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Tesla im Krisenmodus

Musks neue Partei vernichtet Milliarden 07.07.2025, 16:19 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Tesla
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Tesla 311,60 EUR +0,35 % Lang & Schwarz

Politik statt Produktion: Anleger verlieren Vertrauen

Tesla-Aktien gaben am Montag um bis zu 8 % nach – der größte Tagesverlust seit Juni. Hintergrund: Elon Musk kündigte am Wochenende an, eine eigene politische Partei zu gründen. Die „America Party“ soll sich zunächst auf Sitze im US-Kongress konzentrieren. Ein späteres Engagement bei der Präsidentschaftswahl sei nicht ausgeschlossen, schrieb Musk auf X.

Bereits zuvor hatten sich Anleger zunehmend kritisch über Musks politische Aktivitäten geäußert. Seit Jahresbeginn verlor die Tesla-Aktie rund 28 % an Wert. Analyst Jed Dorsheimer von William Blair begründete die Herabstufung der Aktie damit, dass Investoren „müde von den Ablenkungen“ seien. Die Firma brauche derzeit volle Aufmerksamkeit.

Zweifel an Musks Führungsfokus

Die zunehmende Vermischung von Unternehmensführung und politischem Aktivismus sorgt auch intern für Spannungen. Analyst Dan Ives von Wedbush Securities erklärte im Fernsehen, das Tesla-Board müsse nun reagieren: „Es gibt eine rote Linie, die er überschreitet.“ Laut Tesla-Angaben prüft ein Sonderausschuss des Vorstands bereits seit April Musks Vergütungspaket.

Zudem steht Tesla operativ unter Druck: Im zweiten Quartal brach der weltweite Absatz um 13 % ein – nach einem ähnlich starken Rückgang zu Jahresbeginn. Besonders deutlich sind die Verluste in Europa: Im Mai fielen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 %, während der Gesamtmarkt für E-Autos wuchs.

Trump vs. Musk: Eskalation im Machtkampf

Auch politisch verschärft sich die Lage. Ex-Präsident Donald Trump kritisierte die Parteigründung scharf: „Dritte Parteien haben nie funktioniert“, so Trump. In einem Truth-Social-Beitrag warf er Musk vor, „völlig die Kontrolle verloren“ zu haben. Der Zeitpunkt ist pikant: Nur einen Tag zuvor hatte Trump ein Gesetzespaket unterzeichnet, das laut Musk „Zukunftsindustrien beschädigt“.

Finanzminister Scott Bessent schloss sich dem an: „Die Aufsichtsräte seiner Firmen wollten, dass er zurückkommt und seine Unternehmen führt.“ Einige Investoren sehen die Entwicklung jedoch auch strategisch. Jason Hsu von Rayliant Global Advisors nannte Musks Schritt „genial“, um langfristig politischen Einfluss zum Schutz seiner Firmen aufzubauen.

Bn-Redaktion/ts
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