Aktualisierte Ressource, PEA, Metallurgie und weitere Bohrergebnisse: Bei NexMetals stehen mehrere entscheidende Meilensteine bevor, die das wirtschaftliche Potenzial der Projekte klarer sichtbar machen könnten.
Liebe Leserinnen und Leser,
eine frühere Mine ist nicht automatisch eine neue Mine. Doch wenn historische Förderung, vorhandene Infrastruktur, neue hochgradige Bohrdaten und moderne metallurgische Tests zusammenkommen, entsteht eine Ausgangslage, die im Rohstoffsektor besondere Aufmerksamkeit verdient.
NexMetals Mining (ISIN CA65346E2042 WKN A41ALY) entwickelt mit Selebi und Selkirk zwei früher produzierende Kupfer-Nickel-Kobalt-PGE-Projekte in Botswana weiter. Der entscheidende Punkt liegt nicht allein im Metallinventar. Viel wichtiger ist die Frage, ob aus den bekannten und neu abgegrenzten Mineralisierungen wirtschaftlich tragfähige Minenpläne entstehen können.
– Anzeige – Interessenkonflikte und Disclaimer am Ende beachten – Advertorial/Werbung im Namen von NexMetals Mining (ISIN CA65346E2042 WKN A41ALY)
Vom historischen Bergbau zur neuen Wachstumsstory: NexMetals setzt auf zwei bewährte Kupfer-Nickel-Projekte
Der Fokus liegt auf der Wiederentwicklung der früher produzierenden Minen Selebi und Selkirk im etablierten Kupfer-Nickel-Gürtel Botswanas.
Das Unternehmen kontrolliert beide Projekte zu 100 Prozent. Statt bei null auf einem Greenfield-Grundstück zu beginnen, baut NexMetals auf historisch erschlossenen Standorten auf. Das kann ein entscheidender Zeit- und Kostenvorteil sein, sofern Geologie, Aufbereitung und Genehmigungen die geplante Entwicklung tatsächlich tragen.
Die Strategie ist klar: historische Bergbaubetriebe mit neuer Exploration, moderner Geophysik, aktualisierten Ressourcenschätzungen und metallurgischen Arbeiten in eine mögliche neue Produktionsphase zu überführen.
Warum ehemalige Kupfer-Nickel-Minen einen Vorteil haben können
Im Bergbau sind Infrastruktur und Zugang oft ebenso wichtig wie die Gehalte im Gestein. Ein Projekt kann geologisch attraktiv sein und trotzdem jahrelang Kapital, Genehmigungen und Bauarbeiten benötigen, bevor die erste Tonne Erz verarbeitet wird.
Bei früher produzierenden Standorten besteht dagegen zumindest die Chance, auf vorhandene Grundlagen zurückzugreifen. Dazu können zählen:
- bestehende Schächte und unterirdische Erschließung,
- Straßen, Strom- und Wasserversorgung,
- Bahnanschlüsse und regionale Bergbaudienstleister,
- historische Produktionsdaten,
- bekannte mineralisierte Strukturen.
Aber: Historische Infrastruktur ist kein Ersatz für eine aktuelle Machbarkeitsprüfung. Anlagen können modernisiert werden müssen, alte Grubenbaue können Einschränkungen verursachen, und frühere Förderdaten garantieren weder heutige Reserven noch künftige Wirtschaftlichkeit.
Selebi: Das hochgradige Untertage-Potenzial
Selebi ist das zentrale Projekt von NexMetals. Die rund 11.500 Hektar große Mining Licence umfasst Selebi und Selebi North und liegt etwa 150 Kilometer südöstlich von Francistown. Vor der Stilllegung im Jahr 2016 wurden dort seit 1980 rund 40,5 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 0,64 Prozent Nickel und 0,90 Prozent Kupfer gefördert.
Die historische Bergbauinfrastruktur umfasst zwei Schächte sowie Straßen-, Strom-, Wasser- und Bahnanbindung. Die alten Grubenbaue reichen bei Selebi bis in rund 900 Meter Tiefe und bei Selebi North bis rund 940 Meter. Genau diese Kombination aus bekannter Lagerstätte und physischer Erschließung verleiht dem Projekt seine besondere Ausgangsposition.
Die Karte zeigt die beiden historischen Minenbereiche innerhalb der Selebi-Lizenz.
