Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Iran-Krieg und Zinsangst

Dax kämpft sich über 25000 Punkte 09.10.2026, 15:49 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 25.122,00 PKT +0,52 % L&S Exchange
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Deutschlands Leitindex klettert zurück über die Marke von 25.000 Punkten. Am Donnerstag war der Dax gleich zu Handelsbeginn unter diese psychologisch wichtige Schwelle gerutscht und hatte den tiefsten Stand seit Ende Juli markiert, am Freitagnachmittag notierte er mit rund 25.110 Punkten gut 1 Prozent über dem Vortagesschluss. Unter Anlegern ist die Erleichterung allerdings gedämpft – zu sehr hängt die Erholung an einer einzigen Nachricht aus Washington.

Trumps Iran-Zusage nimmt Druck vom Ölpreis

Den Ausschlag gab der Krieg zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte Berichte über neue Angriffe dementiert, von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen und erklärt, vor den Zwischenwahlen Anfang November keine Angriffe zu planen. Der Preisdruck am Ölmarkt ließ daraufhin nach, zudem sanken die Anleiherenditen etwas. Billig ist Öl damit aber nicht: Brent kostet mit knapp 104 Dollar je Barrel, umgerechnet rund 93 Euro, weiterhin deutlich mehr als 100 Dollar.

Aus Anlegersicht ist der Zusammenhang offensichtlich. Mehrere Anleger verweisen darauf, dass der Dax schon am Vortag jede Ölpreis-Entspannung mit einer Erholung quittiert habe und wieder abgerutscht sei, sobald Öl erneut anzog. Bezweifelt wird zugleich, wie belastbar die Entlastung ist: Der Ölpreis sei nach Trumps Aussagen nur um rund zwei Dollar gefallen und dann wieder gestiegen, für eine echte Wende hätte deutlich mehr Bewegung kommen müssen.

Hätte Trump gestern Abend die News nicht raus gehauen, wäre Daxl noch tiefer eingetaucht.

Damit es nachhaltig aufwärts gehe, müsse der Ölpreis sinken und der Präsident sich mit neuen Ankündigungen zurückhalten, lautet eine nüchterne Bilanz. Der Ton bleibt nervös.

Telekom bremst die Erholung

Getragen wurde der Aufschlag unter anderem von SAP und Zalando mit Gewinnen von jeweils mehr als 4 Prozent am Nachmittag; Heidelberg Materials liegt nach einer positiven Analysten-Einschätzung zuletzt rund 2 Prozent im Plus. Der MDax steht wieder über 30.000 Punkten. Gegen den Trend brach die Deutsche Telekom ein, nachdem SpaceX mit einem großen Frequenzkauf den Einstieg ins US-Mobilfunkgeschäft vorbereitet. Das Schwergewicht drücke spürbar auf den Index, heißt es auf Anlegerseite – zumal mit T-Mobile US, Verizon und AT&T alle großen US-Anbieter zugleich unter Druck stünden.

Beim Broker CapTrader wurde allerdings davor gewarnt, dass der Sprung über 25.000 Punkte erhebliche Unsicherheiten unter der Oberfläche nicht verdecken dürfe; womöglich seien vor allem Schnäppchenjäger am Werk. Unter Aktionären überwiegt eine ähnliche Skepsis: Viele Kerzen mit langen Dochten sprächen gegen einen nachhaltigen Ausbruch, nach der jüngsten Nachrichtenlage dürften die Bären noch nicht am Ende sein, und dem Markt fehle schlicht ein starker Impuls.

US-Inflation und Bankbilanzen geben den Takt vor

In der neuen Woche dürften Öl und Anleihen den Kurs weiter bestimmen. Bei der Helaba wird erwartet, dass die Stimmung mindestens bis zu den US-Zwischenwahlen angespannt bleibt, solange der Krieg die Ölpreise schwanken lässt und die Renditen nahe ihrer Hochstände verharren. Am Mittwoch folgen die US-Verbraucherpreise für September. Bei der Commerzbank wird ein deutlicher Anstieg vor allem wegen teureren Benzins erwartet, der die US-Notenbank Fed nicht von einer weiteren Zinserhöhung im Dezember abhalten dürfte.

Parallel startet die US-Berichtssaison am Dienstag mit JPMorgan, Goldman Sachs und Citigroup. Hierzulande stehen VW, Porsche und BMW mit letzten Signalen zum dritten Quartal im Fokus, aus der Chipbranche berichten ASML und TSMC.

Auf Aktionärsseite reicht der Blick bereits weiter. Historisch starte der Dax um diese Jahreszeit häufig in eine Jahresendrally, wird argumentiert – allerdings hänge in diesem Herbst viel an der Geopolitik, und vor der kommenden Woche sei ein Ausbruch kaum zu erwarten. Die Stimmung schwankt damit zwischen leiser Hoffnung auf einen versöhnlichen Jahresausklang und dem Wissen, dass die nächste Schlagzeile zum Iran alles wieder drehen könnte. Für die Gesamtwoche zeichnet sich trotz der Freitagserholung ein Minus von knapp einem halben Prozent ab.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 12,01
Hebel: 21,23
mit starkem Hebel
Ask: 48,84
Hebel: 5,16
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA3DY9 UP1JT4. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

16:22 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:01 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

15:53 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

15:32 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:52 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer