Gold-Bullenzyklus ist nicht vorbei

vom 15.05.2026, 13:32 Uhr
ConfiUSA
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Der Gold-Bullenzyklus ist nicht vorbei

Die strukturelle Nachfrage nach Gold ist weiterhin stark. Das World Gold Council meldete für 2025 Rekordnachfrage von über 5.000 t, ETF-Bestände +801 t, Bar-/Coin-Nachfrage auf 12-Jahres-Hoch und Zentralbankkäufe von 863 t. Für Q1 2026 kamen laut WGC weiterhin 244 t Netto-Zentralbankkäufe und +62 t ETF-Zuflüsse hinzu, wenn auch schwächer als im sehr starken Vorjahresquartal.

 

Aktuell - eine spätzyklische Bereinigung

Aktuell fällt Gold kräftig. Am 15. Mai 2026 lag der Spot-Gold bei rund 4.557 USD/oz, den vierten Verlusttag in Folge. Belastet durch steigende US-Renditen, stärkeren Dollar und wieder höhere Zinserwartungen. Gleichzeitig ist Gold seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar laut Reuters mehr als 13 % gefallen.

Ich sehe den aktuellen Rückgang als spätzyklische Bereinigung, nicht als das Ende des Bullenzyklus. Dem folgend, würde sich folgendes Bild ergeben:

1. Korrekturboden: etwa 4.200–4.400 USD/oz bis Sommer/Spätsommer 2026.
Das passt dazu, dass Gold zwar stark gefallen ist, aber noch weit über den alten Niveaus liegt. Gold lag am 15. Mai 2026 bei 4.545 USD/oz und ist damit rund 5 % im laufenden Monat gefallen, aber noch etwa 42 % höher als ein Jahr zuvor.

2. Letzte Aufwärtswelle: Retest der Hochzone Richtung 5.100–5.600 USD/oz bis Ende 2026/Anfang 2027.
Aus meiner Sicht ist das ist kein "Moonshot"-Szenario, sondern folgt aus der strukturellen Zentralbanknachfrage, geopolitischem Risiko und der Staatsverschuldung der USA.

3. Bullenzyklus Ende: am wahrscheinlichsten November 2026 bis April 2027.
Das wäre für mich der Bereich, in dem ich die Wahrscheinlichkeit eines größeren Tops deutlich höher einschätze als heute.

Gold Zyklus, Stand Mai 2026

Was diese These zerstören würde

Wenn Gold unter 4.000 USD/oz fällt und dort nicht zügig zurückkommt, wäre die These "nur Korrektur“ ungültig. Dann wäre es wahrscheinlicher, dass der Zyklus bereits mit dem Januar-Hoch 2026 geendet hat. Der 52-Wochen-/Rekordbereich lag bei 5.318,40 USD/oz am 29. Januar 2026; ein nachhaltiger Bruch unter 4.000 wäre mehr als normale Gewinnmitnahme.

Der aktuelle Kurs wirkt für mich eher wie eine scharfe Zwischenkorrektur innerhalb einer späten Bullenphase. Ich würde aber nicht mehr von einer frühen, risikoarmen Phase sprechen. Das Chance-Risiko Verhältnis ist deutlich schlechter als 2024/2025.

 

Gold bleibt Gold.

Gold wird immer einen hohen Wert haben. 
Gold wird immer extrem wichtig zur Vermögenssicherung bleiben.

Vermögenssicherung ist jedoch etwas anderes wie explosionsartige Vermögensvermehrung. 

Der ehemalige Chairman des World Gold Council, Franco-Nevada hat die sogenannte "Golden Constant" untersucht. Sie besagt grob, dass die Kaufkraft von Gold zwar stark schwanken kann, aber über die Jahrhunderte im Durchschnitt immer ungefähr gleich blieb. Diese beachtliche Analyse umfasst fast 500 Jahre, zahlreiche Wirtschaftskrisen, den Aufstieg und Fall mehrerer Weltmächte und sogar Weltkriege. Über diesen langen Zeitraum gesehen ist so ein Werterhalt beachtenswert - und macht für mich auch einen großen Teil der Faszination von Gold aus. 

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