Die Ressource bei Selebi North
Die 2024 veröffentlichte NI-43-101-konforme Ressource für Selebi North umfasst:
- 3,0 Millionen Tonnen in der Kategorie Indicated mit 0,90 Prozent Kupfer und 0,98 Prozent Nickel, entsprechend 2,92 Prozent Kupferäquivalent.
- 24,7 Millionen Tonnen in der Kategorie Inferred mit 1,50 Prozent Kupfer und 0,92 Prozent Nickel, entsprechend 3,40 Prozent Kupferäquivalent.
Nach Unternehmensangaben enthält diese Ressource rund 371.000 Tonnen Kupfer und 227.000 Tonnen Nickel. Die Einordnung der Kategorien ist dabei essenziell: Indicated besitzt eine höhere geologische Vertrauensstufe als Inferred. Inferred-Material darf nicht einfach, wie eine wirtschaftlich nachgewiesene Reserve behandelt werden.
Die Ressourcentabelle trennt zwischen Indicated- und Inferred-Material und macht die unterschiedliche Vertrauensstufe sichtbar.
Flexure Zone: Warum neue Bohrungen entscheidend sind
Die laufende Exploration bei Selebi konzentriert sich unter anderem auf Main Zone, Lower Zone und Flexure Zone. Besonders die Flexure Zone könnte für die nächste Entwicklungsphase entscheidend werden, weil dort Mineralisierung deutlich außerhalb der bisherigen Ressourcengrenzen nachgewiesen wurde.
Genannt wurden unter anderem folgende Bohrabschnitte:
- 11,05 Meter mit 7,31 Prozent Kupferäquivalent in Bohrung SMD25-201.
- 10,4 Meter mit 7,2 Prozent Kupferäquivalent in Bohrung SMD26-209, rund 320 Meter außerhalb der bisherigen Ressource.
- 11,15 Meter mit 7,65 Prozent Kupferäquivalent in Bohrung SMD26-212W1.
Die hochgradige Sulfid Zone lässt sich über einen Trend von etwa 1,45 Kilometern verfolgen und ist weiterhin offen. „Offen“ bedeutet im Explorationskontext, dass die Mineralisierung an den bisher erbohrten Grenzen noch nicht abgeschlossen ist. Das ist ein positives geologisches Signal, aber kein Beweis für eine spätere Ressourcenerweiterung.
Die Bohrdarstellung verdeutlicht, dass die neue Mineralisierung über die Ressourcengrenzen von 2024 hinaus verfolgt wird.
Auch Selebi North lieferte einen breiten Abschnitt: Bohrung SNUG25-107 ergab 18,8 Meter mit 3,9 Prozent Kupferäquivalent. Für die nächste Ressourcenschätzung sollen bei Selebi North 42.672 Bohrmeter aus 95 Bohrungen einfließen. Genau hier liegt der nächste große Prüfstein: Lassen sich die spektakulären Einzelabschnitte zu einer ausreichend großen, zusammenhängenden und wirtschaftlich verwertbaren Ressource verdichten?
Selkirk: Große Ressource mit möglicher Tagebau-Perspektive
Selkirk liegt rund 28 Kilometer südwestlich von Francistown. Die Mining Licence umfasst rund 14,6 Quadratkilometer und wird durch etwa 126,7 Quadratkilometer an umliegenden Explorationslizenzen ergänzt.
Zwischen 1989 und 2002 wurden bei Selkirk etwa eine Million Tonnen mit durchschnittlich 1,6 Prozent Kupfer und 2,6 Prozent Nickel gefördert. Während der historische Massivsulfidkörper weitgehend abgebaut wurde, besteht laut Projektbeschreibung eine breite disseminierte Mineralisierung. Sie ist typischerweise 100 bis 150 Meter mächtig, über rund 900 Meter ab Oberfläche verfolgt und in der Tiefe noch offen.
Diese Geometrie ist der Grund, warum Selkirk primär als potenzielles Tagebauprojekt betrachtet wird. Ein Tagebau kann bei einer oberflächennahen, breit gelagerten Mineralisierung grundsätzlich andere betriebliche Voraussetzungen bieten als ein tiefes Untertageprojekt.
Selkirk umfasst eine historische Mine und angrenzende Explorationsflächen in der Nähe von Francistown.
