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KI, Plattformstrategie und hohe Margen

Kann die Aktie von Palo Alto Networks überzeugen? 15.06.2025, 06:59 Uhr von Aktienwelt360

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Palo Alto Networks 136,41 EUR +0,48 % Lang & Schwarz

Palo Alto Networks (WKN: A1JZ0Q) meldete für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres 2025 einen Umsatz von 2,3 Mrd. US-Dollar, ein Zuwachs von 15 % gegenüber dem Vorjahreswert. Das absolute Plus von 300 Mio. US-Dollar zeigt, dass das Unternehmen noch immer zweistellige Wachstumsraten erzielt, obwohl die gesamte Softwarebranche allmählich in eine Reifephase eintritt. Noch wichtiger: Der bereinigte – also von Sonderposten befreite – Nettogewinn kletterte um 21 % auf 600 Mio. US-Dollar oder 0,80 US-Dollar je Aktie. 

Plattformisierung

CEO Nikesh Arora betont seit Jahren, dass Kunden nicht mehr 20 isolierte Sicherheitslösungen administrieren wollen, sondern eine konsolidierte Plattform, über die sie alle Angriffspunkte von der Netzwerk- bis zur Cloud-Schicht abdecken. In der Praxis bedeutet diese Plattformisierung, dass Palo Alto mehrere Module – von Firewalls über Cloud-Konnektoren bis zum Endpunkt-Schutz – zu einem Lizenzpaket bündelt. Für den Kunden sinkt der operative Aufwand; für Palo Alto steigt die Kundenbindung, weil ein Wechsel zu einem Wettbewerber gleich ein komplettes System ersetzt – und nicht nur eine einzelne Software.

Dieser strategische Ansatz materialisiert sich in der Kennzahl „Remaining Performance Obligations“ (RPO). Sie summiert alle noch nicht als Umsatz verbuchten, aber bereits vertraglich fixierten Leistungen. Im dritten Quartal stiegen die RPOs um 19 % auf 13,5 Mrd. US-Dollar. Damit hat Palo Alto faktisch einen Umsatzpuffer von mehr als fünf Quartalen in der Hinterhand. Für das laufende Schlussquartal peilt das Management sogar bis zu 15,3 Mrd. US-Dollar an; ein klarer Indikator, dass große Konzerne zunehmend mehrjährige Gesamtverträge abschließen.

Next-Generation Security

Innerhalb des Produktportfolios sticht die sogenannte Next-Generation-Security-Sparte (NGS) hervor. Hier bündelt Palo Alto alle cloudbasierten Angebote, die als Software-as-a-Service bereitgestellt werden. Dazu gehören Prisma Cloud, eine Lösung zur Absicherung von Multi-Cloud-Umgebungen, und Cortex, eine KI-gestützte Endpunkt- und Analyseplattform. Der annualisierte Umsatz – im Fachjargon „Annual Recurring Revenue“, kurz ARR – nahm um 34 % auf 5,1 Mrd. US-Dollar zu. Damit stammen inzwischen mehr als 50 % des Konzernumsatzes aus wiederkehrenden Softwareerlösen, was das Geschäftsmodell weniger konjunkturabhängig macht.

Der Shooting-Star in dieser Sparte ist XSIAM, eine KI-basierte Plattform, die riesige Datenmengen aus allen Sicherheitsquellen (Firewalls, Endpunkte, Cloud-Logs) aggregiert, per maschinellem Lernen Korrelationen bildet und Angriffe erkennt. Laut Management liegt die jährliche Wachstumsrate dieser Plattform bei über 200 %. Noch beeindruckender: Rund 270 Enterprise-Kunden zahlen im Durchschnitt jeweils mehr als 1 Mio. US-Dollar jährliche Lizenzgebühr. 

KI-Offensive

Künstliche Intelligenz hat im Security-Segment eine besondere Stellung. Anders als bei Consumer-Applikationen, wo KI häufig als nettes Feature gilt, ist sie in der Cyberabwehr essenziell, um Millionen von Ereignissen pro Sekunde auszuwerten. Palo Alto investiert deshalb aggressiv in eigene KI-Modelle – mehr als 35 sind laut CFO Dipak Golechha bereits produktiv im Einsatz.

Mit Prisma AIRS präsentiert das Unternehmen eine neue Plattform, die nicht nur Schutzfunktionen bietet, sondern Entwicklerteams auch Richtlinien aufzeigt, wie sie eigene KI-Modelle sicher trainieren, testen und in der Produktion überwachen. Das unterscheidet Palo Alto von reinen Point-Solution-Anbietern und stärkt das Plattform-Narrativ.

