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Dax dämmt Verlust ein - Zahlenflut dominiert den Handel 06.11.2025, 14:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 24.929,85 PKT -0,70 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist nach der späten Aufholjagd zur Wochenmitte am Donnerstag auf Stabilisierungskurs. Am frühen Nachmittag dämmte der deutsche Leitindex mit 24.001 Punkten seinen Verlust auf 0,20 Prozent ein. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es noch um 0,38 Prozent auf 29.262 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,2.

Im Fokus steht mit einer wahren Zahlenflut weiter die Quartalsberichtssaison der Unternehmen, die dem Gesamtmarkt bislang keinen entscheidenden Impuls geben konnte. "Der Dax bleibt im Seitwärtstrend", konstatierte Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets. Auf kurze Sicht überwögen aber die Risiken.

Dax-Spitzenreiter Zalando beendete mit einem Kurssprung von 9,7 Prozent den jüngsten Abwärtstrend. Analysten sahen den Quartalsbericht des Online-Händlers insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Nach der jüngsten Schwäche und angesichts der gesunkenen Umsatzerwartungen sorge der Zwischenbericht für Erleichterung, konstatierte Georgina Johanan von der US-Bank JPMorgan.

Bei der DHL Group konnten sich die Anleger dank einer unerwarteten Gewinnsteigerung über einen Kursanstieg von 7,8 Prozent freuen. Andy Chu von der Deutschen Bank sieht das operative Ergebnis (Ebit) klar über der Konsensschätzung.

Für Rheinmetall ging es um 2,5 Prozent hoch. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie zeigte sich erleichtert von dem robusten Zwischenbericht und dem bestätigten Ausblick des Rüstungskonzerns und Autozulieferers. Die Ängste einiger Anleger vor einer Prognosesenkung, welche die Kursschwäche der vergangenen Tage widerspiegele, hätten sich somit nicht bewahrheitet. Die Konsensschätzungen lägen zudem weiterhin über der Planung des Unternehmens.

Im MDax zählte Rational nach der jüngsten Kursschwäche mit plus 7,8 Prozent zu den Favoriten. Die Experten der kanadischen Bank RBC sahen die Gewinne des Großküchen-Ausrüsters über den Erwartungen. Bei den schon gut gelaufenen Hochtief -Aktien sorgte der angehobener Gewinnausblick für Kursturbulenzen. Letztlich setzte sich eine positive Interpretation durch - die Aktien des Baukonzerns zogen um 5,3 Prozent an und markierten einen Rekord.

Suss führte dank eines Kurssprungs von knapp 20 Prozent die Gewinnerliste im Nebenwerte-Index SDax an. Nachdem der Halbleiterzulieferer vor wenigen Tagen erst den Ausblick gesenkt hatte, rechnet er nun im vierten Quartal mit einer sehr deutlichen Belebung. Für Marktteilnehmer kam das überraschend, auch weil zuletzt von einem "wenig dynamischen Auftragseingang" im dritten Quartal die Rede gewesen war.

Derweil litten die seit Jahresbeginn gut gelaufenen Aktien von Heidelberg Materials mit minus 2,1 Prozent unter Gewinnmitnahmen. RBC-Analyst Anthony Codling attestierte dem Baustoffhersteller ein branchenkonform solides Quartal. Er merkte aber an, Konkurrent Holcim habe sich in den Schwellenländern besser geschlagen.

Deutsche Börse verbilligten sich um 3,4 Prozent. Wegen des Verdachts auf einen Kartellverstoß leitete die EU-Kommission offiziell ein Verfahren gegen die Eschborner sowie die US-Technologiebörse Nasdaq ein.

Für MDax-Schlusslicht Lanxess ging es um 12,7 Prozent bergab. Der Chemiekonzern wird in einem weiterhin schwierigen Wirtschaftsumfeld vorsichtiger für die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr. Hamborner Reit war nach der Zahlenvorlage mit einem Minus von 4,4 Prozent größter Verlierer im SDax. Die Aktien des Immobilienunternehmens rutschten zudem auf ein Mehrjahrestief ab./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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