Steigende Gewinne, steigende Inflation, steigende Renditen – auf dem Weg zu neuen Gipfeln? 08.07.2026, 05:15 Uhr von onemarkets Blog

SpaceX feierte den bislang größten Börsengang der Geschichte, Anthropic und OpenAI stehen ebenfalls in den Startlöchern, die US-Notenbank hat mit Kevin Warsh einen neuen Vorsitzenden und die EZB hat nach langer Zeit die Zinsen erhöht. Von Sommerpause ist an den Finanzmärkten also wenig zu spüren. Umso wichtiger ist es, den Überblick zu behalten und aktuelle Entwicklungen richtig einzuordnen. Die Expertinnen und Experten des Investment Institute by UniCredit analysieren die aktuelle Lage und geben ihre Einschätzung zu Chancen und Risiken in den kommenden Monaten.


Seit der Eskalation der Spannungen im Nahen Osten haben US-Aktien und IT-Unternehmen in den Emerging Markets die globale Entwicklung angeführt. Zwar sorgten zuletzt erhöhte und weiterhin potenziell volatile Energiekosten sowie geopolitische Risiken für Gegenwind, doch die hohen Gewinnerwartungen vieler Unternehmen, die insbesondere vom anhaltenden Investitionsboom im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) profitieren, gleichen diese Belastungen derzeit weitgehend aus.

Gewinne der US-Unternehmen wachsen weiter

Das Gewinnwachstum dürfte robust bleiben, denn viele Unternehmen haben ihre Kosten im Griff und die gestiegenen Umsätze schlagen sich teils überproportional in den Gewinnen nieder. Aufgrund einer anhaltend hohen Nachfrage können die Unternehmen gestiegene Kosten zumindest teilweise über höhere Preise weitergeben.

Ein zentraler Baustein der strukturellen Wachstumsstory sind die großen Technologiekonzerne. Doch inzwischen liefern auch stärker zyklisch ausgerichtete Segmente einen positiven Beitrag. Das spricht dafür, dass die Marktentwicklung nicht nur auf steigenden Bewertungen, sondern auch auf realem Gewinnwachstum der Unternehmen beruht. Zu den größten Risiken zählen anhaltender Inflationsdruck und steigende Kapitalmarktrenditen.

Vor diesem Hintergrund richten viele Anlegerinnen und Anleger ihren Blick auf den neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh. Zwar hat sich Präsident Trump mehrfach für Zinssenkungen ausgesprochen, gleichzeitig gilt jedoch die Unabhängigkeit der US-Notenbank als zentrales Prinzip ihrer Geldpolitik. Das wirtschaftliche Umfeld spricht derzeit nicht für Zinssenkungen. Zölle und zuletzt auch der Iran-Konflikt haben die Inflation im Mai auf 4,2 Prozent und damit über das Ziel von 2 Prozent steigen lassen. Entsprechend beließ die Fed die Zinsen bei ihrer ersten Sitzung unter Warsh unverändert. Wichtiger noch ist, dass Hinweise auf mögliche Zinssenkungen ausblieben – ein Signal, das im Weißen Haus kaum auf Zustimmung stoßen dürfte.

Europa stärker von Geopolitik betroffen

Europäische Aktien reagieren derzeit empfindlicher auf geopolitische Spannungen. Ein wesentlicher Grund dafür sind die kräftigen Aufschläge bei den Energiekosten in den vergangenen Monaten, die Unternehmen und Wirtschaft stärker belasten. Auch die Unsicherheit über die Entwicklung wichtiger Handelsrouten, wie etwa der Straße von Hormus, sowie zunehmende Sorgen über die Entwicklung der Nachfrage wirken sich negativ auf die Erwartungen aus.

Wie bei früheren Energiepreisschocks erfolgt die Anpassung schrittweise. Kurzfristig können viele Unternehmen die höheren Kosten noch selbst tragen oder sie über höhere Preise an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben. Sollten die Energiepreise wieder anziehen oder weiter volatil bleiben, steigt das Risiko einer Abschwächung der Nachfrage.

