Trading- und Aktien-Chat Forum: Community User: ÄffchenNotToGo

Kommentare 1.179.094
G
Gruno, Gestern 18:23 Uhr
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Hi, @Gruno . Ja, selbstverständlich hab ich mich auch mit Artikel 15 beschäftigt. Bin hier anderer Meinung als du. Weil ich grundsätzlich für den Erlass dieses neuen Gesetzes bin. Warum? Weil meiner Ansicht nach dadurch die Weichen für neue und dringend benötigte Investitionen in den privaten Wohnungsbau gestellt werden können. Anders herum gefragt an dich: Wer investiert noch in den Bau von Mietwohnungen, sollte die 'Linke' sich tatsächlich in Berlin durchsetzen? Cui bono? Geht es nicht letztlich darum, Verbesserungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt zu schaffen? Wer soll die schaffen, wenn nicht der Kapitalmarkt? Wo doch dt. Regierungen hier seit vielen Jahren ihre Versprechen nicht halten? Wie sind deine Vorstellungen dazu?

Ich halte es halt unabhängig vom konkreten Inhalt für gefährlich, wenn man sich nur dann ans Grundgesetz hält, wenn es einem passt. Man schafft damit die Grundlage dafür, dass auch andere unrechtmäßig handeln. Finde es grundsätzlich etwas witzlos, dass das Gericht in solchen Fällen jahre später entscheidet, dass Gesetz war verfassungswidrig und mehr passiert nicht. Wer solche Gesetze erlässt, sollte auch eine Strafe bekommen, damit so etwas vorab geklärt wird. Die Parteien und Ministerien haben ja dafür eigentlich auch entsprechendes Fachpersonal. Ich weis nicht, ob vergesellschaftung das Mittel der Wahl ist, aber ich glaube nicht, dass private Investitionen das problem lösen. Es geht js nicht nur darum Wohnraum zu schaffen, sondern bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gesellschaften, die Gewinne erzielen wollen, werden keinen günstigen Wohnraum schaffen, weil sie daran ja gar kein Interesse haben. Halte auch bauen, bauen, bauen für keine Lösung, den es kommt ja nicht darauf an, wie viele Wohnungen es gibt, sondern auch wo diese sind. Kann man in Zentrumsnähe noch groß neue Wohnungen errichten? Der Staat zahlt jährlich 5 Milliarden für Wohngeld. Für dieses Geld könnte der Staat viele wohnungen errichten und selbst vermieten anstatt das Geld privaten Vermietern zu zahlen. Letztendlich ist es so, dass Union, SPD und auch die wohngesellschaften das problem seit mehr als zehn Jahren nicht in den Griff bekommen. Alle Lösungsansätze sind bislang kläglich gescheitert und wirklich neue ideen kommen auch schon ewig nicht mehr. Der Markt wird das problem nicht lösen, den dann wird immer der die Wohnung bekommen, der am meisten zahlen kann. Meines Erachtens sollte zumindest in Städten immer ein gewisser Anteil der Wohnungen staatlich sein und nach sozialen Kriterien vergeben werden, weil du nur so ein soziale Vermischung der Gesellschaft gewährleistest. Wenn Wohnungen rein nach wirtschaftlichen Aspekten vergibst werden die reichen und die armen jeweils unter sich wohnen und das birgt extremen sozialen Sprengstoff. Ich bin kein Kommunist oder ähnliches, aber es gibt einfach Bereiche, die man nicht vollständig der privatwirtschaft überlassen sollte.
Martin_1979
Martin_1979, Gestern 18:13 Uhr
2
Ohne Diesel, sieht es düster aus Gruß Martin 🙋‍♂️🙋‍♂️🙋‍♂️
CHRRobin2
CHRRobin2, Gestern 18:02 Uhr
0
US-Gesetzgeber bringen Gesetzentwurf gegen Diesel-Deal mit Russland ein. BAHA
CHRRobin2
CHRRobin2, Gestern 17:08 Uhr
1
Musste ich jetzt leider löschen.🙏
fredfeuerstein
fredfeuerstein, Gestern 16:53 Uhr
0
EQS-Adhoc: SYNBIOTIC SE: Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
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Diversify, Gestern 16:52 Uhr
0
OHB: Plus mehr als 12,6% momentan heute. Bin selbst mit mehr als 18% im Plus, halte aber 🫣😁😄. Fällt mir allerdings schwer aufgrund meiner momentanen Trading'seele' 😆😅
D
Diversify, Gestern 16:30 Uhr
3
Es existiert doch schon ein zugesagter 'Kredit' über 90 Mrd Eur für 2026 und 2027, doch der scheint ja offensichtlich noch immer nicht ausreichend zu sein: https://www.n-tv.de/politik/16-16-Selenskyj-Wir-brauchen-mindestens-70-Milliarden-Euro-von-der-EU-id30859357.html PS: Die ukrainischen Staatsanleihen betragen mehrere Hunderte Milliarden, jährlich steigend. In USD und in EUR. Die Forderungen der ukrainischen Regierung steigen jedes Jahr und jeden Monat. Um ein Vielfaches. Kein Wunder also, dass für deutsche inländische Investitionen inkl. Sozialausgaben immer mehr Geld eingespart werden soll ...
CHRRobin2
CHRRobin2, Gestern 16:28 Uhr
0
Doppelt Bimmeln hält besser 😆
T
Tom33, Gestern 15:32 Uhr
1
Auf hoher See und vor Gericht ist man ein Gottes Hand..... Alter juristenspruch
T
Tom33, Gestern 15:32 Uhr
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Hi, @Gruno . Ja, selbstverständlich hab ich mich auch mit Artikel 15 beschäftigt. Bin hier anderer Meinung als du. Weil ich grundsätzlich für den Erlass dieses neuen Gesetzes bin. Warum? Weil meiner Ansicht nach dadurch die Weichen für neue und dringend benötigte Investitionen in den privaten Wohnungsbau gestellt werden können. Anders herum gefragt an dich: Wer investiert noch in den Bau von Mietwohnungen, sollte die 'Linke' sich tatsächlich in Berlin durchsetzen? Cui bono? Geht es nicht letztlich darum, Verbesserungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt zu schaffen? Wer soll die schaffen, wenn nicht der Kapitalmarkt? Wo doch dt. Regierungen hier seit vielen Jahren ihre Versprechen nicht halten? Wie sind deine Vorstellungen dazu?