Die aktualisierte Selkirk-Ressource
Die aktualisierte Ressource weist 78,2 Millionen Tonnen in der Kategorie Indicated mit 0,66 Prozent Kupferäquivalent sowie weitere 15,1 Millionen Tonnen in der Kategorie Inferred mit 0,60 Prozent Kupferäquivalent aus.
Im Indicated-Bereich sind nach Unternehmensangaben rund 163.000 Tonnen Nickel, 181.000 Tonnen Kupfer, 9.200 Tonnen Kobalt, 245.000 Unzen Platin und 1,066 Millionen Unzen Palladium enthalten. Dies entspricht insgesamt ungefähr 1,14 Milliarden Pfund Kupferäquivalent. Die Inferred-Ressource enthält weitere rund 200 Millionen Pfund Kupferäquivalent.
Gegenüber der vorherigen Schätzung stieg das enthaltene Kupferäquivalentmetall laut Unternehmensangaben um rund 70 Prozent. Breite Bohrabschnitte von 231 Metern mit 0,9 Prozent Kupferäquivalent und 180,8 Metern mit 1,1 Prozent Kupferäquivalent unterstreichen die großvolumige Natur der Mineralisierung.
Die aktualisierte Ressource bildet die Grundlage für die technische und wirtschaftliche Bewertung eines möglichen Tagebaus.
Metallurgie: Der Schritt vom Gestein zum verkaufbaren Konzentrat
Eine Ressource allein reicht nicht. Erz muss sich technisch sinnvoll aufbereiten lassen, und die daraus entstehenden Konzentrate müssen den Anforderungen potenzieller Abnehmer entsprechen. Deshalb sind metallurgische Tests ein zentraler Baustein jedes Entwicklungsprojekts.
Bei Selkirk erreichten die Tests laut Unternehmensangaben etwa 81 Prozent Kupferausbringung in ein Konzentrat mit 30,2 Prozent Kupfer. Für Nickel wurden etwa 54 Prozent Ausbringung in ein Konzentrat mit 10,9 Prozent Nickel erzielt. Beide Konzentrate erfüllten nach Angaben des Unternehmens kommerzielle Hüttenanforderungen.
Das ist ein wichtiges technisches Signal. Dennoch bleiben weitere Fragen offen: Wie repräsentativ sind die Testproben für die gesamte Lagerstätte? Welche Durchsätze, Reagenzienverbräuche und Rückgewinnungen sind im späteren Betrieb erreichbar? Und wie entwickeln sich Transport-, Schmelz- und Raffinationskosten? Die nächsten Testreihen und Studien müssen darauf belastbare Antworten liefern.
PEA und Ressourcenschätzung: Die nächsten Werttreiber richtig einordnen
NexMetals plant für Selebi eine aktualisierte Ressourcenschätzung und eine erste Preliminary Economic Assessment, kurz PEA. Für Selkirk bilden die neue Ressource, die Metallurgie und ein verwendetes Tagebaumodell mit Basis-Bergbaukosten von 3 US-Dollar je Tonne eine Grundlage für die weitere Entwicklung in Richtung Vormachbarkeitsstudie.
Eine PEA ist eine frühe wirtschaftliche Studie. Sie kann aufzeigen, ob ein Projekt unter den verwendeten Annahmen grundsätzlich wirtschaftlich erscheinen könnte. Sie ist aber keine Machbarkeitsstudie und keine Zusage, dass eine Mine gebaut wird.
Diese Punkte sollte eine belastbare PEA beantworten
- Abbaukonzept: Untertagebau, Tagebau oder eine Kombination aus beiden?
- Produktionsprofil: Wie viele Tonnen Erz sollen pro Jahr verarbeitet werden?
- Metallausbringung: Wie viel Kupfer, Nickel und weitere Metalle gelangen tatsächlich in Konzentrate?
- Investitionskosten: Welche Ausgaben sind für Sanierung, Bau, Aufbereitung und Infrastruktur notwendig?
- Betriebskosten: Wie robust ist das Projekt bei höheren Kosten oder niedrigeren Metallpreisen?
- Projektlaufzeit: Reicht die Ressource für einen ausreichend langen Betrieb?
- Sensitivitäten: Wie verändern Metallpreise, Wechselkurse und Rückgewinnungsraten die Wirtschaftlichkeit?
Der spannendste Moment für Selebi wird erreicht sein, wenn die neuen hochgradigen Zonen nicht nur in eine größere Ressource einfließen, sondern auch einen überzeugenden Minenplan unterstützen. Dann würde aus geologischem Potenzial ein klarer technischer Entwicklungspfad.
