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Stabilus fällt wegen Sparprogramm ans SDax-Ende 19.09.2025, 11:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Stabilus 16,12 EUR -0,98 % Lang & Schwarz

(neu: Kurs aktualisiert, mehr Details und Stimmen.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Sparprogramm von Stabilus hat die Aktien des Autozulieferers am Freitag deutlich belastet. Sie sackten bis zu knapp sechs Prozent ab und verloren gegen Mittag als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax noch 4,6 Prozent auf 23,80 Euro.

Damit bekam die jüngste, zaghafte Erholung einen Dämpfer: Ausgehend vom Hoch seit Anfang August fielen die Papiere auf das Niveau von vor zwei Wochen zurück. Sie rutschten erneut unter die 21- sowie die 50-Tage-Linie, die als charttechnische Indikatoren für den kurz- und mittelfristigen Trend gelten. Das Kursminus seit Jahresbeginn summiert sich nun auf mehr als ein Fünftel.

Stabilus setzt wegen des schwierigen Marktumfelds den Rotstift an und streicht 450 Stellen. Die Aufwendungen für das Sparprogramm wurden vom Spezialisten für Kofferraum-Gasfedern auf 18 Millionen Euro beziffert. Das Konzernergebnis dürfte wegen entsprechender Rückstellungen im laufenden Geschäftsjahr nur bei 25 Millionen Euro liegen und damit unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 47,1 Millionen.

Laut einem Händler sind die Sparmaßnahmen sinnvoll. Ihre Notwendigkeit unterstreiche aber, dass die Marktlage weiterhin schwierig bleibe und das Unternehmen zusätzliche Anstrengungen unternehmen müsse, um die für 2030 gesteckten Strategieziele zu erreichen. Diese Anstrengungen hätten zwar ihren Preis, könnten sich aber lohnen.

Der Händler hob außerdem hervor, dass Stabilus an den Prognosen für das Tagesgeschäft festhält - nur wenige Tage vor dem Ende des Geschäftsjahrs. Das stimme zuversichtlich, dass Stabilus die Ziele erreiche. Ein anderer Börsianer stieß ins selbe Horn und betonte, dass eine Bestätigung des übrigen Ausblicks beruhigen dürfte. Das Verfehlen der Markterwartungen beim Konzernergebnis dürfte kein großer Rückschlag sein.

Auch Warburg-Analyst Marc-Rene Tonn blieb optimistisch und hielt an seiner Kaufempfehlung für Stabilus fest. Mit einem Kursziel von 44 Euro traut er den Aktien rund 85 Prozent Aufwärtspotenzial zu. Der Konzernumbau sei zu begrüßen und dürfte sich zudem in eher kurzer Zeit amortisieren. Das Sparprogramm dokumentiere aber auch die Probleme des Autozulieferers.

Stabilus will das Programm im Wesentlichen bis Ende September 2026 umsetzen. Im darauffolgenden Geschäftsjahr 2027 peilt der SDax-Konzern dadurch bereits Einsparungen von rund 19 Millionen Euro an. Ab 2028 sollen jährlich sogar rund 32 Millionen Euro gespart werden./niw/tih/men

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