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Anleger machen weiter Kasse - Technologiewerte schwach 14.11.2025, 12:17 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Börsen Europas haben am Freitag weiter unter Druck gestanden. Damit setzte sich die Korrektur vom Vortag fort. Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank hatten Zinshoffnungen gedämpft. "Nun wird sich zeigen müssen, ob die US-Aktienmärkte zur Ruhe kommen oder der Verkauf auch dort dynamisiert wird", so Marktexperte Andreas Lipkow.

Der EuroStoxx 50 verlor am Mittag 1,1 Prozent auf 5.680,32 Punkte. Der Schweizer SMI sank um 0,72 Prozent auf 12.649,49 Punkte, während der britische FTSE 100 um 1,38 Prozent auf 9.672,52 Punkte fiel.

Mit den jüngsten Ereignissen hat sich die Lage an den Märkten wieder eingetrübt. "Die Euphorie über das Ende des Shutdowns in den USA ist vollständig verflogen, jetzt schwinden auch noch die Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank", beschrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robo Markets die Entwicklung. "Die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für die dritte und letzte Senkung in diesem Jahr fällt nach den Aussagen einiger Fed-Mitglieder unter 50 Prozent, nachdem noch vor wenigen Wochen allgemeiner Konsens darüber herrschte."

Schwächster Sektor waren die Technologiewerte. Hier belasteten die Vorgaben aus Asien und den USA. "Die jüngste Abstufung des Tech-Sektors durch Wells Fargo hallt nach", hieß es in einer Einschätzung des Brokers Index Radar. "Genannt wurden überzogene Bewertungen und ein Optimismus, der die Realität in Teilbereichen überstrahlt."

Versicherer wurden etwas durch die Zahlen von Swiss Re beeinträchtigt. Die Analysten von Barclays verwiesen auf das schwache Resultat in der Lebens-Rückversicherung. Das dritte Quartal habe unterstrichen, warum die Schweizer nicht ebenso hoch bewertet sein sollten, wie ihre deutsche Konkurrenz, schrieb Ben Cohen von RBC. Die Aktie sank um 3,5 Prozent.

Die guten Zahlen eines anderen Schweizer Wertes vermochten unterdessen nicht, Verluste im Luxussektor zu verhindern. Die Aktien von Richemont reagierten zwar mit einem deutlichen Plus von 5,7 Prozent auf die Halbjahreszahlen, doch andere Titel der Branche wie Kering schwächelten. Die Zahlen von Richemont seien ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, betonte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Positiv seien unter anderem die Rückkehr zu Wachstum in China sowie die anhaltend robuste Nachfrage in den USA.

Auch beim Zugbauer Alstom blieb der Effekt auf den Einzelwert beschränkt, der 5,4 Prozent gewann. Die Experten der UBS verwiesen auf die zuversichtlichen Aussagen des Unternehmens im Rahmen der Telefonkonferenz nach den Zahlen zum ersten Halbjahr. Damit eröffne sich die Chance auf eine Anhebung des bestehenden Ausblicks zu einem späteren Zeitpunkt./mf/mis

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