Freyr Battery gehört immer noch zu den spannendsten Titeln momentan, der sich ernsthafte Hoffnungen auf nicht unerhebliche Anteile im Batterienmarkt der nächsten Generation machen können. In ungefähr zwei Wochen wollen die Luxemburger in einem Conference Call ihre neuesten Quartalszahlen veröffentlichen, ein guter Zeitpunkt sich zu fragen, was denn momentan der Stand der Dinge ist.

Was ist das Fundament?

Freyr Battery legt noch keine Umsätze bis jetzt vor, dass Unternehmen ist immer noch stark im Aufbau ihres Geschäfts involviert, dennoch sehen viele Analysten hier den Bau eines tragfähigen Fundaments. Das Ziel dieser Unternehmung ist kurz zusammengefasst, die hochautomatisierte Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, vor allem für stationäre Energiespeicher großer Unternehmenskunden, das alles mithilfe von nachhaltiger, grüner Energie aus dem Norden Norwegens. In den USA und Finnland sind weitere Gigafactories geplant. Von 2025 bis 2030 sollen, laut Plan, die Produktionskapazitäten kontinuierlich und exponentiell gesteigert werden. Dies lässt Anleger natürlich hellhörig werden, denn das hieße, das sobald die ersten Umsätze generiert werden, deren Steigerung für Freyr Battery eine der Prioritäten schlechthin sein soll.

Die Pläne bleiben groß

Ein wichtiger Pluspunkt und möglicherweise Kurstreiber ist die zusammen mit Koch Industries geplante Fabrik in den USA, die 2025 die Produktion aufnehmen soll. Durch Präsident Bidens „Inflation Reduction Act“ und der daraus erwachsenden staatlichen Zuschüsse, kann Freyr Battery mit Kostenersparnissen für diese Fabrik von bis zu 60% rechnen. Dazu wurde mit ITOCHU ein neuer Partner gewonnen, der bei der Materialbeschaffung und dem Aufbau globaler Lieferketten eine wichtige Unterstützung werden soll. Schon im Sommer wurde mit Changzhou Senior New Energy Materials Co. ein wichtiger Ressourcenlieferant gewonnen. Weiter konnte Freyr Battery schon einen großen Liefervertrag mit dem japanischen Elektromotorhersteller Nidec gewinnen, die Japaner haben sich einen Großteil der Produktionskapazität des zukünftigen norwegischen Werks gesichert.

Ein kleiner Ausblick

Freyr Battery bleibt weiter dran an seinen ambitionierten Plänen hochqualitative Batterien der nächsten Generation zu produzieren und das mit einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck. Sie haben starke internationale Partner mit VW, Kyocera, Siemens Energy, Hana Technologies und Honeywell. Doch wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass auch die technologischen Lösungen von Freyr Battery noch nicht ausgereift sind, das technologische Rennen auf dem Batterienmarkt ist als solches noch lange nicht abgeschlossen. Das ist und bleibt die Crux bei diesem Titel, er ist spekulativ, obwohl hier sehr solide Weichen gestellt wurden, weil noch lange nicht entschieden ist, welche Technologie, welches Anbieters am Ende die profitabelsten Batterien herstellen kann.

Freyr Battery

Auch dem Morgan Stanley Analysten Adam Jonas gefallen die bisherigen Geschäftsentscheidungen von Freyr Battery, insbesondere die geplante, nachhaltige und hochautomatisierte Produktion könnte ein wichtiger Zukunftsfaktor werden. Trotz allem muss hier weiter von großen Kursschwankungen ausgegangen werden, dies wird auch für die Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen am 14. November 2022 gelten.

/ts