Wertpapierleihe

Anzeige
Smartbroker
Der Broker von Deutschlands größter Finanzcommunity

Was ist der Unterschied zwischen einer Wertpapierleihe und einem Wertpapierpensionsgeschäft?

Die Wertpapierleihe entspricht einem Darlehen in Wertpapieren. Ein ebenfalls gebräuchlicher Begriff, der Wertpapierleihe bezeichnet, ist Securities Lending. Der Wertpapiereigner und somit der Darlehensgeber, leiht einem Darlehensnehmer für einen auf maximal 6 Monate begrenzten Zeitraum Wertpapiere. Dafür zahlt der Entleiher (Darlehensnehmer) dem Verleiher (Darlehensgeber) eine Gebühr, das Entgelt. Mit dem Fristablauf ist der Entleiher zur Rückübereignung von Wertpapieren gleicher Art und Güte verpflichtet. Gemäß § 607 BGB wird dieses Geschäft auch als Sachdarlehen definiert. Der Verleiher bleibt Eigentümer der Wertpapiere, da während der Überlassung einer Leihe Entgelt zu zahlen ist. Eventuell anfallende Zinsen oder Dividenden stehen in dieser Zeit dem Entleiher zu. Banken oder Broker fungieren als Mittler von Wertpapierleihegeschäften. Die Händler nutzen die Wertpapierleihe vornehmlich zum Leerverkauf von Aktien und spekulieren auf den billigeren Wiedererwerb am Markt, bevor sie an den Entleiher zurückgegeben werden müssen. Auch Arbitragestrategien zwischen Kassa- und Terminmärkten beziehen eine Wertpapierleihe mit ein.