Ist IBM plötzlich doch wieder die beste Technologieaktie der Welt? 10.06.2026, 06:45 Uhr von Aktienwelt360

Von Januar bis Mai stand die IBM-Aktie (WKN: 851399) stark unter Druck an der Börse und verlor phasenweise sogar 30 % an Wert. Doch seit Mitte Mai stürzen sich Anleger wieder auf die Aktien von Big Blue, was sie Anfang Juni auf ein neues Allzeithoch katapultierte.

Was treibt die IBM-Aktie wieder so stark in die Höhe? Und ist der IT-Veteran plötzlich doch wieder die beste Technologieaktie der Welt?

Geld aus Washington

IBM glänzte in den vergangenen Wochen mit einer Reihe von Milliardeninvestitionen im Infrastruktur- und Sicherheitsbereich, die an der Börse starke Wirkung entfalteten und die Aktie von Big Blue wieder zum absoluten Liebling der Wall Street machte.

Ein starker Kurskatalysator war zweifellos die Mitte Mai vom US-Handelsministerium angekündigte Förderung von Quantenunternehmen. Die US-Regierung wird im Rahmen des CHIPS and Science Act Quantencomputing-Unternehmen mit 2 Mrd. US-Dollar fördern und IBM bekommt mit 1 Mrd. US-Dollar den Löwenanteil der Fördergelder ab.

Die Nummer 1 im Quantencomputing

Noch wichtiger als der reine Geldsegen war die Meldung, dass die US-Regierung Big Blue als Partner auserkor, die erste reine Fabrik für Quantencomputer-Wafer in den USA aufzubauen. Diese staatlich besiegelte Vormachtstellung im Quantensektor löste bei Investoren zu Recht enorme Euphorie aus.

Nur eine Woche später legte IBM operativ nach und kündigte einen gigantischen 5-Jahres-Plan an. Das Unternehmen wird über 10 Mrd. US-Dollar in das hauseigene Quanten-Ökosystem investieren.

Bis 2029 will IBM mit dem System „Quantum Starling“ den weltweit ersten kommerziellen, absolut fehlerfreien Quantencomputer mit 200 logischen Qubits auf den Markt bringen. Viele Anleger sehen in dieser Ankündigung den Beweis, dass IBM derzeit die technologisch Nummer 1 auf dem Gebiet der Quantencomputerentwicklung ist.

Ein gigantisches Sicherheitsprojekt

Und neben der Hardware-Offensive punktete IBM auch im Software-Segment. Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Red Hat wurde das Projekt Lightwell vorgestellt – eine 5 Mrd. US-Dollar schwere Initiative, bei der über 20,000 Ingenieure mittels Künstlicher Intelligenz die weltweite Open-Source-Software-Lieferkette absichern sollen.

Da Unternehmen große Angst vor Cyber-Angriffen und Sicherheitslücken in offener Software haben, bietet IBM sich hier als „KI-Sicherheits-Clearingstelle“ an. Das verspricht margenstarke, wiederkehrende Abo-Einnahmen.

Kein KI-Verlierer, sondern ein KI-Gewinner

Nicht zuletzt scheint sich in den letzten Wochen an der Börse auch die Überzeugung durchgesetzt zu haben, dass IBM keineswegs zu denjenigen Unternehmen zählt, die Angst vor einer Disruption ihres Geschäftsmodells durch Künstliche Intelligenz haben müssen.

Ganz im Gegenteil! Big Blue könnte aufgrund seines enormen Knowhows in fast allen Teilbereichen der Informationstechnologie zur ersten Anlaufstelle vieler Unternehmen bei der Transformation ihres Geschäfts in die KI-Welt sein. Der IT-Dino sieht derzeit alles andere als alt und behäbig aus.

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Peter besitzt keine Aktien von IBM. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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