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Gesenkte Wachstumsziele schocken Teamviewer-Anleger - Rekordtief 22.10.2025, 10:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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TeamViewer 5,888 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Probleme mit dem übernommenen britischen Softwareunternehmen 1E und daher gesenkte Umsatzziele haben die Aktie von Teamviewer am Mittwoch auf ein Rekordtief gedrückt. Das Papier des Fernwartungsspezialisten sackte zum Handelsstart bei sehr hohen Umsätzen um mehr als 20 Prozent ab auf 6,41 Euro ab. Zuletzt erholte es sich kaum und notierte 17,7 Prozent tiefer bei 6,98 Euro.

Der Softwareanbieter hatte am Vorabend seine Prognose für den durchschnittlich jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) gesenkt und zudem mitgeteilt, dass sich die Erlöse 2025 am unteren Ende der Prognosespanne bewegen dürften. 2026 werde der Umsatz bei 790 bis 825 Millionen Euro liegen, was ein Plus im Jahresvergleich von 2 bis 6 Prozent wäre. Zuvor war Teamviewer von 850 bis 870 Millionen Euro ausgegangen.

Ein Händler sprach von einem "komplexen Zahlenwerk", das sowohl positive als auch negative Aspekte beinhalte. Positiv sei etwa, dass die operative Profitabilität in diesem Jahr etwas höher gesehen werde, denn die Ebitda-Margenerwartung sei um einen Prozentpunkt angehoben worden. Er beurteilt aber die gekappte ARR-Prognose als schwerwiegender, "da Abonnentenmodelle von diesem Schlüsselindikator abhängen". Künftige Leistungskennziffern würden belastet und die Zukunftsaussichten seien eingetrübter.

DZ-Bank-Analyst Armin Kremser reagierte nach den Zahlen prompt und nahm die Aktie aus der "Equity Long Ideas"-Liste für langfristig besonders aussichtsreiche Werte heraus. Zwar sei die Profitabilität von Teamviewer mit einer 46-prozentigen bereinigten Ebitda-Marge stark gewesen, "doch die Wachstumserwartungen mit einer reduzierten Prognose für 2025 und 2026 fielen enttäuschend aus", resümierte er.

Das Umsatzwachstum habe sich bereits in den vergangenen Quartalen abgeflacht, und diese Entwicklung setze sich nun fort. Vor allem die sehr schwache Entwicklung bei 1E sei der Kern des Übels im Quartalsbericht. So seien die Umsätze bei 1E aktuell rückläufig und die Integration - insbesondere im Vertrieb - bereite offenkundig mehr Probleme als erwartet./ck/mis/stk

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