Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Sprit frisst Marge

Delta kappt Gewinnziel wegen Kerosinschock 09.10.2026, 16:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Sprit frisst Marge: Delta kappt Gewinnziel wegen Kerosinschock
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© BörsenNEWS.de
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Delta Air Lines (DE) 71,76 EUR -2,07 % Lang & Schwarz
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Sechs Milliarden Dollar zusätzlich muss Delta Air Lines in diesem Jahr allein für Treibstoff einplanen. Die US-Fluggesellschaft hat deshalb ihre Gewinnprognose für 2026 deutlich gesenkt – obwohl die Ticketpreise kräftig gestiegen sind. Hierzulande rutschte die Aktie zeitweise um knapp 5 Prozent auf 69,74 Euro ab, zuletzt kostete sie mit 71,45 Euro noch rund 2,5 Prozent weniger als am Vortag.

Gewinnziel schrumpft um fast ein Viertel

Für das Gesamtjahr rechnet Delta nur noch mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 5,10 bis 5,60 Dollar. Im Juli hatte der Konzern aus Atlanta noch 6,50 bis 7,50 Dollar in Aussicht gestellt – gemessen an der Mitte der Spanne sinkt das Ziel damit um fast ein Viertel. Auch beim freien Mittelzufluss wird der Rotstift angesetzt: Statt 3 bis 4 Milliarden Dollar werden nun nur noch rund 2,5 Milliarden Dollar erwartet. Die Begründung fällt eindeutig aus: Der Rückschnitt gehe vollständig auf die Treibstoffkosten zurück, hieß es aus der Finanzabteilung.

Schon im dritten Quartal blieb Delta hinter den Markterwartungen zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,72 Dollar, erwartet worden waren rund 1,82 Dollar. Das Betriebsergebnis sank um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar, unter dem Strich blieb nur gut die Hälfte des Vorjahresgewinns übrig.

Kerosinrechnung steigt um 62 Prozent

Hinter dem Einbruch steht der Iran-Krieg, der den Ölmarkt seit Monaten in Atem hält. Die Treibstoffrechnung der Airline kletterte im dritten Quartal auf 4,1 Milliarden Dollar – 62 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und rund 500 Millionen Dollar mehr als noch im Juli veranschlagt. Für das Schlussquartal kalkuliert Konzernchef Ed Bastian mit einem Kerosinpreis von 4,25 Dollar je Gallone (rund 3,8 Liter), nach 3,61 Dollar im dritten Quartal.

Spürbare Entspannung ist am Ölmarkt bislang nicht in Sicht. Die Nordseesorte Brent kostete in der Nacht zum Freitag rund 103,50 Dollar je Barrel, nachdem neue Angriffe auf Tanker in der Golfregion den Preis am Donnerstag um 4 Prozent nach oben getrieben hatten. Die Zusage von US-Präsident Donald Trump, Iran vor den Zwischenwahlen Anfang November nicht anzugreifen, sorgte nur für eine leichte Gegenbewegung. Teheran prüft nach eigenen Angaben einen US-Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Starke Nachfrage gleicht Kostenschub nicht aus

Auf der Nachfrageseite läuft es dagegen rund. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um ein gutes Fünftel auf 20,2 Milliarden Dollar, vor allem dank höherer Ticketpreise. Die Erlöse mit Premium-Sitzen legten um 18 Prozent zu, die Nachfrage bleibe hoch, betonte Bastian. Die Mehreinnahmen reichen jedoch nicht, um die explodierenden Kraftstoffkosten aufzufangen – trotz einer konzerneigenen Raffinerie, die einen Teil des Kerosinbedarfs abdeckt.

United und JetBlue rutschen mit ab

Auch andere US-Fluggesellschaften geben nach. United Airlines verbilligte sich um 2,0 Prozent auf 93,90 Euro und hat im Wochenverlauf damit gut 5 Prozent eingebüßt. JetBlue Airways fiel um 1,7 Prozent auf 3,44 Euro und notiert so tief wie seit einem Jahr nicht mehr. Zusätzliche Belastung droht am Wochenende durch Hurrikan „Isaias“, der sich im Golf von Mexiko auf Kategorie drei verstärkt hat und auf die US-Golfküste zusteuert. Delta, United und JetBlue bieten betroffenen Passagieren bereits kostenlose Umbuchungen an.

Wie weit sich die Kosten noch über die Ticketpreise weiterreichen lassen, dürfte maßgeblich vom weiteren Verlauf des Konflikts am Persischen Golf abhängen. Delta selbst rechnet auch im vierten Quartal mit höheren Treibstoffkosten. Auf Jahressicht liegt die Aktie trotz des jüngsten Rückschlags allerdings noch gut 40 Prozent im Plus.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,88
Hebel: 4,23
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW7FWH. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

16:22 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

15:53 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

15:49 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

15:32 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:52 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer