Zum Jahresende 2025 blicken viele Marktteilnehmer bereits auf das kommende Jahr und kaum eine Prognose hat zuletzt so viel Aufmerksamkeit erzeugt wie jene von Haseeb Qureshi, Managing Partner des renommierten Krypto-Venture-Capital-Fonds Dragonfly. Qureshi gilt als einer der analytisch nüchternsten Köpfe der Branche und ist bekannt dafür, Hypes kritisch zu hinterfragen. Genau deshalb sorgt sein Ausblick auf 2026 für besonderes Interesse.
Seiner Einschätzung nach steht der Kryptomarkt vor einem Jahr der Gegensätze: starke Aufwärtsbewegungen bei etablierten Assets, aber auch Enttäuschungen bei vielen neuen, aggressiv beworbenen Projekten. Anstatt eines radikalen Umbruchs erwartet Qureshi eine Fortsetzung langfristiger Trends. Diese Perspektive wirft nicht nur Fragen zur Entwicklung von Bitcoin und den großen Blockchains auf, sondern auch zur Rolle junger Projekte, die gezielt an strukturellen Schwächen bestehender Netzwerke ansetzen.
Qureshis 2026-Ausblick: Etablierte Strukturen schlagen den Hype
Im Zentrum von Qureshis Prognose steht Bitcoin. Er geht davon aus, dass BTC das Jahr 2026 oberhalb von 150.000 US-Dollar beenden könnte. Gleichzeitig erwartet er jedoch eine sinkende Bitcoin-Dominanz. Diese Kombination ist entscheidend: Bitcoin bleibt Anker und Wertaufbewahrungsmittel des Marktes, während das Wachstum zunehmend in anderen Segmenten stattfindet. Für den Gesamtmarkt wäre das ein Zeichen für Reife, nicht für Schwäche.
Skeptisch zeigt sich Qureshi gegenüber einer ganzen Reihe neuer, „fintech-gebrandeter“ Blockchains. Trotz hoher Erwartungen rechnet er damit, dass Kennzahlen wie aktive Wallets, Stablecoin-Transaktionen und tokenisierte Real-World-Assets hinter den Prognosen zurückbleiben. Seine Begründung ist klar: Entwickler und Kapital kehren langfristig dorthin zurück, wo Neutralität, Sicherheit und Komponierbarkeit gewährleistet sind. Entsprechend sieht er Ethereum und Solana auch 2026 als Netzwerke, die relativ zu den Erwartungen überdurchschnittlich liefern.
It’s that time again—as 2025 comes to a close, it’s time to drop 2026 predictions.
— Haseeb >< (@hosseeb) December 29, 2025
I think 2026 is going to surprise, both to the upside and to the downside. Organized by category:
Macro / Chains
* $BTC is > $150K by year-end, but BTC dominance decreases in 2026.
* Despite the…
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der zunehmenden Beteiligung großer Unternehmen. Qureshi rechnet damit, dass mindestens ein globaler Tech-Konzern eine Krypto-Wallet launcht oder übernimmt. Zudem erwartet er, dass immer mehr Fortune-100-Unternehmen eigene Blockchain-Infrastrukturen nutzen, insbesondere im Bank- und Fintech-Sektor. Plattformen, die skalierbare und flexible Infrastrukturen bereitstellen, könnten davon besonders profitieren.
Auch im DeFi-Sektor prognostiziert Qureshi keine unkontrollierte Vielfalt, sondern Konsolidierung. Wenige große Perpetual-DEXs dürften den Großteil des Handelsvolumens auf sich vereinen, während kleinere Anbieter um Marktanteile kämpfen. Gleichzeitig sieht er Wachstum bei neuen Produktformen wie Equity-Perpetuals sowie bei RFQ-basierten Handelsmodellen. Diese Reifephase bringt laut Qureshi jedoch auch Risiken mit sich, etwa durch mögliche Insiderhandelsskandale, die DeFi erstmals stärker in den Fokus der Mainstream-Medien rücken könnten.
Besonders deutlich wird Qureshi beim Thema Stablecoins. Er erwartet ein Angebotswachstum von rund 60 Prozent im Jahr 2026, weiterhin fast vollständig US-Dollar-dominiert. Entscheidend sei jedoch nicht die Emission, sondern die Distribution. Stablecoin-basierte Zahlungskarten könnten ein exponentielles Wachstum erleben und Stablecoins vor allem in Schwellenländern in den Alltag bringen.
Was bedeutet das für den Markt und für Bitcoin?
Aus Marktsicht zeichnet Qureshis Prognose das Bild eines Kryptojahres, das weniger von neuen Narrativen und mehr von struktureller Umsetzung geprägt ist. Bitcoin profitiert dabei nicht nur von makroökonomischen Faktoren wie erwarteten Zinssenkungen oder zunehmender Liquidität, sondern auch von regulatorischer Klarheit und wachsendem institutionellem Zugang. Gleichzeitig bleibt Bitcoin technologisch limitiert, insbesondere bei Skalierung, Transaktionskosten und Geschwindigkeit.
Gerade diese Einschränkungen sind entscheidend für die zweite Hälfte von Qureshis These: Wenn sich langfristige Trends fortsetzen und der Markt funktionale Infrastruktur über bloße Experimente stellt, gewinnen Lösungen an Bedeutung, die bestehende Netzwerke ergänzen statt ersetzen. Bitcoin könnte als Wertbasis weiter wachsen, während Innovationen zunehmend in angrenzenden Layern stattfinden.
Die Historie zeigt, dass Bitcoin-Phasen starker Preisentwicklung oft mit einem wachsenden Ökosystem einhergehen. Sinkende Dominanz bei gleichzeitig steigendem Preis deutet darauf hin, dass Kapital nicht abfließt, sondern breiter verteilt wird. Genau dieses Umfeld begünstigt Projekte, die reale Probleme adressieren und direkt an das Bitcoin-Ökosystem andocken.
Kann Bitcoin Hyper vom 2026-Szenario profitieren?
Vor diesem Hintergrund rücken junge Projekte wie Bitcoin Hyper stärker in den Fokus. Bitcoin Hyper befindet sich noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase und ist aktuell nicht an Kryptobörsen gelistet. Stattdessen läuft ein Presale, bei dem Investoren den Coin zu einem festen, rabattierten Preis von 0,013505 US-Dollar erwerben können. Dass bereits rund 29,5 Millionen US-Dollar an Presale-Funding eingesammelt wurden, unterstreicht das Interesse an dem Konzept.
Der Kern von Bitcoin Hyper liegt nicht im spekulativen Narrativ, sondern in der angestrebten Utility. Ziel des Projekts ist es, die erste voll funktionsfähige Layer-2-Blockchain für Bitcoin zu etablieren. Damit adressiert Bitcoin Hyper ein zentrales Problem des Netzwerks: langsame Transaktionen, hohe Gebühren und begrenzte Eignung für Micropayments. Die geplante Lösung basiert auf der Solana Virtual Machine und soll Bitcoin-Transaktionen deutlich schneller und günstiger machen.
Aus Anlegersicht kommt ein weiterer Faktor hinzu: Im Presale erworbene Coins können mit einer jährlichen Rendite von bis zu 39 Prozent gestakt werden. Das schafft einen zusätzlichen Anreiz zum akkumulieren.
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