- Der Streit zwischen Coinbase und dem Weißen Haus gefährdet ein zentrales US-Krypto-Gesetz.
- Im Fokus stehen Stablecoin-Zinsen, die für Coinbase eine Milliarden-Einnahme darstellen.
- Der Konflikt zeigt, wie stark Banken, Politik und Krypto um die Zukunft der Regulierung ringen.
Ein dramatischer Konflikt erschüttert derzeit Washington und die US-Krypto-Branche. Coinbase, einer der größten Kryptobörsen-Betreiber der Welt, hat seine Unterstützung für den CLARITY Act zurückgezogen – und damit die Regierung gegen sich aufgebracht. Im Zentrum stehen Stablecoins und die Frage, ob Kryptoplattformen Zinsen auf digitale Dollar anbieten dürfen. Für Coinbase geht es um über eine Milliarde Dollar pro Jahr. Für das Weiße Haus geht es um die Stabilität des Finanzsystems. Der Ausgang dieses Streits könnte die Zukunft der US-Krypto-Regulierung nachhaltig prägen.
Coinbase sorgt für politischen Paukenschlag
Coinbase hat überraschend seine Unterstützung für den Digital Asset Market Clarity Act zurückgezogen. Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden vor einer entscheidenden Sitzung im US-Senat. Das Weiße Haus reagierte darauf mit scharfer Kritik und sprach intern von einem „Rug Pull“. Die Regierung soll laut Insidern sogar erwägen, das gesamte Gesetz fallen zu lassen. Der Konflikt zeigt, wie angespannt die Lage zwischen Politik und Krypto-Branche derzeit ist.
Für Coinbase steht viel auf dem Spiel, denn das Unternehmen hatte aktiv an dem Gesetz mitgearbeitet. Der Rückzug wird in Washington als Affront gewertet. Die geplante Senatsanhörung wurde nach dem Schritt verschoben. Damit gerät die Zukunft des Gesetzes akut in Gefahr. Die Branche fürchtet nun ein regulatorisches Vakuum.
Stablecoin-Zinsen als Kern des Streits
Im Zentrum des Konflikts stehen die sogenannten Stablecoin-Yield-Regelungen. Banken wollen verhindern, dass Kryptoplattformen Zinsen auf Stablecoin-Guthaben anbieten dürfen. Sie argumentieren, dass dadurch Einlagen aus klassischen Sparkonten abfließen könnten. Das könnte laut den Banken die Stabilität des Finanzsystems gefährden.
Der aktuelle Gesetzentwurf sieht deshalb vor, Zinszahlungen für das reine Halten von Stablecoins zu verbieten. Nur transaktionsbasierte Belohnungen sollen erlaubt sein. Für Coinbase wäre das ein harter Einschnitt. Ein großer Teil der Einnahmen stammt aus genau diesen zinsähnlichen Zahlungen.
Coinbase drohen Milliardenverluste
S&P Global schätzt, dass Coinbase im Jahr 2025 über eine Milliarde Dollar mit Stablecoins einnehmen wird. Ein großer Anteil kommt aus der Partnerschaft mit Circle und dem Stablecoin USDC. Sollten die geplanten Einschränkungen greifen, könnte diese Einnahmequelle weitgehend versiegen.
Das erklärt den drastischen Schritt des Unternehmens. Für Coinbase ist das Gesetz in der aktuellen Form wirtschaftlich nicht tragbar. CEO Brian Armstrong machte deutlich, dass man lieber gar kein Gesetz habe als ein schlechtes. Diese Haltung verschärft den Druck auf die US-Politik erheblich.
Armstrong spricht von unfairem Bankeinfluss
Coinbase-Chef Brian Armstrong verteidigte seinen Schritt öffentlich. Er bezeichnete den Einfluss der Banken auf den Gesetzentwurf als „tief unfair“. In einem Interview auf FOX Business kritisierte er, dass Banken ihre Konkurrenz durch regulatorischen Druck ausschalten wollten.
Armstrong sieht darin einen klassischen Fall von „Regulatory Capture“. Er fordert gleiche Wettbewerbsbedingungen für Banken und Krypto-Unternehmen. Laut seinen Aussagen arbeitet Coinbase dennoch weiter an einem Kompromiss mit den Banken. Das Weiße Haus habe sich dabei konstruktiv gezeigt.
Weitere Kritikpunkte am CLARITY Act
Armstrong bemängelte neben den Stablecoin-Regeln auch andere Passagen des Gesetzes. Er sprach von einem faktischen Verbot für tokenisierte Aktien. Außerdem kritisierte er mögliche Einschränkungen für DeFi-Anwendungen. Besonders umstritten ist eine Passage, die der Regierung weitreichenden Zugriff auf Finanzdaten geben würde.
Zusätzlich sieht der Entwurf eine Verlagerung von Zuständigkeiten vor. Die Aufsicht würde stärker zur SEC wandern und die Rolle der CFTC schwächen. Coinbase hält diese Änderung für schädlich. Das Unternehmen befürchtet dadurch eine unklare und strenge Regulierung.
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Politische Zukunft des Gesetzes bleibt offen
Die Verschiebung der Senatsanhörung wirft das gesamte Gesetzgebungsverfahren zurück. Der CLARITY Act stand kurz vor einem entscheidenden Durchbruch. Nun ist unklar, ob das Gesetz überhaupt noch verabschiedet wird. Der politische Zeitdruck ist hoch, da bald die Midterm-Wahlen anstehen.
Der Krypto-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, appellierte an die Branche, den Aufschub zu nutzen. Er fordert eine rasche Einigung zwischen Banken und Kryptounternehmen. Nur so könne ein tragfähiger Rechtsrahmen entstehen. Die kommenden Wochen werden über Erfolg oder Scheitern entscheiden.
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Coinbase und der CLARITY Act: Ein Machtkampf mit Signalwirkung
Ein neuer politischer Konflikt zwischen Coinbase und der US-Regierung sorgt aktuell für große Aufmerksamkeit. Die Kryptobörse hat ihre Unterstützung für den CLARITY Act zurückgezogen, was die Spannungen zwischen der Kryptoindustrie und dem traditionellen Finanz- und Regulierungssystem weiter verschärft. Im Kern geht es um Stablecoins und die Frage, ob Plattformen Zinsen auf digitale Dollar anbieten dürfen. Für Coinbase steht dabei ein milliardenschweres Geschäftsmodell auf dem Spiel, während das Weiße Haus vor allem die Stabilität des Finanzsystems sichern will. Dieser Streit zeigt eindrucksvoll, wie sehr Kryptowährungen inzwischen im Zentrum politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen stehen. Es geht nicht mehr nur um Innovation, sondern um Kontrolle, Marktanteile und das Vertrauen in digitale Finanzlösungen.
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