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Ich würde 10.000 Euro in UiPath stecken – trotz 28 % Kursverlust 18.03.2026, 07:15 Uhr von Aktienwelt360

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Name Aktuell Diff. Börse
UiPath Registered (A) 8,991 EUR +1,06 % Baader Bank

500 Mio. Dollar. Das ist der Betrag, den das UiPath-Management (WKN: A3CND6) gerade einsetzt, um die eigene Aktie zurückzukaufen. Nicht irgendwann, sondern genau jetzt, nachdem der Kurs in drei Monaten um 28 % eingebrochen ist. Und das ist kein Zufall.

Am 11. März 2026 genehmigte der Vorstand ein neues Rückkaufprogramm über 500 Mio. Dollar, ohne Ablaufdatum. Es ist bereits das zweite Programm dieser Art: Das vorherige über eine Milliarde Dollar hat UiPath vollständig abgearbeitet. Wer also fragt, ob das Management an das eigene Unternehmen glaubt, bekommt eine klare Antwort in Zahlen: 1,5 Mrd. Dollar über beide Programme zusammen.

CEO Daniel Dines hält persönlich 28,3 Mio. Aktien – vor dem Kursrückgang rund 446 Mio. Dollar, heute noch etwa 326 Mio. Dollar. Wenn jemand, dem bereits fast eine halbe Milliarde in diesem Unternehmen steckt, weitere 500 Mio. Firmenkapital für Rückkäufe freigibt, solltest du zumindest zuhören.

Was ein Aktienrückkauf mit 10.000 Euro Investment macht

Der Mechanismus ist schnell erklärt: UiPath kauft eigene Aktien am Markt und zieht sie aus dem Umlauf. Weniger Aktien bedeutet, dass sich der Gewinn auf eine kleinere Basis verteilt – der Gewinn je Aktie steigt automatisch, ohne dass das Unternehmen einen einzigen Dollar mehr verdienen muss.

Die Rechnung: Bei einem Kurs von 11,53 Dollar kann UiPath mit 500 Mio. Dollar rund 43,4 Mio. Aktien zurückkaufen. Das entspricht 8,1 % der aktuell 536 Mio. ausstehenden Aktien. Theoretisch steigt der Gewinn je Aktie dadurch um dieselben 8,1 %.

Für 10.000 Euro – umgerechnet etwa 10.700 Dollar – bekommst du zu diesem Kurs rund 928 Aktien. Wenn der Rückkauf den Kurs um 8 % auf 12 Dollar stützt, wächst dein Depot auf rund 11.560 Dollar. Das klingt bescheiden, ist aber die konservativste Variante – und schlägt dennoch jeden Sparbuch-Zins.

Warum der Markt trotzdem nicht feiert

Hier kommt der Haken: Die Aktie fiel am Tag der Ankündigung trotzdem um 6,9 %. Das Quartalsergebnis selbst war gut – UiPath verdiente 0,30 Dollar je Aktie, erwartet wurden 0,25. Das Problem war der Ausblick: Für das Fiskaljahr 2027 erwartet das Unternehmen nur noch 9 % Umsatzwachstum, nach 13 % im Vorjahr.

Wichtig: Das Wachstum beim jährlich wiederkehrenden Umsatz beschleunigt sich nicht – bereinigt um Währungseffekte und Zukäufe. Ist der Rückkauf also ein Kaufsignal oder eine weiße Flagge? Ich halte diese Frage für legitim. Ein Buyback kann schließlich auch ein Zeichen sein, dass dem Management schlicht keine bessere Verwendung für das Kapital einfällt. Nicht jeder Rückkauf ist ein Triumph.

Mein Gegenargument: UiPath sitzt auf 1,69 Mrd. Dollar Netto-Cash. Das Unternehmen hat im Fiskaljahr 2026 zum ersten Mal in seiner Geschichte einen positiven Jahresgewinn (nach GAAP) erzielt. Die Bruttomarge liegt bei 85 %. Das sind keine Kennzahlen eines Unternehmens in der Krise.

Warum ich die Aktie für die nächsten 5 Jahre interessant finde

Das Forward-KGV liegt bei rund 15 – auf dem Niveau von Salesforce, einem Unternehmen, das auch unter KI-Druck steht. Der ARR wächst auf 1,85 Mrd. Dollar, plus 11 % gegenüber dem Vorjahr. Die Net Retention Rate von 107 % zeigt, dass Bestandskunden mehr ausgeben als im Vorjahr – kein Zeichen für ein sterbendes Geschäftsmodell.

Mein Fazit: UiPath ist kein Kauf für Anleger, die in drei Monaten Rendite sehen wollen. Wer aber bereit ist, fünf Jahre zu warten, bekommt ein Unternehmen mit gesunder Bilanz, echten Gewinnen und einem Management, das mit eigenem Geld auf die eigene Unterbewertung setzt.

Der Artikel Ich würde 10.000 Euro in UiPath stecken – trotz 28 % Kursverlust ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Henning Lindhoff besitzt keine der der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Salesforce und UiPath.

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