Erfahrenes Management trifft auf starke Finanzierung: NexMetals schafft die Basis für die nächste Entwicklungsphase
Bei komplexen Brownfield-Projekten ist Umsetzungserfahrung entscheidend. NexMetals verweist auf ein Management und Board mit langjährigem Bergbauhintergrund. CEO Sean White verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung und hatte leitende Positionen bei BHP, Rio Tinto und Cliffs inne. CFO Brad MacKay war zuvor unter anderem elf Jahre bei Lundin Mining tätig.
Im Board finden sich zudem ehemalige Führungskräfte großer Bergbauunternehmen, darunter Personen mit Erfahrung bei Kinross Gold, Ivanhoe und Palabora Mining sowie beim Oyu-Tolgoi-Projekt.
Die Restrukturierung im Jahr 2025 umfasste laut Unternehmensangaben mehr als 145 Millionen kanadische Dollar Kapitalaufnahme. Eine vorzeitige Zahlung von 25 Millionen US-Dollar ermöglichte den lastenfreien Erwerb von Selebi und Selkirk.
Zum 21 September 2026 waren rund 35,5 Millionen Stammaktien ausstehend und etwa 60,6 Millionen Aktien auf vollständig verwässerter Basis. Für Anleger ist dieser Unterschied bedeutsam: Die vollständig verwässerte Zahl berücksichtigt potenziell zusätzlich entstehende Aktien etwa aus Optionen oder Warrants und hilft, mögliche Verwässerung realistischer einzuschätzen.
Welche Katalysatoren sind für NexMetals relevant?
Entwicklungsunternehmen werden selten allein über historische Produktion bewertet. Der Markt blickt vor allem auf die nächsten Datenpunkte, die Unsicherheit abbauen oder erhöhen können. Bei NexMetals stehen insbesondere diese Ereignisse im Fokus:
- Weitere Bohrergebnisse aus der Selebi Flexure Zone: Entscheidend sind Kontinuität, Mächtigkeit und Gehalte entlang des 1,45 Kilometer langen Trends.
- Aktualisierte Selebi-Ressource: Sie muss zeigen, ob die Exploration zu einer materiellen Erweiterung führt.
- Erste PEA für Selebi: Sie soll Ressourcen, Abbau, Verarbeitung und Kosten in ein wirtschaftliches Gesamtkonzept übersetzen.
- Weitere metallurgische Optimierungen: Verbesserte Ausbringungsraten können die Projektökonomie deutlich beeinflussen.
- Nächster Entwicklungsschritt bei Selkirk: Hier wird sich zeigen, ob der potenzielle Tagebaupfad in eine Vormachbarkeitsstudie übergeht.
Die wichtigsten Risiken bei Kupfer-Nickel-Entwicklungswerten
Die Kombination aus zwei historischen Minen, wachsender Ressourcenbasis und vorhandener Infrastruktur kann vielversprechend sein. Gerade deshalb ist es wichtig, die Risiken nüchtern zu betrachten. Sie verschwinden nicht, nur weil die Ausgangslage attraktiv ist.
- Explorationsrisiko: Neue Bohrungen können hochgradige Zonen bestätigen, aber auch Unterbrechungen oder geringere Kontinuität zeigen.
- Ressourcenrisiko: Mineralressourcen sind keine Mineralreserven. Besonders Inferred-Ressourcen besitzen eine niedrigere Sicherheit.
- Metallurgierisiko: Ergebnisse aus Testprogrammen müssen im späteren Betrieb reproduzierbar sein.
- Kostenrisiko: Kapital- und Betriebskosten können höher ausfallen als frühe Annahmen.
- Preisrisiko: Die Wirtschaftlichkeit hängt unter anderem von Kupfer-, Nickel-, Kobalt-, Platin- und Palladiumpreisen ab.
- Finanzierungs- und Verwässerungsrisiko: Weitere Projektfortschritte können zusätzliches Kapital und neue Aktien erfordern.
- Genehmigungs- und Umsetzungsrisiko: Eine technisch plausible Studie ist noch kein fertiger, genehmigter und finanzierter Bergbaubetrieb.
