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Aktien Frankfurt Ausblick

Dax weiter stabil - Öl und Anleihen bleiben im Blick 29.09.2026, 08:25 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die hohen Ölpreise und der sich fortsetzende Ausverkauf an den Anleihemärkten bleibt am deutschen Aktienmarkt auch am Dienstag im Blick. Mit nur wenigen Technologiewerten im Dax DE0008469008 dürfte sich der deutsche Leitindex jedoch der internationalen Schwäche dieser Branche entziehen können. Rund eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 für ein Plus von 0,2 Prozent auf 25.431 Punkte.

Der Optimismus hinsichtlich eines baldigen diplomatischen Durchbruchs im Krieg zwischen den USA und dem Iran schwindet einmal mehr und die Ölpreise legen zu. Das hatte in den USA am Vortag wieder Inflationssorgen hochkochen lassen und damit stiegen auch die Wetten auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. In der Folge sprangen die Renditen amerikanischer Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs.

Der Marktbeobachter Stephen Innes stellt sich nun die Frage, wie lange das US-Wirtschaftswachstum höheren Zinsen und Ölpreise noch standhalten könne, während "das Aktienpolster nicht mehr weiter wächst".

Bevor hierzulande womöglich der Kapitalmarkttag des Autobauers BMW DE0005190003 in den Blick rücken könnte, dürfte sich das Interesse im Dax zunächst voraussichtlich auf RWE DE0007037129 und FMC DE0005785802 richten.

So berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der Energiekonzern RWE gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft KKR ein unverbindliches Angebot für den deutschen Staatskonzern Uniper DE000UNSE026 abgegeben habe. Dabei konkurriere RWE mit Interessenten wie Equinor NO0010096985 sowie einem Konsortium aus Brookfield und der Investmentgesellschaft aus Kanada, CPPIB.

Ein Händler bewertete den Schritt kritisch, da er zulasten von Aktienrückkäufen gehen dürfte und verwies auf Umsetzungsrisiken. "Zudem hatte RWE-Chef Markus Krebber zuvor ein Interesse an der Übernahme von Uniper verneint, was Fragen hinsichtlich einer klaren Strategie und der Kapitaldisziplin aufwirft." RWE gaben vorbörslich auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um rund ein Prozent nach.

FMC gaben mit minus zweieinhalb Prozent noch deutlicher nach. Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für die Aktie des Dialysespezialisten kräftig von 60 auf 42 Euro gesenkt und ihre Kaufempfehlung gestrichen. Fresenius Medical Care müsse "den Absatzmotor neu starten", schrieb Harry Gillis und verwies auf mangelnde Impulse aus eigener Kraft.

Der Windkraftanlagenbauer Nordex DE000A0D6554 meldete einen Großauftrag in Deutschland und der Pharmaspezialist Medios DE000A1MMCC8 stellte seine Strategie "Ambition 2031" vor. Während diese Aktien auf Tradegate zulegten, gaben Mutares DE000A0SMSH2 nach.

Die Beteiligungsgesellschaft Mutares gab bekannt, eine Vereinbarung über den Erwerb der Steinmüller Engineering GmbH unterzeichnet zu haben. Finanzielle Details wurden dabei nicht genannt. Steinmüller ist ein deutscher Entwickler von Lösungen der thermischen Verfahrenstechnik für den Energie- und Industriesektor.

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