Refinanzierung

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Definition im Lexikon

Wird von Refinanzierung gesprochen, ist die (Wieder-) Beschaffung von Mitteln für die Kreditinstitute gemeint, um selbst Kredite an Unternehmen, Privatpersonen oder öffentliche Haushalte ausgeben zu können. Die Mittelbeschaffung kann auf zwei verschiedenen Wegen erfolgen. Zum einen über den Kapitalmarkt (in Form von Schuldverschreibungen, Anleihen und Pfandbriefen) und zum anderen über den Geldmarkt (in Form von Einlagen anderer Banken oder institutionellen Teilnehmern des Marktes). Vom Kreditwesengesetz bindend vorgeschrieben ist der anteilige Einsatz von Eigenkapital (KWG § 10 Abs. 1 Definition und Zusammensetzung der Eigenmittel). Universalbanken nehmen die Refinanzierung überwiegend durch Einlagen, Sparbriefe, Schuldverschreibungen sowie durch Geldaufnahme im Interbankenhandel oder bei der Zentralbank vor. Die Hypothekenbanken refinanzieren sich durch Ausgabe von Pfandbriefen oder Kommunalobligationen. Jede Refinanzierung unterliegt auch einem Risiko, da die anfallenden Kosten für das Geschäft in einem hohen Maße von der Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung am Geld- und am Kapitalmarkt geprägt sind. Je weiter die vorherzusagenden Preise in der Zukunft liegen, umso größer wird die Unsicherheit.