Woran sich der Fortschritt von NexMetals messen lassen wird
NexMetals Mining (ISIN CA65346E2042 WKN A41ALY) steht an einem spannenden Übergangspunkt. Selebi bietet die seltene Verbindung aus historischer Untertageinfrastruktur, einer bestehenden Ressource und hochgradigen Explorationstreffern außerhalb der bisherigen Grenzen. Selkirk ergänzt das Profil mit einer großvolumigen, oberflächennahen Ressource und einer möglichen Tagebauperspektive.
Die Story wird jedoch nicht durch einzelne Bohrabschnitte entschieden. Der wahre Maßstab ist anspruchsvoller und zugleich viel interessanter: Kann NexMetals die neue Mineralisierung in größere, belastbare Ressourcen überführen, gute Metallausbringungen bestätigen und daraus wirtschaftlich attraktive Minenpläne entwickeln?
Gelingt dieser Nachweis, könnte aus zwei historischen Standorten eine überzeugende neue Entwicklungsplattform für Kupfer, Nickel und weitere kritische Metalle entstehen. Bis dahin bleibt eine sorgfältige Prüfung von Studien, Ressourcenkategorien, Finanzierung und technischen Fortschritten unverzichtbar.
Fazit: Warum NexMetals Mining auf den Anlegerradar gehört
NexMetals Mining (ISIN CA65346E2042 WKN A41ALY) gehört zu den Rohstoffwerten, die Anleger nicht deshalb beobachten sollten, weil die Entwicklung bereits abgeschlossen wäre, sondern weil das Unternehmen an einem Punkt steht, an dem sich in relativ kurzer Zeit sehr viel an der Wahrnehmung und Bewertung ändern kann. Genau diese Phase ist bei Entwicklungsunternehmen oft besonders spannend: Die großen geologischen Fragen sind nicht mehr völlig offen, gleichzeitig stehen mehrere technische und wirtschaftliche Meilensteine noch bevor.
Der wichtigste Punkt ist die Ausgangsbasis. NexMetals entwickelt mit Selebi und Selkirk zwei früher produzierende Kupfer-Nickel-Projekte weiter. Das unterscheidet die Gesellschaft von vielen klassischen Explorern, die zunächst überhaupt beweisen müssen, dass sich aus einem frühen Projekt jemals ein realistisches Minenkonzept entwickeln lässt. Bei NexMetals existieren bereits historische Bergbaudaten, Infrastruktur, bekannte mineralisierte Strukturen und umfangreiche technische Informationen. Bei Selebi kommen bestehende Untertageerschließungen, Schächte sowie Straßen-, Strom-, Wasser- und Bahnanbindung hinzu. Selkirk ergänzt diese Brownfield-Story um eine große, oberflächennahe Ressource mit möglicher Tagebauperspektive.
Gerade Selebi könnte dabei zum entscheidenden Werttreiber werden. Die vorhandene Ressource ist bereits substanziell, doch der Markt dürfte vor allem darauf achten, ob die neuen Bohrungen außerhalb der bisherigen Ressourcengrenzen in eine deutlich größere und zusammenhängende Lagerstätte überführt werden können. Die hochgradige Flexure Zone lässt sich laut den vorliegenden Daten bereits über einen Trend von rund 1,45 Kilometern verfolgen und ist weiterhin offen. Treffer wie 11,15 Meter mit 7,65 Prozent Kupferäquivalent zeigen, warum die nächsten Ressourcenschätzungen für Anleger von großer Bedeutung sind.
Auch Selkirk sollte dabei nicht unterschätzt werden. Mit 78,2 Millionen Tonnen Indicated und weiteren 15,1 Millionen Tonnen Inferred verfügt das Projekt über eine deutlich größere Volumenbasis. Laut Unternehmensangaben stieg das enthaltene Kupferäquivalentmetall gegenüber der vorherigen Schätzung um rund 70 Prozent. Breite mineralisierte Abschnitte unterstreichen die großvolumige Struktur des Systems. Damit besitzt NexMetals zwei Projekte mit sehr unterschiedlichen Charakteristika: Selebi als potenziell hochgradiges Untertageprojekt und Selkirk als mögliches großvolumiges Tagebauprojekt. Diese Kombination kann für die langfristige Projektentwicklung strategisch interessant sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Metallurgie. Bei vielen Explorationsprojekten sieht die Ressource auf dem Papier beeindruckend aus, während später die Aufbereitung zum Problem wird. Bei Selkirk konnten in bisherigen Tests separate Kupfer- sowie Nickelkonzentrate erzeugt werden. Das Unternehmen berichtet von etwa 81 Prozent Kupferausbringung und rund 54 Prozent Nickelausbringung, wobei die erzeugten Konzentrate kommerziellen Hüttenanforderungen entsprochen haben sollen. Das ersetzt noch keine Machbarkeitsstudie, ist aber ein bedeutender technischer Schritt auf dem Weg von der Ressource zu einem potenziell wirtschaftlichen Projekt.
