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Dax im Minus - Ölpreisanstieg nährt Inflationssorgen 13.07.2026, 08:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 25.038,48 PKT -0,23 % Ariva Indikation

Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt dürfte am Montag auch den Dax DE0008469008 belasten. Rund eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 ein Minus von gut 0,8 Prozent auf 24.856 Punkte. Damit würde der deutsche Leitindex den überwiegend schwachen asiatischen Börsen folgen.

Dort büßten die technologielastigen Indizes wie der südkoreanische Kospi KRD020020008 und der japanische Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 fast acht beziehungsweise mehr als zwei Prozent ein. Ähnlich wie beim Dax sieht es für sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 EU0009658145 aus.

Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden, nachdem es das Land bereits am Wochenende angegriffen hatten. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren, hieß es. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Attacken für beendet.

"Die Ölpreise steigen und die Aktienkurse fallen, nachdem die Anleger einmal mehr über die Verwerfungslinie der Straße von Hormus gestolpert sind", kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes. "Der Iran sagt, sie ist geschlossen. Die USA sagen, der Schiffsverkehr fließt. Beide Aussagen sind technisch vertretbar. Ein labiles Gleichgewicht, das für Unbehagen sorgt."

Am deutschen Aktienmarkt drohen im Zuge der asiatischen Tech-Schwäche vor allem Halbleitertiteln wie Infineon DE0006231004, Siltronic DE000WAF3001 und Aixtron DE000A0WMPJ6 deutliche Abschläge. Auch die Aktien des Baukonzerns Hochtief DE0006070006 sowie des Energietechnikkonzerns Siemens Energy DE000ENER6Y0, ebenfalls Profiteure des Mega-Themas Künstliche Intelligenz (KI), gaben vorbörslich nach. Damit gehen die Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien erst einmal weiter.

Bei Fraport DE0005773303 dürften die Entwicklung im Nahen Osten sowie eine Prognosesenkung für das Passagieraufkommen schwerer wiegen als eine Hochstufung durch die Bank Exane BNP Paribas: Für die Aktien zeichnet sich ein Kursrückgang ab. Der Flughafenbetreiber gab mit den schwachen Verkehrsdaten für den Juni bekannt, für 2026 nur noch mit einem Passagieraufkommen in etwa auf dem Vorjahresniveau zu rechnen - bisher hatte er einen Anstieg erwartet.

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