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Schwächer - Iran-Verhandlungen vorerst gescheitert 13.04.2026, 11:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.587,26 PKT +0,30 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 5.916,30 PKT -0,46 % Ariva Indikation
SMI 13.164,64 PKT -0,56 % Ariva Indikation

Nach den vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Montag nachgegeben. Eine Ausnahme bildete die ungarische Börse, die - beflügelt vom klaren Sieg der Tisza-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar - deutlich zulegte.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank gegen Mittag um 0,9 Prozent auf 5.875 Punkte. Außerhalb des Euroraums fiel der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,7 Prozent auf 13.094 Zähler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,3 Prozent auf 10.564 Punkte nach.

Der Budapester Leitindex Bux XC0009655090 gewann gegen den schwachen internationalen Markttrend zuletzt 2,7 Prozent. Nach Berechnungen von Ungarns Wahlkommission erreichte die Tisza-Partei bei den Wahlen eine Zweidrittelmehrheit im neuen Parlament. Damit beendet der künftige Ministerpräsident Magyar die 16-jährige Herrschaft seines autokratischen Vorgängers Viktor Orban. Die Anleger setzen darauf, dass die neue Regierung marktfreundliche Reformen umsetzen wird, um die Freigabe eingefrorener EU-Gelder in Milliardenhöhe zu ermöglichen.

In Reaktion auf die abgebrochenen Nahost-Gespräche hatte US-Präsident Donald Trump unterdessen eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen, drohte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.

Aus Branchensicht gehörten Aktien aus den Segmenten Touristik, Luftfahrt und Automobil europaweit zu den größten Verlierern. Die Papiere des Flugzeugbauers Airbus NL0000235190 und des Triebwerkherstellers Safran FR0000073272 verbuchten Abgaben von 1,9 beziehungsweise 2,4 Prozent. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie sieht in den hohen Treibstoffpreisen und deren Auswirkungen auf die Flugzeug-Nachfrage weiterhin ein größeres Problem für die Luftfahrtunternehmen.

Die stärksten Gewinne verzeichneten hingegen Öl-Titel, die von den wieder stark gestiegenen Ölpreisen profitierten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kletterte wieder über die Marke von 100 US-Dollar. Zuletzt notierte er bei knapp 103 Dollar und damit rund acht Prozent über dem Niveau vom Freitagabend.

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