Der nächste große Bewertungshebel dürfte nun von den kommenden Studien ausgehen. Für Selebi sind eine aktualisierte Ressourcenschätzung und eine erste Preliminary Economic Assessment (PEA) vorgesehen. Genau hier könnte sich entscheiden, ob sich das geologische Potenzial auch in ein belastbares wirtschaftliches Konzept übersetzen lässt. Investitionskosten, Betriebskosten, Produktionsvolumen, Metallausbringung und Projektlaufzeit werden wesentlich bestimmen, wie Anleger Selebi künftig einordnen. Parallel dazu könnte Selkirk den nächsten Schritt in Richtung einer Vormachbarkeitsstudie machen.
Hinzu kommt die personelle und finanzielle Basis. NexMetals verweist auf ein Management und Board mit umfangreicher Erfahrung bei großen Bergbaukonzernen. Gleichzeitig wurden im Zuge der Restrukturierung 2025 laut Unternehmensangaben mehr als 145 Millionen CAD aufgenommen. Der lastenfreie Erwerb von Selebi und Selkirk beseitigte zudem eine wesentliche strukturelle Unsicherheit. Für ein Unternehmen, das zwei komplexe Brownfield-Projekte parallel entwickeln will, ist diese Kombination aus Kapitalmarktzugang und Bergbauerfahrung von erheblicher Bedeutung.
Aus Anlegersicht besonders interessant ist jedoch die Dichte der bevorstehenden Katalysatoren. Weitere Bohrergebnisse aus der Flexure Zone, die aktualisierte Selebi-Ressource, die erste PEA, weitere metallurgische Optimierungen und der nächste Entwicklungsschritt bei Selkirk können innerhalb relativ kurzer Zeit deutlich mehr Klarheit darüber schaffen, welchen wirtschaftlichen Wert die beiden Projekte tatsächlich besitzen. Genau solche Phasen können bei Entwicklungsunternehmen zu einer Neubewertung führen – positiv wie negativ.
Deshalb sollte die Aktie auch nicht als bereits fertige Minenstory betrachtet werden. NexMetals Mining (ISIN CA65346E2042 WKN A41ALY) bleibt ein Entwicklungsunternehmen. Mineralressourcen sind keine Reserven, Inferred-Ressourcen besitzen eine geringere geologische Sicherheit, Kosten können steigen, Metallpreise können fallen und weitere Projektfortschritte können zusätzliches Kapital erfordern. Auch Genehmigung, Finanzierung und spätere Bauentscheidung sind noch keine Selbstläufer.
Gerade diese Mischung macht NexMetals jedoch zu einem Wert, den rohstoffaffine Anleger auf dem Radar behalten können. Das Unternehmen verfügt über zwei historische Minenstandorte, bestehende Infrastruktur, eine wachsende Ressourcenbasis, hochgradige neue Bohrtreffer, erste positive metallurgische Ergebnisse und mehrere bevorstehende technische Meilensteine. Damit existieren gleich mehrere Ansatzpunkte, über die sich das Risikoprofil des Unternehmens in den kommenden Monaten verändern kann.
Der entscheidende Prüfstein wird sein, ob NexMetals die aktuell sehr attraktive geologische Geschichte in belastbare Wirtschaftlichkeit überführen kann. Gelingt es, die hochgradigen Zonen bei Selebi in eine größere Ressource einzubinden, überzeugende Wirtschaftlichkeitsdaten vorzulegen und zugleich Selkirk technisch weiter in Richtung eines möglichen Tagebaus zu entwickeln, könnte aus zwei historischen Bergbaustandorten eine deutlich größere Kupfer-Nickel-Entwicklungsplattform entstehen. Genau deshalb erscheint es sinnvoll, die Aktie in den kommenden Monaten eng zu verfolgen – denn die nächsten Unternehmensmeldungen könnten wesentlich mehr über den tatsächlichen Wert dieser beiden Projekte verraten als die bisherigen Bohrergebnisse allein.
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