Aktien Europa Schluss

Techsektor und hohe Energiepreise ziehen die Kurse runter 22.10.2026, 18:15 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FR 40 7.847,31 PKT -0,68 % Ariva Indikation
CH 20 14.562,33 PKT +0,28 % Ariva Indikation
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Weiter hohe Ölpreise und ein sehr schwacher Technologiesektor haben die Anleger am Donnerstag von den europäischen Börsen vertrieben. "Es wird ungemütlich an der Börse", kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets die Lage. Der anhaltend hohe Inflationsdruck sei die zentrale Sorge.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor zum Börsenschluss 1,94 Prozent auf 6.087,01 Punkte. Damit bleibt der seit Mitte August gültige Abwärtstrend intakt. Über die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend kam der Leitindex der Eurozone am Donnerstag nicht hinaus. Zum Handelsschluss notierte er zudem knapp unter der noch stärker beachteten 200-Tage-Linie als Indikator für den längerfristigen Verlauf.

"Die steigenden Energiepreise bringen sowohl die Verbraucher als auch die Notenbanken zunehmend in Bedrängnis", so Lipkow weiter. Für ihn ist daher die Entwicklung im Nahen Osten entscheidend. Ohne eine baldige Deeskalation und eine spürbare Entspannung bei den Ölpreisen nehme die Gefahr zu, dass Anleger ihre Aktienbestände auch unabhängig von kurzfristigen Unternehmensergebnissen reduzierten, zumal immer mehr Konzerne bei ihren Geschäftsausblicken vorsichtiger würden.

Etwas besser sah es am Donnerstag außerhalb der Euroregion aus: Der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 schloss mit minus 0,03 Prozent auf 14.547,97 Zähler. Kursgewinne der Schwergewichte Nestle CH0038863350 und Novartis CH0012005267 stützten. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,26 Prozent auf 10.725,03 Punkte nach.

Technologiewerte in Europa konnten sich dem Verkaufsdruck an der Nasdaq-Börse in New York nicht entziehen. Chip- und KI-Werte ließen dort nach Quartalszahlen von Lam Research und Meta US30303M1027 deutlich Federn. Im EuroStoxx erwischte es die Papiere von Siemens Energy DE000ENER6Y0 besonders stark. Auch Schneider Electric FR0000121972, Infineon DE0006231004 und ASML NL0010273215 kamen unter die Räder.

Gegen den schwachen Trend im Techsektor setze SAP DE0007164600 ein positives Ausrufezeichen nach Quartalszahlen. Die Papiere von Europas größtem Softwarekonzern gewannen an der EuroStoxx-Spitze 3,2 Prozent und hielten damit auch größere Verluste im Techsektor in Schach.

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