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Aixtron mit neuem Schwung - Jefferies: KI-Potenzial unterschätzt 10.02.2026, 11:59 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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AIXTRON 33,43 EUR +3,31 % Lang & Schwarz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Kaufempfehlung der Investmentbank Jefferies hat die Aktien von Aixtron am Dienstag mit 23,15 Euro auf das höchste Niveau seit Mai 2024 getrieben. Dabei gewannen sie fast 10 Prozent und bauten das Jahresplus auf ein Drittel aus.

Die Papiere des Chipausrüsters seien ein bisher unterschätzter KI-Wert, dem eine Beschleunigung bevorstehe, schrieb Analyst Om Bakhda zu seiner Empfehlung. Sein Kursziel stockte er deutlich auf 27 Euro auf und signalisiert damit auf aktuellem Niveau noch fast 17 Prozent Spielraum nach oben.

Steigende Investitionen der großen KI-Konzerne in ihre Cloud-Dienste und Signale, dass Netzwerkunternehmen ihre Ausgaben vorzögen, stärkten die Umsatzaussichten von Aixtron im Bereich Optoelektronik für 2026 und auch 2027, so der Experte.

So hatten Amazaon, Alphabet , Meta und Microsoft zuletzt ihre Investitionspläne für 2026 in atemberaubende Höhe aufgestockt - allen voran Amazon auf insgesamt rund 200 Milliarden Dollar.

Hinzu kommt laut Bakhda das mittelfristig ohnehin spannende Narrativ für GaN-Leistungselektronik und weniger Risiken im Bereich Siliziumkarbid. Insgesamt sieht Bakhda eine gute Ausgangslage für eine Neubewertung der Aktien.

Mit dem Kurssprung nehmen die Aixtron-Aktien ihre Ende Oktober gestartete Rally nach einer kurzen Konsolidierung wieder auf. Seither haben sie um rund 80 Prozent zugelegt. Bereits damals hatten Analysten nach einer Durststrecke Anzeichen einer Geschäftsbelebung ausgemacht sowie auf großes KI-Potenzial verwiesen. Aixtron sei die nächste große Wette mit Blick auf KI und Rechenzentren und vermutlich der am meisten unterschätzte KI-Profiteur der Branche, hatte etwas die Investmentfirma Kerrisdale Capital Anfang November geschrieben.

Im Fokus steht vor allem das langfristige Geschäftspotenzial durch neue Energiearchitekturen für stromhungrige KI-Rechenzentren. Für diese braucht es Elektronikchips, die mit Anlagen von Aixtron hergestellt werden. Konkret geht es um die Einführung neuer 800-Volt-Architekturen, die sowohl Chips aus Galliumnitrid (GaN) als auch aus Siliziumcarbid-Chips benötigen. Diese sind effizienter als herkömmliche Siliziumchips./ag/mis/jha/

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