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Aktien Europa

EuroStoxx leidet unter Konjunktur- und KI-Sorgen 14.09.2026, 12:25 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
UK 100 10.726,19 PKT +0,55 % TTMzero RT
Eurozone 50 6.272,19 PKT -0,82 % Ariva Indikation
FR 40 8.130,87 PKT -0,56 % TTMzero RT
CH 20 13.939,69 PKT +1,10 % TTMzero RT

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 hat am Montag nahtlos an seine beiden schwachen Vorwochen angeknüpft. Wieder steigende Ölpreise und neue Bedenken zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) trübten die Stimmung.

Der Leitindex der Eurozone fiel bis zum Mittag um mehr als ein Prozent auf 6.259 Punkte. Damit bewegt sich das Börsenbarometer mittlerweile auf dem Niveau von Ende Juli.

Außerhalb der Eurozone hingegen wurden Kursgewinne verzeichnet. Hier griffen die Anleger verstärkt bei als defensiv geltenden Branchen wie dem Pharma- EU0009658723 oder dem Nahrungsmittelsektor EU0009658749 zu.

Derweil legte der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,6 Prozent auf 10.709 Zähler zu. In Zürich zog der Leitindex SMI CH0009980894 um 1,1 Prozent auf 13.925 Punkte an.

Europaweit litten die Rohstoffwerte EU0009658624 stark unter Ängsten vor einer Abkühlung der globalen Konjunktur, nachdem der Preis für Rohöl als Schmiermittel der Weltwirtschaft am Montag wieder deutlich zulegte.

Am Wochenende hatte es einige Rückschläge für den Ölmarkt gegeben. So setzt der Konflikt im Nahen Osten den weltgrößten Ölexporteur Saudi-Arabien heftig unter Druck. Nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch eine wichtige Pipeline abschalten. Zudem wurde das für diesen Montag geplante Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf im Oman nach Angaben aus Maskat verschoben.

Technologiewerte sackten zum Wochenstart um 2,5 Prozent ab. Sie gelten wie die Rohstofftitel als konjunktursensibel, litten aber zudem unter aufkommenden Forderungen nach einer verlangsamten Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic.

Unter den Einzelwerten traf es viele Werte mit Fantasie bei dem Trendthema KI hart. So fielen die Papiere des Chipkonzerns Infineon DE0006231004 als Schlusslicht im EuroStoxx um 8,6 Prozent. Für die Aktien von ASML NL0010273215 ging es um 5,9 Prozent nach unten. In Paris rutschten die Anteilsscheine von STMicroelectronics NL0000226223 um 6,3 Prozent ab.

Ferner bewegten Analystenkommentare die Kurse. So fielen die Anteilsscheine von Stellantis NL00150001Q9 nach einer skeptischen Studie der US-Investmentbank Morgan Stanley um fast zwei Prozent. Die europäischen Autobauer stünden im Zwiespalt zwischen zyklischer Erholung und strukturellem Druck, schrieb Experte Javier Martinez de Olcoz Cerdan. Er kalkuliert mit einem schwachen Jahr 2027 wegen des Kostenanstiegs und Chinas Druck auf die globalen Märkte. Bei Stellantis sieht er eine Modellpalette, die der Konkurrenz hinterhinkt. Man habe daher wenig Optionen, die Investitionen zurückzufahren, um auf schwächere Barmittelzuflüsse zu reagieren.

Mit Blick auf Renault FR0000131906 zeigt sich der Morgan-Stanley-Experte etwas zuversichtlicher. Die Franzosen profitierten immens vom starken europäischen Markt - und damit auch am stärksten von möglichen Abschirmmaßnahmen der Politik. Die Renault-Aktien legten um knapp ein Prozent zu.

In Mailand freuten sich die Anleger von Campari IT0005252207 über ein Kursplus von gut fünf Prozent. Die Großbank UBS hatte die Papiere zum Kauf empfohlen. Dank mehrerer kürzlich umgesetzter, strategischer Initiativen - darunter die Erweiterung des Portfolios von Aperitifs - sei der Getränkehersteller gut gerüstet für weiteres Wachstum.

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