Auf Indexebene ergibt sich ein gemischtes Bild: Einerseits profitieren Energieunternehmen von höheren Öl- und Gaspreisen, andererseits geraten viele konjunkturabhängige und auf den heimischen Markt ausgerichtete Branchen durch die schwächere Nachfrage unter Druck. Hinzu kommt, dass Europa bislang deutlich weniger von langfristigen Wachstumstrends wie dem KI-Boom profitiert als die USA.

Sollten die Energiepreise erneut anziehen oder anhaltend schwanken, könnte der bereits erhöhte Inflationsdruck weiter zunehmen. Höhere Zinsen oder restriktivere Finanzierungsbedingungen wären wahrscheinlich und könnten die Kursentwicklung an den europäischen Aktienmärkten zusätzlich belasten.

Emerging Markets – attraktiv dank KI und Rohstoffen

Die Anfang des Jahres zu beobachtende Diversifikation in europäische Aktien ist ins Stocken geraten. Stattdessen fließt wieder mehr Kapital in Märkte mit höherer Gewinntransparenz und stärkerer struktureller Wachstumsdynamik wie die USA und die Emerging Markets.

Allerdings zeigen sich dabei deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen bzw. Schwellenländern. Während asiatische Märkte, z. B. Südkorea und Taiwan, von Halbleiter- und Hardwareverflechtungen profitieren, wird das Wachstum in Lateinamerika stark von Rohstoffen getrieben. Diese Kombination unterstreicht die Rolle der Schwellenländer als Quelle für eine diversifizierte Performance, wenngleich sie empfindlich auf eine Straffung der globalen Liquiditätsbedingungen durch höhere US-Renditen und einen stärkeren Dollar reagieren.

Diversifiziert in Schwellenländer investieren

Einen breiten Zugang zu diesen Märkten bietet der onemarkets J.P. Morgan Emerging Countries Fund. Der Fonds investiert in verschiedene Regionen, darunter Asien, Lateinamerika und Nordafrika. Viele dieser Volkswirtschaften zeichnen sich durch strukturelles Wachstum, eine junge Bevölkerung, steigende Investitionen in Infrastruktur und Technologie sowie eine geringere Staatsverschuldung im Vergleich zu vielen Industrieländern aus.

Aktuell liegt der Schwerpunkt des Fonds auf Unternehmen aus den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation. Zu den größten Beteiligungen zählen Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), Samsung Electronics und SK Hynix (Stand: 29.05.2026). Diese Konzerne spielen eine Schlüsselrolle in der globalen Halbleiterindustrie und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für Anwendungen rund um KI. Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass eine Abschwächung der hohen Erwartungen in diesem Sektor auch zu deutlichen Kursrückgängen führen kann.

Mit defensiveren Strategien durch unruhige Zeiten

Für Anlegerinnen und Anleger, denen die Unsicherheit an den Märkten derzeit zu groß ist und die defensivere Anlageideen bevorzugen, könnten die folgenden beiden Fonds interessant sein:

  • Der onemarkets (IRL) Future of Global Infrastructure Fund investiert weltweit in 60 bis 80 Unternehmen aus dem Infrastruktursektor. Dazu zählen beispielsweise Versorgungsunternehmen, Betreiber von Energietransportnetzen, Mautstraßen, Flughäfen, Telekommunikationsnetzen oder Eisenbahninfrastruktur. Viele dieser Unternehmen verfügen über langlebige Vermögenswerte und Geschäftsmodelle mit oftmals gut planbaren Cashflows, die weniger stark von konjunkturellen Schwankungen beeinflusst werden. Gleichzeitig dürfte der weltweite Modernisierungsbedarf hoch bleiben, da Regierungen und Unternehmen für die kommenden Jahre erhebliche Investitionen in die Infrastruktur planen.
  • Der onemarkets UC High Dividend Europe Fund investiert in europäische Unternehmen mit vergleichsweise hoher Dividendenrendite und aus Sicht des Fondsmanagements soliden Fundamentaldaten. Bei der Auswahl stehen stabile Erträge, eine robuste Bilanz und nachhaltig finanzierbare Dividenden im Fokus. Dadurch entsteht eine Aktienausrichtung, die im Vergleich mit dem breiten Markt von Natur aus defensiver sein sollte. Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Strategie ist der systematische Einsatz von Optionsverkäufen, um das Risiko zu reduzieren und die Erträge zu steigern.

