Eckrentner Was ist ein Eckrentner?

Eckrentner ist die Bezeichnung für eine fiktive Musterperson. Diese abstrakte Kenn- und Orientierungsgröße der Rentenversicherung wird für die statistische Vergleichbarkeit des allgemeinen Rentenniveaus verwendet. Der Eckrentner hat 45 Jahre lang regelmäßig in das gesetzliche Rentensystem eingezahlt. Dabei hat der Eckrentner in seinem Arbeitsleben immer genau den Durchschnittsbeitrag eingezahlt. Zur Ermittlung der monatlichen Rente werden die sogenannten Rentenpunkte oder Entgeltpunkte hinzugezogen, die jährlich errechnet werden. Um die persönlichen, jährlichen Rentenpunkte zu ermitteln, wird das eigene Einkommen durch das durchschnittliche Einkommen der Rentenversicherten dividiert. Liegt das Einkommen über dem Durchschnitt, bekommt der Zahler einen Rentenpunkt, der größer als Eins ist, gutgeschrieben. Liegt das Einkommen dagegen darunter, ist der Entgeltpunkt kleiner als Eins. Da der Eckrentner immer den Durchschnittsbeitrag geleistet hat, bekommt er immer einen Beitragspunkt von 1 und hat demnach nach 45 Arbeitsjahren 45 Entgeltpunkte gesammelt. Nähere Informationen zur Berechnung der Entgeltpunkt liefert das Sechste Sozialgesetzbuch im § 66. Nach § 64 SGB VI errechnet sich die monatliche Rente aus den Entgeltpunkten, dem Rentenfaktor und dem aktuellen Rentenwert. Der aktuelle Rentenwert wird im § 68 SGB VI angegeben. Der Eckrentner, der insgesamt 45 Entgeltpunkte gesammelt hat und einen Rentenfaktor von Eins besitzt, erzielt bei einem Rentenwert von 26,13 € eine monatliche Rente in Höhe von 1182 €. Zur Errechnung werden einfach Rentenwert, Rentenfaktor und Entgeltpunkte miteinander multipliziert.