Ralf Anders: Dolby Laboratories
Bei vielen von uns ist zu Weihnachten neue Unterhaltungselektronik ins Haus gekommen. Wer dort genau hinsieht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Logo von Dolby Atmos oder Dolby Vision entdecken. Sie stehen für das besondere 3D-Audio-Klangerlebnis sowie HDR-Videos für visuelle Eindrücke, die uns mit helleren Lichtern und tieferen Schatten in das Geschehen hineinziehen. Dahinter steckt Dolby Laboratories (WKN: A0DNCY).
Das amerikanische Unternehmen besitzt ein riesiges Patentportfolio rund um Bild, Ton und Video, das es auf einzigartige Weise monetarisiert und stetig erweitert. Als eine der herausragenden Ingredient Brands wertet Dolby sowohl Unterhaltungselektronik als auch kreative Medieninhalte auf. 2026 plant das Management, mit neuen nutzungsbasierten Geschäftsmodellen sein Wachstum neu anzufachen. Zudem steigt seine Bedeutung als Partner von Autobauern und Sportwettenanbietern.
Der Kurs wirkt derzeit günstig und Aktionäre erhalten eine steigende Quartalsdividende. Im Januar steht die Dolby-Aktie bei mir weit oben auf der Watchlist.
Ralf Anders besitzt keine Aktien von Dolby Labs.
Caio Reimertshofer: Harley-Davidson
Harley-Davidson (WKN: 871394) ist eine dieser Marken, die man nicht erklären muss. Motorräder aus Milwaukee stehen für Freiheit, Emotionen und eine extrem treue Fangemeinde. Genau das macht die Aktie jetzt wieder interessant. Denn nach schwierigen Jahren ist bei Harley spürbar Bewegung drin.
Mit dem neuen CEO Artie Starrs hat das Unternehmen einen klaren Neuanfang gestartet. Die Führung wird neu aufgestellt, Verantwortlichkeiten werden gebündelt und die Nähe zu Fahrern und Händlern rückt wieder stärker in den Mittelpunkt. Besonders wichtig ist die engere Verzahnung von Vertrieb und Finanzierung, ein Kernbereich für Harley. Auch operativ setzt man auf Erfahrung. Mit Bryan Niketh kehrt ein Manager zurück, der den Konzern seit vielen Jahren kennt.
Gleichzeitig werden Marketing, Technologie und Marke klarer geführt, ohne den Markenkern zu verwässern. Die Einbindung der Davidson-Familie zeigt, wie ernst es Harley mit Authentizität und Tradition meint.
Spannend für uns als langfristig orientierte Anleger: Die Aktie ist aktuell günstig bewertet im Vergleich zur eigenen Historie. Wer an die Stärke der Marke glaubt und dem neuen Management Zeit gibt, könnte im Januar 2026 einen attraktiven Einstieg finden.
Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Harley-Davidson.
Peter Roegner: Allgeier SE
Hinter den Aktien von deutschen IT-Dienstleistern liegen zwei schwere Jahre. Aber jetzt zeigt sich Licht am Ende des Tunnels. Das Zauberwort heißt „Sondervermögen“, also öffentliche Investitionen, die auf Pump finanziert werden. Dazu zählen auch Ausgaben für die dringend notwendige Digitalisierung der Verwaltung.
Die Allgeier SE (WKN: A2GS63) aus München erzielt rund ein Drittel ihres Umsatzes mit der öffentlichen Verwaltung. So steht das Unternehmen etwa hinter der Steueranwendung ELSTER. Wenn die Investitionen aus dem Sondervermögen endlich ins Rollen kommen, sollte Allgeier davon kräftig profitieren.
Mitte Dezember aktualisierten die Münchner ihre Umsatzprognose für 2026 auf 370 bis 420 Mio. Euro. Das wäre ein Plus von rund 10 % und würde der Aktie weiteres Potenzial eröffnen.
