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Kappung der Jahresprognose schickt Energiekontor auf Talfahrt 10.10.2025, 12:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Energiekontor 39,80 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein trüberer Geschäftsausblick von Energiekontor hat den Anlegern am Freitag auf die Stimmung geschlagen. Der jüngste Erholungsversuch der Aktie ist erst einmal vorbei. Anleger schickten das Papier steil auf Talfahrt. Die etwas über 41 Euro verlaufende charttechnische Unterstützung, an der sich der Kurs in diesem Jahr bereits mehrmals gefangen hatte, wurde gerissen.

Zuletzt büßte das Papier 18,7 Prozent auf 39,30 Euro ein und rutschte auf den tiefsten Stand seit Anfang April. Am Vortag noch hatte es klar zugelegt und den höchsten Stand seit fast zwei Monaten erreicht. Nun jedoch steht für den bisherigen Jahresverlauf ein Kursverlust von 20 Prozent für das Papier des im SDax notierten Wind- und Solarparkentwicklers zu Buche.

Das Unternehmen, das im Frühjahr bereits vor möglichen Projektverzögerungen gewarnt und dabei auf die nur schleppend verlaufende Netzreform in Großbritannien verwiesen hatte, sprach am Donnerstagabend eine Gewinnwarnung aus. Projektverzögerungen in Deutschland sowie geänderte Rahmenbedingungen für mehrere britische Windkraftprojekte wurden als Grund dafür genannt, die bisher angepeilten 70 bis 90 Millionen Euro Vorsteuergewinn (Ebt) auf 30 bis 40 Millionen Euro zusammenzustreichen. Einspruchs- und Widerspruchsfristen für projektspezifische Behördenentscheidungen hätten sich verlängert, hieß es. Zudem zögen sich in Großbritannien die Zusagen für Netzanschlüsse hin. Ein Händler sprach von einer "heftigen Gewinnwarnung."

Laut Analyst Philipp Kaiser von Warburg Research deutet die nahezu halbierte Prognose für 2025 darauf hin, dass der Vorsteuergewinn im zweiten Halbjahr "damit fast ausschließlich aus dem Segment Power Generation kommen sollte". Schließlich habe Energiekontor in der ersten Jahreshälfte bereits 28,3 Millionen Euro erwirtschaftet.

Von daher misst er den angepassten Schätzungen zwar ein "relevantes Ausmaß" bei, die Heftigkeit der Kursreaktion hält er jedoch für "überzogen". Letztlich handele es sich um Projektverzögerungen und -verschiebungen in das Jahr 2026, die vor allem regulatorische Gründe hätten. Der Warburg-Experte ist sogar optimistisch, dass dadurch die Ziele für das neue Jahr besonders stark ausfallen könnten.

Dass die Aktie dennoch so stark reagiert, sieht er der Volatilität im Projektmodell geschuldet. Gebe es positive Nachrichten, schnelle die Aktie stark hoch, bei negativen wie Projektverschiebungen sei es umgekehrt, da die Börse keine Unsicherheiten möge.

Mit Blick auf den anstehenden Analysten-Call am Nachmittag wartet Kaiser besonders auf Aussagen dazu, ob die Projektverzögerungen und projektspezifischen Behördenentscheidungen womöglich bereits absehbar gewesen sind oder überrascht hätten./ck/lew/mis

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