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Gerresheimer nach Prognosesenkung auf Tief seit 2022 02.06.2025, 13:37 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Gerresheimer 21,16 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Senkung der Jahresziele und Kürzung der Dividende sind die Aktien von Gerresheimer am Montagmittag schwer unter Druck geraten. Die Papiere des Spezialverpackungsherstellers brachen um mehr als ein Fünftel ein und wurden mit knapp 49 Euro auf dem tiefsten Niveau seit Herbst 2022 gehandelt.

Selbst bei einem deutlich stärkeren zweiten Halbjahr sei die ursprüngliche Prognose für 2025 nicht mehr erreichbar, hieß es von den Düsseldorfern. Beim bereinigten Gewinn je Aktie avisiert man im Jahresvergleich nun einen prozentual niedrigen zweistelligen Rückgang, anstelle des bisherigen Zuwachses. Die Dividende will Gerresheimer auf das gesetzliche Minimum senken, sie soll daher bei 4 Cent je Aktie liegen statt 1,25 Euro ein Jahr zuvor.

"Schon wieder eine Gewinnwarnung", schrieb der JPMorgan-Experte David Adlington in seiner ersten Reaktion. Vielleicht noch schlimmer als die düstere Prognose sei für die Aktionäre, dass die Dividende praktisch gestrichen worden sei - und das dahinter steckende Signal für die Bilanz.

Nun müssten die Anleger wohl hoffen, dass damit der Weg frei ist für ein Private-Equity-Gebot, so Adlington weiter. Im Frühjahr war durchgesickert, dass Gerresheimer nach möglichen Interessenten für eine Übernahme sucht. Für einen möglichen Bieter seien die Nachrichten wiederum hilfreich für eine niedrigere Bewertung. Die neuen Jahresziele bedeuten laut Adlington drei Prozent Korrekturbedarf beim Umsatzkonsens und neun Prozent beim operativen Ergebniskonsens auf bereinigter Basis.

Gerresheimer steht schon seit Jahren wiederholt im Fokus von Finanzinvestoren. Dabei ging es immer wieder um eine mögliche Aufspaltung des Konzerns. Der Kosmetikbereich produziert etwa Tiegel und Fläschchen für die Kosmetikindustrie, die Pharmasparte bietet komplexere Spezialglas- und Kunststoffverpackungen sowie Systeme für die Verabreichung von Medikamenten an.

In der vergangenen Woche waren die Papiere nach einer Kreisemeldung zu einer möglichen Übernahme durch die Finanzinvestoren Warburg Pincus und KPS Capital Partners kurzzeitig hochgesprungen bis auf 66,50 Euro. Letztlich verpuffte aber der Zuwachs schnell wieder./ag/ajx/stk

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