Aktien Asien

Weitere Verluste - Samsung unter Druck 07.07.2026, 09:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Nikkei 225 68.677,70 PKT -0,30 % Ariva Indikation
Hang Seng 24.327,95 PKT +1,62 % Ariva Indikation
CSI 300 Index 4.849,59 PKT -0,96 % Ariva Indikation
S & P/ASX 200 8.673,89 PKT +0,13 % Ariva Indikation

Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag weiter nachgegeben. Verluste der Technologiewerte lasteten auf den Indizes. Dies führte an den technologielastigeren Märkten zu stärkeren Abgaben.

Die stärksten Verluste verzeichnete die südkoreanische Börse: Der Leitindex Kospi KRD020020 verlor knapp fünf Prozent. Hier belasteten die Verluste des Schwergewichts Samsung KR7005930003. Neue Zahlen des Unternehmens wurden zum Anlass von Verkäufen genommen. Im zweiten Quartal hatte der südkoreanische Elektronikriese operativ etwas mehr als 89 Billionen Won (rund 51 Milliarden Euro) verdient und damit so viel wie nie zuvor. Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres war das operative Ergebnis um das 19-Fache gestiegen. Er fiel zudem etwas höher als von Experten erwartet aus.

Marktteilnehmer führten die Verluste von Samsung unterdessen weniger auf die Zahlen als auf einen Wandel der Anlegerstimmung zurück. "Wenn man den Kursrutsch des Speicherchipherstellers Samsung Electronics an der Börse ansieht, dann muss man festhalten: An den Zahlen kann es kaum gelegen haben", betonte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Eine mögliche Erklärung für den Kursrutsch liefert die Anlegerstimmung: Wenn gute Nachrichten verkauft werden, haben Anleger sie schon vorweggenommen." Der Markt zeige Anzeichen einer zunehmenden KI-Müdigkeit. Die Samsung-Zahlen seien daher kein gutes Omen für die beginnende Berichtssaison.

Auch Titel des Wettbewerbers SK Hynix KR7000660001 gerieten unter Druck. Den Abgaben in Südkorea schloss sich auch ein anderer Wert an. Der Aktienkurs des südkoreanischen Schiffbauers Hanhwa Ocean KR7042660001 brach um fast 24 Prozent ein, nachdem das Unternehmen einen milliardenschweren Auftrag aus Kanada an den Kieler Marineschiffbauer TKMS DE000TKMS001 verloren hatte.

Auch am japanischen Aktienmarkt hinterließ die KI-Schwäche Spuren. Der Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 schloss 2,12 Prozent tiefer mit 68.256,9 Punkten. Gefragt waren stattdessen Anleihen. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf die überdurchschnittliche Nachfrage bei einer Auktion japanischer Staatsanleihen. Die gestiegenen Renditen hätten Anleger angezogen.

Auch an den chinesischen Börsen ging die Technologieschwäche nicht spurlos vorbei. Der CSI-300-Index CNM0000001Y0 mit den wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandsbörsen sank um 1,2 Prozent auf 4.837 Punkten. Der Hang-Seng-Index HK0000004322 der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor zuletzt 0,7 Prozent.

Etwas besser hielten sich australische Aktien. Der Markt profitierte damit von der geringeren Technologielastigkeit. Mit dem australischen S&P ASX 200 XC0006013624 ging es um 0,31 Prozent auf knapp 8.803,90 Punkte abwärts.

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