Peter Roegner besitzt keine Aktien der Allgeier SE.
Hendrik Vanheiden: Planet Fitness
Der Januar ist da, und damit auch die guten Vorsätze für das neue Jahr. „Mehr Sport treiben“ steht regelmäßig auf der Liste der häufigsten Vorsätze und entsprechend schnellen die Anmeldezahlen in den Fitnessstudios Anfang des Jahres hoch.
So sicherlich auch bei Planet Fitness (WKN: A14U2K). Mit über 20 Mio. Mitgliedern ist das US-Unternehmen die größte Fitnessstudiokette der Welt. Die Studios zeichnen sich durch günstige Mitgliedsbeiträge und eine „Judgement Free Zone“ aus, die weniger sportliche Menschen ansprechen soll. Das klappt sehr gut: Rund 40 % der Neumitglieder waren zuvor noch nie in ihrem Leben Mitglied in einem Fitnessstudio.
So werden die Umsätze kontinuierlich mit zweistelligen Raten gesteigert. Auch die Gewinne und Cashflows sind ordentlich und dürften 2026 und darüber hinaus weiter zulegen. Das erwartete KGV von 36 scheint mir nicht überzogen zu sein.
Hendrik Vanheiden besitzt keine Aktien von Planet Fitness.
Henning Lindhoff: Burlington Stores
Suchst du noch nach dem perfekten Winterinvestment? Dann schau dir Burlington Stores (WKN: A1W54Y) einmal genauer an. Während Konkurrenten wie TJX in den vergangenen fünf Jahren um 130 % davongezogen sind, hat die Aktie von Burlington mit mickrigen 10 % Plus fast den Anschluss verpasst. Aber genau hier liegt eine Chance für 2026.
Die Strategie steht: Burlington schließt lahme Läden und eröffnet jährlich über 100 neue, profitable Standorte. Das pusht die Margen. Von knapp 40 % soll es laut Management hoch auf über 43 % gehen. Klar, die Konsumlaune ist wegen der Inflation manchmal etwas wackelig, aber mit 1,5 Mrd. Dollar Liquidität im Rücken ist das Unternehmen sattelfest. Die Kombination aus Wachstum durch neue Stores und Margenverbesserung könnte Burlington zum spannenden Aufholjäger machen.
Henning Lindhoff besitzt keine Aktien von Burlington Stores.
Peter Wolf-Karnitschnig: The Trade Desk
Mit einem Kursverlust von über 70 % war The Trade Desk (WKN: A2ARCV) 2025 der schwächste Wert im US-Leitindex S&P 500. Die miserable Börsenperformance des Werbetechnologiespezialisten hat verschiedene Gründe, etwa ein verlangsamtes Wachstum und mehr Wettbewerb.
Trotzdem handelt es sich beim gewaltigen Kurssturz von The Trade Desk meiner Ansicht nach um eine Überreaktion der Börse. Der Spezialist für programmatisches Echtzeitmarketing ist nach wie vor ein dynamisch wachsendes Unternehmen, das seine Profitabilität zuletzt deutlich verbessern konnte.
Das Unternehmen hält eine führende Position im „freien“ programmatischen Werbemarkt. Trotz des starken Wettbewerbs durch die „Walled Gardens“ der Big-Tech-Konzerne wird dieser freie Markt nicht verschwinden.
Die Bewertung der Aktie von The Trade Desk liegt inzwischen meilenweit unter dem Schnitt der letzten Quartale. Ich glaube, dass die Börse zum Jahreswechsel erkennen wird, dass diese Aktie unterbewertet ist. Sie könnte einen sehr guten Start ins neue Jahr erleben.
Peter Wolf-Karnitschnig besitzt keine Aktien von The Trade Desk.
Der Artikel Top-Aktien für Januar 2026 ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.
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Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Harley Davidson und The Trade Desk.
Aktienwelt360 2026