Kein Investment ohne Risiko

Die größten Herausforderungen sehen wir derzeit in drei Bereichen. Erstens, CrowdStrike und Microsoft erhöhen permanent den Druck im Endpunkt- und Cloud-Schutz. CrowdStrike hat sich ebenfalls eine KI-Nische gesichert und wächst im Endpunkt-Segment schneller. Palo Alto antwortet mit seiner Plattformstrategie, muss aber durchgehendes Innovationstempo beweisen.

Zweitens, geopolitische Spannungen. Handelsbeschränkungen oder neue Zölle könnten Lizenzverträge verzögern, besonders mit Großkunden in China oder dem Nahen Osten. Drittens, Integrationsrisiken bei Übernahmen. Protect AI ist ein junges Unternehmen; die kulturelle und technische Eingliederung muss gelingen, sonst gefährdet sie den versprochenen Mehrwert von Prisma AIRS.

Unser Fazit

Wir halten trotz aller Herausforderungen an unserer Investmentthese fest. Die jüngsten Zahlen zeigen ein weiterhin robustes Wachstum, getragen von klaren Trends wie der Plattformisierung und der rasanten Nachfrage nach KI-Sicherheit. Mit XSIAM, Prisma AIRS und der geplanten Übernahme von Protect AI besetzt das Unternehmen zentrale Zukunftsfelder. Wer langfristig denkt und auf einen strukturellen Gewinner im Cybersecurity-Markt setzen will, liegt bei Palo Alto Networks richtig.

Wo liegen die größten Chancen?

Die Entscheidung von Palo Alto Networks, eine Plattformstrategie zu verfolgen, hat sich als äußerst vorteilhaft erwiesen. Durch die Integration verschiedener Sicherheitslösungen in eine einheitliche Plattform bietet das Unternehmen seinen Kunden nicht nur eine nahtlose Benutzererfahrung, sondern auch erhebliche Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen. Diese Plattformisierung ermöglicht es Kunden, mehrere Sicherheitsbedrohungen gleichzeitig zu adressieren und ihre Sicherheitsinfrastruktur zu vereinfachen. Palo Alto Networks hat bereits einen signifikanten Anstieg der Plattformadoption verzeichnet und plant, diese Strategie weiter auszubauen. Die Möglichkeit, bestehende Kunden von einzelnen Produkten auf die umfassende Plattform zu migrieren, bietet enormes Potenzial für zukünftiges Wachstum.

Mit der zunehmenden Verlagerung von Unternehmensanwendungen in die Cloud wächst auch die Nachfrage nach robusten Cloud-Sicherheitslösungen. Palo Alto Networks hat mit seiner Prisma Cloud eine führende Position in diesem Marktsegment erlangt. Die Erweiterung der Plattform um neue Module, wie das Data Security Posture Management und das AI Security Posture Management, zeigt das Bestreben des Unternehmens, kontinuierlich Innovationen zu liefern und seine Führungsposition im Cloud-Sicherheitsmarkt zu festigen. Da immer mehr Unternehmen auf Cloud- und KI-Technologien setzen, ist Palo Alto Networks gut positioniert, um von diesem Trend zu profitieren und seine Marktanteile weiter auszubauen.

Künstliche Intelligenz spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der Cybersicherheit, sowohl als Bedrohung als auch als Chance. Palo Alto Networks hat mit der Einführung von XSIAM (Extended Security Intelligence and Automation Management) und anderen KI-gesteuerten Lösungen bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt. Mit einem KI-ARR von über 200 Mio. US-Dollar ist das Unternehmen gut positioniert, um von der wachsenden Nachfrage nach KI-gesteuerten Sicherheitslösungen zu profitieren. Die Fähigkeit, KI nicht nur zur Abwehr von Bedrohungen, sondern auch zur Verbesserung der internen Effizienz und zur Automatisierung von Sicherheitsprozessen einzusetzen, eröffnet Palo Alto Networks erhebliche Wachstumschancen.

Wo liegen die größten Risiken?

Der Markt für Cybersicherheitslösungen ist hochkompetitiv und unterliegt schnellen technologischen Veränderungen. Trotz der starken Position von Palo Alto Networks besteht das Risiko, dass neue oder bestehende Wettbewerber mit innovativen Lösungen Marktanteile erobern könnten.

Die ambitionierte Plattformstrategie des Unternehmens, einschließlich der Angebotserweiterung und -konsolidierung, birgt Umsetzungsrisiken. Die erfolgreiche Einführung und Akzeptanz neuer Angebote ist entscheidend, könnte jedoch durch Widerstände seitens der Kunden oder unvorhergesehene operative Herausforderungen erschwert werden.

Der Artikel KI, Plattformstrategie und hohe Margen: Kann die Aktie von Palo Alto Networks überzeugen? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Palo Alto Networks.

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