Arbeitsmarkt-Schock

Fed muss reagieren? Palantir, SpaceX & DAX im Check 07.08.2026, 18:31 Uhr von WH Selfinvest

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Caterpillar 843,30 USD -1,66 % Nasdaq
Palantir 171,36 USD +9,90 % UTP Consolidated
D-Wave Quantum 20,73 USD +6,83 % UTP Consolidated
SpaceX 132,78 USD +15,54 % Nasdaq


Erneut blicken wir auf die offizielle Statistik des US-Arbeitsministeriums. Diese Statistik war bereits vor einem Monat recht schwach, sodass mit einem weiteren Rücklauf oder zumindest Stabilisierung auf geringerem Niveau gerechnet wird. Dies ist im Umfeld der steigenden KI-Implementierungen bei vielen Firmen auch logisch. Denn die KI ersetzt viele Jobs, wie wir selbst im täglichen Umgang (Thema Kasse im Supermarkt) erleben. In den USA ist dies noch einmal stärker ausgeprägt, da viele Technologieunternehmen aus den USA selbst stammen und teilweise (bspw. Salesforce) schon seit mehreren Quartalen eher Mitarbeiter abbauen und Aufgaben von der KI erledigen lassen, als neue Stellen auszuschreiben.

Vor den eigentlichen Daten schauten wir auf die ersten Indikationen, die mit dem Arbeitsmarktbericht in dieser Woche schon verbunden waren. Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung gab noch keinen Grund zur Sorge, wohl aber die ADP-Daten. Rund 400.000 Unternehmen wurden hier erneut in den USA befragt und ließen das Ergebnis zu, dass hier ein Rückgang zu verzeichnen war. Entsprechend spannend war dann direkt 14.30 Uhr der Blick auf die offizielle Arbeitsmarktstatistik, die wir uns live ansehen und deren Marktreaktion interpretierten. Im Vorfeld konnten die US-Index Futures alle zulegen. Auch der DAX und die Edelmetalle, was in Summe über die negative Korrelation zu einem "Problem" werden könnte.

Konkret lag die Zahl der neuen Stellen im negativen Bereich, es fand also kein Wachstum am Arbeitsmarkt statt! An neuen Stellen wurden -23.000 generiert, was deutlich unter der Erwartung von rund +80.000 lag. Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2025. Damit sank auch die US-Erwerbsquote auf 61,4 Prozent und verfehlte damit die Erwartung von 61,6 Prozent. Zudem brach die durchschnittliche monatliche Beschäftigungszunahme der letzten drei Monate auf nur noch 20.000 Stellen ein.

Schauen wir auf die Daten genauer, sehen wir im verarbeitenden Gewerbe insgesamt 5.000 neue Stellen (über die Erwartung von 4.000), aber die private Beschäftigung wächst mit 30.000 neuen Stellen deutlich schwächer als die erwarteten 82.000. Auf die staatliche Beschäftigung entfielen noch 53.000 Stellen, der Wert sank ebenfalls.

In Summe verbesserte sich dadurch die Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent, während die Lohnentwicklung mit 0,1 Prozent monatlich und 3,2 Prozent jährlich unter den Prognosen blieb.

In einer ersten Reaktion stiegen die US-Futures noch deutlicher an und bauten das Plus aus der bisherigen Vorbörse aus. Womöglich wird nun eine Aufschiebung der Zinsanhebung erwartet. Die US-Anleiherenditen notieren niedriger, aber Gold und Silber ziehen weiter an. Auch der DAX profitierte und erreichte erneut das Allzeithoch, was erst wenige Tage in dieser Woche zurücklag.

Wir analysierten die Basiswerte mit TradingView und stock3, Du kannst aber auch gern den NanoTrader nutzen und sie dort direkt (als Future oder CFD) handeln.

Bei den Einzelwerten fokussierten wir uns auf die Unternehmen, welche in dieser Woche Quartalszahlen vermeldet hatten. Zunächst analysierten wir die Palantir-Aktie. Mit einem zweistelligen Kursplus wurden die Quartalszahlen regelrecht gefeiert und das skizzierte Dreieck im Chartbild verlassen. Ein Rücklauf gestern sorgt jedoch für Skepsis, ob der Ausbruch nachhaltig ist. Dies gilt auch für D:Wave Quantum. Das Quantencomputing-Unternehmen könnte zwar einen Boden im Chart ausbilden, doch die Bewertung ist weiterhin sehr hoch. Vor allem vor dem Hintergrund der geringen Umsätze und dreistelligem KUV.

Ebenfalls nicht gerade entspannt, aber dennoch mit Hoffnung, skizziert sich das Chartbild der SpaceX-Aktie. Vor den Earnings gab es starke Signale nach oben, doch danach eine Ernüchterung. Nicht unbedingt wegen der Zahlen selbst, sondern wegen möglicherweise starken Verkäufen, die mit Aktien aus dem Börsengang verbunden sind. Wie dies zusammenhängt und welche Marke man hier im Blick haben muss, erfährst Du im Video.

Aus dem Dow Jones griffen wir uns Caterpillar heraus, die ihren Aufwärtstrend wieder zurückerobern konnten und sehr starke Ergebnisse vermelden. Gerade das Thema Infrastrukturausbau im Zusammenhang mit Rechenzentren sorgt für volle Auftragsbücher. Ist das GAP nach den Zahlen ein Problem für die Charttechniker?

Gern blicken wir im Wochenausblick wieder montags auf den Markt und analysieren zudem Deinen Wunschwert. Melde Dich dazu kostenfrei für das Webinar ab 10.30 Uhr hier an.


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