WKN: A0NC7B) und Procter & Gamble (WKN: 852062) daran mit.

Beide Aktien verfügen über starke Wettbewerbsvorteile – doch ihre Chancen und Risiken könnten kaum unterschiedlicher sein.

Visa und Procter & Gamble: Zwei Geschäftsmodelle mit tiefem Burggraben

Visa ist weit mehr als eine Kreditkartenmarke. Der Konzern betreibt eines der größten elektronischen Zahlungsnetzwerke der Welt und verbindet Banken, Händler und Verbraucher. 

Genau darin liegt der entscheidende Moat oder auch Burggraben. Es ist der Netzwerkeffekt. Je mehr Menschen Visa nutzen und je mehr Händler das System akzeptieren, desto schwieriger wird es für Wettbewerber, dieses Ökosystem anzugreifen.

Die jüngsten Geschäftszahlen zeigen, wie stark dieses Modell ist. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Visa den Umsatz um 14 % auf 11,6 Mrd. US-Dollar. Das Zahlungsvolumen erhöhte sich währungsbereinigt um zehn Prozent, das grenzüberschreitende Volumen sogar um 13 %. 

Procter & Gamble sitzt dagegen unmittelbar am bzw. Einkaufswagen. Pampers, Gillette, Oral-B, Tide und Ariel sind Marken, die Verbraucher seit Jahren kennen – und für die man gerne auch einen Aufschlag zahlt. 

Der Burggraben entsteht hier aus Markenstärke, Vertrieb, Skaleneffekten und der enormen Reichweite des Konzerns. Wer bei Waschmittel, Rasur oder Zahnpflege zur vertrauten Marke greift, wechselt nicht bei jeder Preiserhöhung automatisch zum billigsten Anbieter. Wobei man hier zuletzt jedoch durch die schwache Konjunktur, hohe Inflation und K-Shape-Economy etwas Gegenwind erkennen konnte.

Auch fällt auf, dass Procter & Gamble derzeit deutlich weniger wachstumsstark ist als Visa. Im Geschäftsjahr 2026 kletterte der Umsatz um drei Prozent auf 87 Mrd. US-Dollar, das organische Wachstum lag bei lediglich einem Prozent. 

Positiv hervorzuheben sind der hohe Free Cashflow von etwas über 15 Mrd. US-Dollar in den letzten 12 Monaten sowie die jahrzehntelange Dividendenhistorie. Seit 136 Jahren wird kontinuierlich eine Dividende gezahlt, seit 70 Jahren steigt sie ohne Ausnahme.

Blickt man in die Zukunft, könnte das organische Wachstum operativ wieder an Fahrt aufnehmen. Ein Wachstum zwischen einem und drei Prozent könnte für das Jahr 2027 realistisch sein.

Fazit: Zwei Konsumaktien, zwei unterschiedliche Chancen

Die Chancen beider Aktien liegen langfristig im strukturellen Wachstum. Visa profitiert von der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs, mehr Kartenzahlungen und steigenden grenzüberschreitenden Transaktionen. P&G kann mit Preiserhöhungen, Innovationen und Premiumprodukten auf steigende Kosten reagieren.

Ganz ohne Risiken ist der Weg jedoch nicht. Visa muss sich mit neuen Zahlungsdiensten, Fintechs und regulatorischen Eingriffen auseinandersetzen. Procter & Gamble wiederum kämpft mit Rohstoff- und Transportkosten sowie teilweise schwachen Absatzmengen. Hinzu kommt bei beiden Aktien ein weiterer Punkt, den Anleger nicht unterschätzen sollten: Selbst ein hervorragendes Unternehmen kann eine schlechte Investition sein, wenn die Bewertung zu hoch ist. Und das ist aktuell bei beiden der Fall.

Doch genau hier beginnt die eigentliche Aktienanalyse. Welche Kennzahlen zeigen, ob ein Unternehmen wirklich über einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil verfügt – und ob der Preis für diese Qualität gerechtfertigt ist?

Der Artikel Hier macht dich Einkaufen reich: 2 Aktien, die an jedem Wocheneinkauf mitverdienen! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Frank besitzt Aktien von Procter & Gamble und Visa. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Visa.

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