Du hast ja vollkommen recht.... Du siehst das pragmatisch..... Der verfassungsrichter hält sich aber nur an das recht...... Und komm zum gegenteiligen Urteil kommen
fredfeuerstein
fredfeuerstein, Gestern 15:30 Uhr
0
🔔 Palim 🔔 Palim 🔔
LYNX2023
LYNX2023, Gestern 15:30 Uhr
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D
Diversify, Gestern 15:28 Uhr
1

Die enge Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft ist denk ich jeden offensichtlich und dass diese Verflechtung eher selten gut für die Menschen ist eigentlich auch. Meist steht wirtschaft in diesem Zusammenhang als Synonym für große Konzerne und nicht für die normalen kleinen und mittelständischen Betriebe. Bin auch gespannt was in Berlin (land und bund) passiert. Was beim Thema "Enteignung" spannend ist, ist das eine Enteignung für Straßen etc. Offensichtlich kein problem ist und auch ständig praktiziert wird. Bei uns droht seit über zehn Jahren der Ausbau des Flughafens, der ohne Enteignungen gar nicht möglich wäre. Artikel 14 findet ständig Anwendung (einfach mal googeln). Ob das alles wirklich immer im Sinne der Allgemeinheit ist, ist die frage. In berlin geht es um Artikel 15 (Vergesellschaftung), welcher bislang noch nie Anwendung gefunden hat. Meines Erachtens kann die Bundesregierung dennoch die Anwendung des artikel 15 gar nicht verbieten, da unabänderbar (Art 79 abs. 2). Wenn man googelt ist die Begründung für eine verfassungswidrigkeit eine andere, aber das Ergebnis das selbe. Unabhängig vom Inhalt finde ich es skandalös, dass man (mal wieder) ein Gesetz erlassen will, vom dem man weis, dass es höchstwahrscheinlich verfassungswidrig ist. Die Akzeptanz des Grundgesetzes sollte eigentlich von Politikern aller Parteien vorausgesetzt werden.

