Anzeige
++++++ Deal-Potenzial 2026: Zwei Verkäufe in Sicht? Warum bei dieser Aktie 2026 der Knoten platzen könnte ++++++

Sartorius-Aktie: Nach Kursabsturz von 11 % jetzt attraktiv? 22.04.2023, 07:40 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Sartorius St. 179,80 EUR -0,06 % Baader Bank

Der Göttinger Laborzulieferer Sartorius (WKN: 716560) verkündete diese Woche die Zahlen für das erste Quartal 2023. Diese wurden nicht positiv aufgenommen und ließen die Aktie am Tag der Verkündung um 11 % abstürzen. Ausgehend vom Allzeithoch im September 2021 beträgt der Kursabschlag sogar satte 65 % (Stand aller Angaben: 20.04.23)! Ist dieser Absturz gerechtfertigt? Oder bietet sich hier eine schöne Einstiegsgelegenheit für geduldige Anleger?

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen von Sartorius

Um diese Frage zu beantworten, schauen wir zunächst auf die Zahlen des abgelaufenen Quartals. Im Vergleich zum Vorjahr sank der währungsbereinigte Umsatz um 13 %. Besonders das bedeutende Segment der Bioprocess Solutions (Umsatzanteil 77 %) schrumpfte mit einem währungsbereinigten Umsatzminus von 16 % deutlich. Der Wegfall des Geschäfts im Zusammenhang mit der Coronapandemie machte sich deutlich bemerkbar, aber auch das „normale“ Geschäft mit Produkten wie Chromatographiesystemen, Bioreaktoren und Filtrationssystemen ging zurück.

Das kleinere Segment der Lab Products & Services, welches stärker von wiederkehrenden Umsätzen – zum Beispiel für Pipetten und Laborfilter – gekennzeichnet ist, verzeichnete einen leichten währungsbereinigten Umsatzrückgang von 2 %. Gestiegene Kosten führten dazu, dass der Gewinn noch stärker zurückging. Das Minus beträgt satte 31 %.

Einordnung der Quartalszahlen

Das klingt auf den ersten Blick schlimm und scheint ein valider Grund für den Absturz der Aktie zu sein. Dabei sollte man jedoch im Hinterkopf behalten, dass Sartorius in den vergangenen Jahren außergewöhnlich stark gewachsen ist. Getrieben durch eine zusätzliche Nachfrage aus den Bereichen Coronavirusimpfstoffe und Coronatests beschleunigte sich das Umsatzwachstum ab dem Jahr 2020 deutlich. Der Wegfall dieses Sondereffekts sowie ein allgemeines Abkühlen der Konjunktur machen sich nun bemerkbar.

2018 2019 2020 2021 2022
Umsatzwachstum 13,2 % 14,8 % 30,2 % 49,3 % 15,0 %
EBITDA-Marge 25,9 % 27,1 % 29,6 % 34,1 % 33,8 %

Quelle: Investor Relations Sartorius

Der Blick nach vorne

Obwohl die Ergebnisse im ersten Quartal schwach waren und auch der währungsbereinigte Auftragseingang um 32 % zurückging, geht Sartorius im Gesamtjahr 2023 von weiterem Wachstum aus. Das Management um den seit 20 Jahren amtierenden CEO erwartet ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich, die EBITDA-Marge soll auf dem Niveau des Vorjahres verharren.

Mittelfristig soll das Wachstum wieder stärker ausfallen. Im Jahr 2025 soll der Umsatz 5,5 Mrd. Euro betragen – ausgehend vom Jahr 2022 entspricht dies einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 10 %. Die EBITDA-Marge soll währenddessen leicht auf 34 % gesteigert werden.

Bewertung und mein Fazit zur Sartorius-Aktie

Ich traue Sartorius dieses Wachstum zu. Das Unternehmen ist in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt mit 18 % jährlich beim Umsatz gewachsen. Auch heute scheint mir Sartorius technologisch führend zu sein und sollte von dem anhaltenden Wachstum der biopharmazeutischen Industrie profitieren. Der Durchbruch der mRNA-Technologie bei den Coronaimpfstoffen könnte einen zusätzlichen Wachstumsschub in der Industrie verursachen. Um davon noch besser zu profitieren, verstärkt sich der Konzern aus Göttingen immer wieder punktuell mit Übernahmen – so wie mit der vor einigen Wochen verkündeten Übernahme von Polyplus für 2,4 Mrd. Euro.

Nachdem die Aktie in den letzten Jahren zeitweise zu einem KGV von über 100 gehandelt wurde, liegt das KGV nun bei 28. Gemessen an dem eher stabilen Geschäft und den langfristigen Wachstumsaussichten finde ich diese Bewertung fair. Ich beobachte die Sartorius-Aktie schon länger und kann mir gut vorstellen, bald eine erste Position aufzubauen.

Der Artikel Sartorius-Aktie: Nach Kursabsturz von 11 % jetzt attraktiv? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen

Hohe Inflation, drohende Rezession, wackelnde Banken: Die Liste der Bedrohungen für den Aktienmarkt ist lang. In unsicheren Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig, Aktien finanziell gesunder Unternehmen zu halten.

Das nötige Grundwissen und das passende Handwerkszeug erhältst du in unserem exklusiven und kostenlosen Sonderbericht „15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen”.

Klicke hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Hendrik Vanheiden besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2023

Autor: Hendrik Vanheiden, Investmentanalyst


Jetzt den vollständigen Artikel lesen

Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer