An der Wall Street regieren wieder die Bullen. Aber erste Analysten meinen, dass die Kursanstiege bei einigen Aktien zu schnell und zu weit gingen. Welche Titel in den kommenden zwölf Monaten Verluste einfahren könnten.

Der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank Federal Reserve hat noch zwei weitere Leitzinserhöhungen bis zum Jahresende prognostizierte. Die Zentralbank hatte die Zinsen auf ihrer Juni-Sitzung am vergangenen Mittwoch unverändert gelassen. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Composite konnten trotzdem in der vergangenen Woche ihre beste Woche seit März verbuchen.

CNBC hat Aktien ausfindig gemacht, die zu heiß gelaufen sein könnten. Diese Titel müssen drei Kriterien erfüllen. Zum einen müssen die Analystenprognosen für die kommenden zwölf Monate einen Kursrückgang von mehr als zehn Prozent vorsehen. Zum anderen dürfen weniger als 50 Prozent der Analysten die Aktie als 'Kauf' einstufen. Zusätzlich müssen die Aktien im S&P 500 gelistet sein. Die Liste:

Aktie Abwärtspotenzial in Prozent
Tesla

22,8

Carnival 20,3

T. Rowe Price

19

CarMax

15,4

Expeditors International of Washington

15,1

Norwegian Cruise Line

13,2

McCormick & Company

11,3
Intel 10,4

 

Betrachten wir drei der Titel mal etwas genauer: Die Tesla-Aktie hat in diesem Jahr einen Höhenflug hingelegt und rund 115 Prozent dazugewonnen. Trotzdem hat der Elektroautobauer den Kurs von Ende 2021 bisher noch nicht wieder erreicht. Der Anstieg der Tesla-Aktie kommt trotz der Besorgnis über die neue Strategie des Unternehmens, die der Massenproduktion von Fahrzeugen Vorrang vor dem Wachstum der Gewinnspanne einräumt. Analysten werden nun immer skeptischer gegenüber der Aktie. Laut FactSet stufen nur 39 Prozent der Analysten den Titel als ‚Kauf‘ ein. Die durchschnittlichen Kursziele der Analysten implizieren einen Rückgang des Aktienkurses um fast 23 Prozent gegenüber dem aktuellen Handelsniveau.


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Auch die Carnival-Aktie befindet sich im Rallyemodus. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 87 Prozent auf den Kurszetteln. Doch nur 43,5 Prozent der Analysten stufen die Aktie als 'Kauf' ein. Und auch hier impliziert das durchschnittliche Kursziel ein Abwärtspotenzial von rund etwas mehr als 20 Prozent gegenüber dem derzeitigen Kurs.

Der Chiphersteller Intel ist in diesem Jahr bisher um gut 32 Prozent gestiegen und profitiert vom KI-Boom. Die Aktie ist allein im vergangenen Monat um fast 17 Prozent gestiegen. Intel kündigte kürzlich Pläne an, rund 33 Milliarden US-Dollar für eine Chipfabrik in Magdeburg auszugeben, die teilweise von der Bundesregierung subventioniert wird. Aber nur knapp 13 Prozent der Analysten stufen die Aktie als 'Kauf' ein. Sie erwarten durchschnittlich einen Kursrückgang um zehn Prozent.

Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Zentralredaktion


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