Hi, @Gruno . Ja, selbstverständlich hab ich mich auch mit Artikel 15 beschäftigt. Bin hier anderer Meinung als du. Weil ich grundsätzlich für den Erlass dieses neuen Gesetzes bin. Warum? Weil meiner Ansicht nach dadurch die Weichen für neue und dringend benötigte Investitionen in den privaten Wohnungsbau gestellt werden können. Anders herum gefragt an dich: Wer investiert noch in den Bau von Mietwohnungen, sollte die 'Linke' sich tatsächlich in Berlin durchsetzen? Cui bono? Geht es nicht letztlich darum, Verbesserungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt zu schaffen? Wer soll die schaffen, wenn nicht der Kapitalmarkt? Wo doch dt. Regierungen hier seit vielen Jahren ihre Versprechen nicht halten? Wie sind deine Vorstellungen dazu?
G
Gruno, Gestern 15:12 Uhr
1

Vom 19. bis 20. Oktober findet der 'Invest in Germany Summit Berlin 2026' statt. Eine hochkarätige Wirtschaftskonferenz mit internationalen Großinvestoren (darunter auch Schwergewichte der globalen Immobilienwirtschaft). Mit Kanzler Merz, der ein schnelles Bundesgesetz gegen die Enteignungs- und Vergesellschaftungspläne großer Wohnkonzerne angekündigt hat. Schließlich ist ja Fakt, dass in Deutschland seit vielen Jahren immer mehr Hunderttausende Wohnungen fehlen, gleichzeitig jedes Jahr weniger errichtet werden. Die 'Linke' in Berlin scheint noch nicht wahrgenommen bzw verinnerlicht zu haben, dass der zunehmende Mangel nur durch kapitalkräftige und -willige Investoren zu beseitigen oder zumindest abzuschwächen möglich wäre. In der Praxis! Die weiteren Sondierungsgespräche werden spannend. Und die Frage, ob und wann die CDU eingebunden wird. Alle Immoaktien dzt deshalb schwankend. Vonovia, LEG, Deutsche Wohnen, TAG (allesamt investiert im privaten Wohnungsbau, nicht im gewerblichen). PPS: Bin selbst in allen genannten mit jeweils einem Bein investiert, da ich sie als Betongold 🪨🪙 betrachte. Nur meine Meinung, keine Handlungsempfehlung! Doch gerade hier sieht man wieder glasklar die enge Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft und weswegen das eine nicht losgelöst vom anderen betrachtet oder evaluiert werden kann.

Die enge Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft ist denk ich jeden offensichtlich und dass diese Verflechtung eher selten gut für die Menschen ist eigentlich auch. Meist steht wirtschaft in diesem Zusammenhang als Synonym für große Konzerne und nicht für die normalen kleinen und mittelständischen Betriebe. Bin auch gespannt was in Berlin (land und bund) passiert. Was beim Thema "Enteignung" spannend ist, ist das eine Enteignung für Straßen etc. Offensichtlich kein problem ist und auch ständig praktiziert wird. Bei uns droht seit über zehn Jahren der Ausbau des Flughafens, der ohne Enteignungen gar nicht möglich wäre. Artikel 14 findet ständig Anwendung (einfach mal googeln). Ob das alles wirklich immer im Sinne der Allgemeinheit ist, ist die frage. In berlin geht es um Artikel 15 (Vergesellschaftung), welcher bislang noch nie Anwendung gefunden hat. Meines Erachtens kann die Bundesregierung dennoch die Anwendung des artikel 15 gar nicht verbieten, da unabänderbar (Art 79 abs. 2). Wenn man googelt ist die Begründung für eine verfassungswidrigkeit eine andere, aber das Ergebnis das selbe. Unabhängig vom Inhalt finde ich es skandalös, dass man (mal wieder) ein Gesetz erlassen will, vom dem man weis, dass es höchstwahrscheinlich verfassungswidrig ist. Die Akzeptanz des Grundgesetzes sollte eigentlich von Politikern aller Parteien vorausgesetzt werden.
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