Bei beiden Fonds sollten Anlegerinnen und Anleger allerdings beachten, dass auch defensivere Strategien Wertschwankungen unterliegen und Dividendenzahlungen nicht garantiert sind.

Steigende Renditen sorgen für Gegenwind

Seit dem Ausbruch des Krieges im Iran sind die Renditen von Staatsanleihen deutlich gestiegen. Zehnjährige Staatsanleihen in den USA, Großbritannien und Japan erreichten dabei Mehrjahreshochs. Ausschlaggebend dabei war in den USA und Großbritannien die Erwartung des Marktes, dass die Zentralbanken ihre Geldpolitik länger straff halten oder die Zinsen sogar weiter anheben könnten. In Japan hingegen haben sich die Erwartungen an die Geldpolitik der Bank of Japan bislang kaum verändert.

Für Anleiheinvestorinnen und -investoren ergeben sich in diesem Umfeld zwei zentrale Herausforderungen. Erstens hängt die Wertentwicklung von Anleihen zunehmend von den Erwartungen an die Geldpolitik ab, die ihrerseits stark sensitiv gegenüber Energiepreisen und geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Inflation sind. Zweitens könnten Anleihen zwar von einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums profitieren, da die Renditen primär durch geldpolitische Erwartungen getrieben sind, sie bleiben jedoch anfällig für einen weiteren Anstieg der Laufzeitprämien. Dieses Risiko ist vor allem in den USA und Großbritannien angesichts hoher Haushaltsdefizite, sich verschlechternder fiskalischer Fundamentaldaten und eines fragilen politischen Umfelds relevant, betrifft aber zunehmend auch Staatsanleihen der Eurozone.

Auch bei Anleihen über den Tellerrand blicken

Vor diesem Hintergrund bleiben die Expertinnen und Experten des Investment Institute by UniCredit bei Staatsanleihen aus Industrieländern vorsichtig. Attraktiver erscheinen ihnen derzeit Anleihen aus den Schwellenländern. Eine Möglichkeit, an deren Entwicklung zu partizipieren, bietet der onemarkets J.P. Morgan Emerging Markets Short Term Bond Fund.

Der Fonds investiert in kurzlaufende Staats- und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern, die auf Hartwährungen wie US-Dollar oder Euro lauten. Das Fondsmanagement kombiniert dabei einen Top-down- und einen Bottom-up-Ansatz: Zunächst werden Länder und Wirtschaftsbereiche analysiert, die sich aufgrund von Konjunktur, Inflation oder Zinspolitik als besonders attraktiv erweisen. Anschließend werden innerhalb dieser Märkte gezielt einzelne Anleihen ausgewählt, die aus Sicht des Fondsmanagements besonders interessante Chancen bieten. Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch beachten, dass mit den höheren Renditechancen auch erhöhte Risiken verbunden sind. Dazu zählen insbesondere Markt-, Liquiditäts- und Zinsrisiken sowie eine höhere Volatilität.
Anlegerinnen und Anleger sollten sich bewusst sein, dass sie bei aktiv gemanagten Fonds keine Kontrolle über die Auswahl der Anlagen haben, d. h. sie sind von der Expertise und den Entscheidungen des Portfoliomanagements abhängig. Wie andere Anlageprodukte unterliegen auch Fonds Marktbewegungen und können Schwankungen aufweisen, die zu Kapitalverlusten führen können.

onemarkets J.P. Morgan Emerging Countries Fund
Fondsdaten
Fondstyp Aktienfonds
Anlageverwalter J.P. Morgan Asset Management (UK) Limited
Fondswährung EUR
Anteilsklasse* M MD
Ertragsverwendung thesaurierend** ausschüttend***
ISIN / WKN LU2503834363 / A3DRHJ LU2503834280 / A3DRHK
Einstiegskosten bis 5,00 % bis 5,00 %
Gesamtkostenquote 2,46 % p. a. 2,46 % p. a.
Mindestanlage EUR 100,- EUR 100,-
Sparplan ab EUR 25,- möglich ab EUR 25,- möglich
Weitere Informationen zum Produkt unter:
>> onemarkets J.P. Morgan Emerging Countries Fund
*Weitere Anteilsklassen vorhanden.
**Erträge aus dem Fonds wie Dividenden oder Zinsen werden im Fonds wieder angelegt.
***Erträge aus dem Fonds wie Dividenden oder Zinsen werden ausgeschüttet.
Bitte beachten Sie den Disclaimer unten. Weitere Informationen zum Fonds finden Sie auf onemarkets.de bei Eingabe der ISIN im Suchfeld.
Stand: 30.06.2026. Quelle: onemarkets (UniCredit Bank GmbH)

onemarkets (IRL) Future of Global Infrastructure Fund
Fondsdaten
Fondstyp Aktienfonds
Anlageverwalter Nova Investment Management Limited
Fondswährung EUR
Anteilsklasse* P
Ertragsverwendung thesaurierend**
ISIN / WKN IE0002XXR3X8 / A41FUD
Einstiegskosten bis 5,00 %
Gesamtkostenquote 2,40 % p. a.
Mindestanlage EUR 100,-
Sparplan ab EUR 25,- möglich
Weitere Informationen zum Produkt unter:
>> onemarkets (IRL) Future of Global Infrastructure Fund
*Weitere Anteilsklassen vorhanden.
**Erträge aus dem Fonds wie Dividenden oder Zinsen werden im Fonds wieder angelegt.
Bitte beachten Sie den Disclaimer unten. Weitere Informationen zum Fonds finden Sie auf onemarkets.de bei Eingabe der ISIN im Suchfeld.
Stand: 30.06.2026. Quelle: onemarkets (UniCredit Bank GmbH)

onemarkets UC High Dividend Europe Fund
Fondsdaten
Fondstyp Aktienfonds
Anlageverwalter UniCredit Invest Lux S.A.
Fondswährung EUR
Anteilsklasse* M MD
Ertragsverwendung thesaurierend** ausschüttend***
ISIN / WKN LU3223288344 / A41SQ3 LU3223288690 / A41SQ4
Einstiegskosten bis 5,00 % bis 5,00 %
Gesamtkostenquote 2,05 % p. a. 2,05 % p. a.
Mindestanlage EUR 100,- EUR 100,-
Sparplan ab EUR 25,- möglich ab EUR 25,- möglich
Weitere Informationen zum Produkt unter:
>> onemarkets UC High Dividend Europe Fund
*Weitere Anteilsklassen vorhanden.
**Erträge aus dem Fonds wie Dividenden oder Zinsen werden im Fonds wieder angelegt.
***Erträge aus dem Fonds wie Dividenden oder Zinsen werden ausgeschüttet.
Bitte beachten Sie den Disclaimer unten. Weitere Informationen zum Fonds finden Sie auf onemarkets.de bei Eingabe der ISIN im Suchfeld.
Stand: 30.06.2026. Quelle: onemarkets (UniCredit Bank GmbH)

onemarkets J.P. Morgan Emerging Markets Short Term Bond Fund
Fondsdaten
Fondstyp Rentenfonds
Anlageverwalter J.P. Morgan Asset Management (UK) Limited
Fondswährung EUR
Anteilsklasse* M MD
Ertragsverwendung thesaurierend** ausschüttend***
ISIN / WKN LU2673936303 / A3EUGU LU2673936485 / A3EUGV
Einstiegskosten bis 5,00 % bis 5,00 %
Gesamtkostenquote 2,04 % p. a. 2,04 % p. a.
Mindestanlage EUR 100,- EUR 100,-
Sparplan ab EUR 25,- möglich ab EUR 25,- möglich
Weitere Informationen zum Produkt unter:
>> onemarkets J.P. Morgan Emerging Markets Short Term Bond Fund
*Weitere Anteilsklassen vorhanden.
**Erträge aus dem Fonds wie Dividenden oder Zinsen werden im Fonds wieder angelegt.
***Erträge aus dem Fonds wie Dividenden oder Zinsen werden ausgeschüttet.
Bitte beachten Sie den Disclaimer unten. Weitere Informationen zum Fonds finden Sie auf onemarkets.de bei Eingabe der ISIN im Suchfeld.
Stand: 30.06.2026. Quelle: onemarkets (UniCredit Bank GmbH)

 

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