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NATO setzt auf Drohnen ohne GPS

Warum KI-Navigation zum nächsten großen Defense-Tech-Thema wird 14.10.2026, 04:53 Uhr von SmallMicrocap Jetzt kommentieren: 0

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Wenn Satellitensignale gestört werden, können selbst moderne Drohnen ihre Orientierung verlieren. Genau dieses Problem rückt bei der NATO zunehmend in den Mittelpunkt. Bei ihrer jüngsten Innovation Challenge zeichnete das Bündnis das tschechische Unternehmen LPP Holding für ein autonomes Drohnenkonzept aus, das auch ohne GPS in elektronisch gestörten Umgebungen funktionieren soll. Die Entwicklung zeigt, dass künftig nicht allein Reichweite, Geschwindigkeit oder Nutzlast entscheidend sein dürften, sondern auch die Fähigkeit zur eigenständigen Navigation. Für die Verteidigungsindustrie entsteht damit ein neues technologisches Wettbewerbsfeld. Auch ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) arbeitet an einer entsprechenden Lösung und hat seine quantengestützte Drohnennavigation Ende September in die Testphase überführt. 

NATO zeichnet tschechisches Drohnenkonzept aus 

Bei der 19. NATO Innovation Challenge setzte sich LPP Holding gegen zahlreiche internationale Wettbewerber durch. Der Wettbewerb wurde vom Allied Command Transformation und dem NATO-Ukraine Joint Analysis, Training and Education Centre organisiert. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stand die Frage, wie sich gegnerische Flugplatzoperationen langfristig einschränken lassen. Eine wichtige Rolle spielten dabei autonome Systeme, die auch unter intensiver elektronischer Störung funktionieren und in größerer Zahl eingesetzt werden können. LPP Holding erreichte mit einem Konzept für unbemannte Langstreckensysteme den ersten Platz. Das Unternehmen entwickelt unter anderem die MTS-Drohnenfamilie, die KI-gestützte optische Navigation nutzt. Dabei werden Kamerabilder und weitere Sensordaten ausgewertet, um die Position des Fluggeräts auch ohne verlässliches Satellitensignal zu bestimmen. Die NATO-Auszeichnung ist allerdings keine Bestellung und bedeutet noch keinen großflächigen militärischen Einsatz. 

Warum GPS zum Schwachpunkt moderner Drohnen wird 

Satellitennavigation ist für viele unbemannte Systeme ein zentraler Bestandteil der Flugsteuerung. Doch GPS-Signale lassen sich durch elektronische Gegenmaßnahmen stören oder manipulieren. Beim sogenannten Jamming wird der Empfang überlagert, beim Spoofing werden falsche Positionssignale vorgetäuscht. Beide Verfahren können dazu führen, dass Drohnen ihre Orientierung verlieren oder von ihrer geplanten Route abweichen. Der Krieg in der Ukraine hat die Bedeutung solcher Störungen deutlich gemacht. Deshalb suchen Streitkräfte nach Navigationsverfahren, die möglichst unabhängig von externen Signalen funktionieren. Neben optischer Navigation kommen dafür unter anderem Trägheitssensoren, Geländevergleiche und neue quantengestützte Messverfahren infrage. 

KI macht aus Kameras ein Navigationssystem 

LPP Holding verfolgt mit seiner MTS-Drohnenfamilie einen Ansatz, bei dem künstliche Intelligenz und visuelle Sensordaten eine wichtige Rolle spielen. Vereinfacht gesagt vergleicht die Software Informationen aus der Umgebung mit verfügbaren Referenzdaten und kann daraus Rückschlüsse auf die eigene Position ziehen. Dadurch soll die Drohne auch dann navigieren können, wenn GPS oder eine Funkverbindung ausfallen. Die NATO bewertete beim Innovationswettbewerb neben der technischen Leistungsfähigkeit insbesondere Bezahlbarkeit, Skalierbarkeit und Widerstandsfähigkeit. Für die Industrie entsteht daraus eine klare Entwicklungsaufgabe: Autonome Systeme müssen nicht nur unter idealen Bedingungen funktionieren, sondern auch bei gestörter Kommunikation zuverlässig bleiben. 

ZenaTech entwickelt eine Alternative mit Quantennavigation 

Genau an diesem Punkt setzt ZenaTech mit einem anderen technologischen Verfahren an. Die Tochtergesellschaft ZenaDrone meldete am 24. September, dass ihr für Verteidigungsanwendungen entwickeltes Quantennavigationssystem in die Test- und Validierungsphase übergegangen ist. Nach Unternehmensangaben kombiniert die Technologie quantengestützte Trägheitssensorik mit KI-basierter Korrektur der berechneten Flugbahn. Solche Sensoren sollen Bewegungen besonders präzise erfassen und damit eine Navigation ermöglichen, die nicht dauerhaft auf Satellitensignale angewiesen ist. Während LPP Holding vor allem auf kamerabasierte Navigation und die Auswertung visueller Sensordaten setzt, entwickelt ZenaTech einen Ansatz mit quantengestützter Trägheitssensorik und KI-basierter Flugbahnkorrektur. Beide Technologien adressieren dasselbe Grundproblem, sind jedoch technisch unterschiedlich und hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit bislang nicht direkt vergleichbar. 

Erste Tests laufen mit der IQ Nano 

Die Erprobung findet nach Angaben von ZenaTech am Standort Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Zunächst wird das Navigationssystem mit der kleineren Indoor-Drohne IQ Nano in Umgebungen ohne GPS getestet. Anschließend sollen Feldversuche mit der größeren ZenaDrone 1000 und weiteren Plattformen folgen. Das Unternehmen will dabei insbesondere Genauigkeit, Zuverlässigkeit und die Integration in bestehende Flugsteuerungssysteme überprüfen. Ein erfolgreiches Entwicklungsprogramm könnte langfristig auch zivile Anwendungen ermöglichen, etwa bei Inspektionsdrohnen in Industrieanlagen, Lagerhallen oder dicht bebauten Stadtgebieten. Noch befindet sich die Technologie allerdings in der Erprobung. Eine unabhängig bestätigte militärische Einsatzfähigkeit oder ein entsprechender Großauftrag liegt bislang nicht vor. 

Auch die NATO sucht ausdrücklich nach alternativer Navigation 

Dass es sich nicht nur um ein einzelnes Innovationsprojekt handelt, zeigt das Challenge-Programm des NATO-Innovationsbeschleunigers DIANA. Dort werden ausdrücklich Technologien gesucht, die gegen GPS-Störungen und manipulierte Navigationssignale widerstandsfähig sind. Genannt werden unter anderem Trägheitsnavigation, optische Verfahren und quantengestützte Sensoren. Damit stehen unterschiedliche technische Lösungen nebeneinander im Wettbewerb. Welche sich durchsetzen, dürfte wesentlich von ihrer Genauigkeit, den Kosten, dem Energieverbrauch und ihrer Zuverlässigkeit unter realistischen Einsatzbedingungen abhängen. Für kleinere Anbieter entsteht dadurch eine Marktchance, gleichzeitig steigt aber auch der Druck, technische Versprechen durch nachvollziehbare Testergebnisse zu belegen. 

Fazit: Die nächste Drohnengeneration muss sich selbst orientieren können 

Die NATO-Auszeichnung für LPP Holding macht deutlich, dass autonome Navigation zunehmend als eigenständige Schlüsseltechnologie betrachtet wird. Drohnen sollen auch dann zuverlässig funktionieren, wenn Satellitensignale oder Kommunikationsverbindungen ausfallen. Dabei konkurrieren optische KI-Verfahren, klassische Trägheitssysteme und neue quantengestützte Lösungen um die technisch und wirtschaftlich überzeugendste Umsetzung. 

Für ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) entsteht daraus ein interessantes Entwicklungsfeld. Mit seiner Quantennavigation arbeitet das Unternehmen an einer Technologie, die zu den ausdrücklich genannten Innovationsschwerpunkten der NATO passt. Daraus ergibt sich allerdings weder eine Beteiligung am NATO-Wettbewerb noch ein Beschaffungsauftrag. Entscheidend werden die kommenden Tests sein. Denn, ob sich eine neue Navigationslösung tatsächlich durchsetzt, hängt letztlich nicht von ihrer Ankündigung ab, sondern davon, wie präzise, zuverlässig und wirtschaftlich sie ohne GPS funktioniert. 

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Lassen Sie sich in den Verteiler für Zena Tech oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler Zena Tech“ und/oder “Nebenwerte”.

Zena Tech
Land: Canada, Toronto
ISIN: CA98936T2083
WKN: A40HQQ
https://www.zenatech.com

Quellen 

NATO Allied Command Transformation – 19th NATO Innovation Challenge Explores Persistent Airfield Denial, 04.09.2026
https://www.act.nato.int/article/19-innovation-challenge/

LPP Holding – LPP Unmanned Systems, Produkt- und Technologieübersicht
https://www.lpp-holding.com/company/lpp-unmanned-systems/

Tschechische Botschaft – LPP Holding Wins Prestigious NATO Innovation Challenge, 08.09.2026
https://mzv.gov.cz/tallinn/en/business_and_economy/news/lpp_holding_wins_prestigious_nato.mobi

NATO DIANA – Challenges 2026, Alternative Sensing, Navigation and Data Link Systems
https://www.diana.nato.int/resources/site1/general/challenges/docs/2026-challenge-programme-cfp.pdf

ZenaTech – ZenaDrone Advances Defense-Focused Quantum Navigation System for GPS-Denied Operations to Drone Testing Phase, 24.09.2026
https://www.globenewswire.com/news-release/2026/09/24/3368268/0/en/zenatech-s-zenadrone-advances-defense-focused-quantum-navigation-system-for-gps-denied-operations-to-drone-testing-phase.html

Business Insider – Ukraine showed deep-strike drones must work offline. NATO’s interested in low-cost versions that can swarm airfields, 07.10.2026
https://www.businessinsider.com/ukraine-drones-offline-nato-interested-cheap-strike-weapons-swarm-airfields-2026-10

Disclaimer/Risikohinweis ZenaTech

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