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Netflix & Disney

Trumps Zölle schockieren Hollywood 05.05.2025, 17:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Disney World
© Bild von Ricardo Guzman auf Pixabay

Tariffrisiko schockt Streaming-Riesen: Warum Netflix und Disney plötzlich abstürzen

Politischer Kurswechsel mit Folgen

Ein überraschender Vorstoß von Donald Trump bringt die US-Medienbranche in Aufruhr: Der frühere Präsident kündigte am Wochenende auf Truth Social einen drastischen Zoll von 100 % auf im Ausland produzierte Filme an. „WE WANT MOVIES MADE IN AMERICA, AGAIN!“, schrieb Trump und betonte, dass ausländische Produktionen eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellten. Nach seinen Angaben würden andere Länder Filme gezielt für Propaganda und politische Botschaften nutzen.

Medienwerte reagieren empfindlich

Die Aktien großer US-Unterhaltungsunternehmen reagierten prompt auf die Ankündigung: Netflix und Warner Bros. Discovery verloren rund 3 %, während die Papiere von Paramount Global und Walt Disney rund 2 % einbüßten. Analysten von Barclays wiesen darauf hin, dass gerade Netflix bislang als defensiver Wert galt, weil das Unternehmen kaum von klassischen Handelskonflikten betroffen war. Nun ändert sich die Lage schlagartig.

Hinterzimmergespräche und Hollywood-Lobby

Der Vorstoß Trumps steht offenbar im Zusammenhang mit einem Treffen am Wochenende im Mar-a-Lago-Club. Dort empfingen ihn Schauspieler Jon Voight und sein Manager Steven Paul. Beide präsentierten Ideen für neue Steueranreize zur Stärkung der US-Filmindustrie. Zölle waren laut Insidern jedoch nicht Teil des ursprünglichen Vorschlags. Voight wurde bereits im Januar gemeinsam mit Mel Gibson und Sylvester Stallone von Trump als „Hollywood-Botschafter“ ernannt – mit dem Ziel, mehr Jobs in den USA zu schaffen.

Unklare Umsetzung trifft globale Produktionen

Wie eine solche Zollregelung praktisch umgesetzt werden könnte, ist derzeit völlig offen. Viele Hollywood-Blockbuster werden teils im Ausland gedreht oder nachbearbeitet. Unklar ist etwa, ob der Zoll auch für bereits abgedrehte, aber noch nicht veröffentlichte Filme gelten würde. Auch die Bewertung der Produktionen für Zollzwecke ist bislang nicht definiert. Jüngere Großproduktionen wie Disneys The Fantastic Four: First Steps (UK, Spanien) oder Universals Jurassic World Rebirth (Thailand, UK, Malta, USA) wären potenziell betroffen.

Wachsende Konkurrenz aus dem Ausland

Laut der Analysefirma ProdPro ist das Produktionsvolumen in den USA zwischen 2021 und 2024 um 28 % gefallen. Gründe sind unter anderem die Verlagerung von Budgets hin zu Streamingdiensten sowie steigende Produktionskosten. Andere Länder wie Kanada, Australien oder Großbritannien profitieren von attraktiven Steueranreizen und günstigerer Infrastruktur.

Internationale Reaktionen: Unverständnis und Warnungen

Die Reaktionen aus dem Ausland fielen entsprechend deutlich aus. Irene Gardine von der neuseeländischen Produzentenvereinigung Spada zeigte sich irritiert: „Meint er, dass NZ-Produktionen nicht mehr ohne 100 % Zoll in die USA dürfen? Oder betrifft es US-Filme, die hier gedreht werden?“ Premierminister Christopher Luxon verteidigte die dortige Branche und lobte deren Innovationskraft. Die australische Lobbygruppe Screen Producers Australia sprach gar von „weltweiten Schockwellen“.

Chinas Konter und kulturelle Realität

Zeitgleich verschärft China die Bedingungen für US-Filme im eigenen Markt – als Reaktion auf frühere US-Zölle. Die nationale Filmbehörde kündigte eine „moderate Reduktion“ der Einfuhr an. Das dürfte den globalen Einfluss der US-Filmbranche weiter unter Druck setzen. Und auch wenn Hollywood dominiert: Produktionen wie der südkoreanische Oscar-Gewinner Parasite zeigen, wie erfolgreich internationale Filme mittlerweile sein können.

Bn-Redaktion/ts
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