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Palantir:

Großanleger greifen jetzt kräftig zu 23.08.2026, 13:59 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Palantir:: Großanleger greifen jetzt kräftig zu
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Foto von Salvador Rios auf Unsplash
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Name Aktuell Diff. Börse
Palantir 154,45 EUR -0,05 % Lang & Schwarz

Großanleger bauen Positionen kräftig aus

Beim US-Softwarekonzern Palantir rücken institutionelle Investoren zunehmend in den Mittelpunkt. Während das Unternehmen von einer stark wachsenden Nachfrage nach Anwendungen rund um künstliche Intelligenz profitiert, haben mehrere große Vermögensverwalter ihre Beteiligungen ausgebaut. Die Entwicklung fällt in eine Phase außergewöhnlich hoher Wachstumsraten und unterstreicht, welche Bedeutung Palantir inzwischen im internationalen Software- und KI-Markt erreicht hat.

Aktuelle Daten für das zweite Quartal 2026 zeigen, dass insbesondere professionelle Anleger größere Summen in den Konzern investieren. Gleichzeitig bleibt das Bild nicht vollständig einheitlich: Während zahlreiche institutionelle Investoren ihre Positionen vergrößerten, reduzierten einzelne Häuser ihre Bestände.

Milliarden fließen in Palantir - Institutionelle halten fast die Hälfte

Cornerstone Advisors kaufte im zweiten Quartal 2026 insgesamt 56.303 Palantir-Aktien. Der Wert der neu aufgebauten Position belief sich auf rund 6,57 Millionen US-Dollar.

In deutlich größeren Dimensionen bewegt sich die Norges Bank. Der norwegische Investor hält mittlerweile Palantir-Anteile mit einem Wert von rund 5,15 Milliarden US-Dollar. Auch Arrowstreet meldete einen deutlichen Ausbau seiner Beteiligung.

Insgesamt befinden sich inzwischen 45,65 Prozent der ausstehenden Palantir-Aktien in den Händen institutioneller Investoren. Damit kontrollieren professionelle Marktteilnehmer einen erheblichen Teil des Unternehmens.

Allerdings gibt es auch gegenläufige Bewegungen. Wealthfront Advisers verringerte seinen Bestand zuletzt um 5,2 Prozent. Trotz solcher Einzelverkäufe zeigen die gemeldeten Beteiligungsveränderungen insgesamt ein starkes Engagement institutioneller Anleger.

93 Prozent mehr Umsatz: Palantirs Geschäft wächst rasant

Die zunehmende Aufmerksamkeit großer Investoren trifft auf eine außergewöhnlich dynamische operative Entwicklung. Vor gut drei Wochen hatte Palantir seine Ergebnisse für das zweite Quartal präsentiert. Der Umsatz erreichte 1,94 Milliarden US-Dollar und lag damit rund 93 Prozent über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Auch die Profitabilität fiel hoch aus. Nach den vorgelegten Zahlen entfielen auf jeden Dollar Umsatz rund 55 Cent Nettogewinn.

Besonders kräftig entwickelte sich das Geschäft mit kommerziellen Kunden in den USA. Hier stieg der Umsatz um 149 Prozent auf 764 Millionen US-Dollar. Das US-Regierungsgeschäft steuerte weitere 809 Millionen US-Dollar bei.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die hohe Nachfrage staatlicher Auftraggeber. Rund zwei Wochen zuvor hatte Palantir unter anderem einen Alleinauftrag des US-Verteidigungsministeriums erhalten. Gerade die Kombination aus kommerziellen KI-Anwendungen und langfristig ausgerichteten Regierungsaufträgen bleibt damit ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management inzwischen einen Umsatz von bis zu 8,16 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

Aktie steigt deutlich - doch Insider verkaufen für 156 Millionen Dollar

An der Börse ging die starke Geschäftsentwicklung zuletzt mit steigenden Kursen einher. Am vergangenen Freitag legte die Palantir-Aktie um 3,4 Prozent zu und beendete den Handel bei 154,08 Euro. Trotz der jüngsten Kursbewegung liegt das Papier weiterhin rund 14 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Die Marktkapitalisierung des Softwarekonzerns beläuft sich umgerechnet auf etwa 357,67 Milliarden Euro. Analysten führen die Aktie im Konsens als moderaten Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 192,19 US-Dollar. Goldman Sachs zählt Palantir zudem zu den Qualitätstiteln im Bereich Software-as-a-Service.

Neben den wachsenden Positionen institutioneller Investoren fallen allerdings auch umfangreiche Insiderverkäufe auf. Innerhalb der vergangenen 90 Tage trennten sich Unternehmensinsider von mehr als 1,15 Millionen Aktien. Das Verkaufsvolumen summierte sich auf rund 156 Millionen US-Dollar.

Auch außerhalb des Heimatmarktes läuft die Expansion nicht überall reibungslos. Medienberichten zufolge entschied sich der französische Inlandsgeheimdienst DGSI zuletzt gegen Palantir und stattdessen für einen nationalen Anbieter. Damit stehen den hohen Wachstumsraten in den USA und dem zunehmenden Engagement großer Investoren weiterhin Herausforderungen bei der internationalen Geschäftsentwicklung gegenüber.

Bn-Redaktion/aw
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