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Dax etwas schwächer - Ölpreis, Tech-Schwäche, Quartalszahlen 03.11.2026, 14:22 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Nach dem robusten Wochenstart lässt der Dax DE0008469008 am Dienstag unter dem Eindruck der Tech-Schwäche in den USA und einer erneuten militärischen Eskalation im Iran wieder Federn. Nachdem er zunächst unter sein Vortagestief gerutscht war, konnte der deutsche Leitindex anschließend die Verluste etwas eingrenzen auf zuletzt noch 0,5 Prozent auf 25.852 Punkte.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,4 Prozent auf 30.734 Zähler. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 büßte 0,4 Prozent ein. Die Ölpreise legten nach Meldungen über erneute Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran zu und machten einen Teil der deutlichen Verluste vom Vortag wett.

Noch am vergangenen Donnerstag hatte der Dax erstmals seit Anfang September wieder über 26.100 Punkte notiert. Dem Ausverkauf an der Nasdaq hatte er sich in den vergangenen Tagen weitgehend entziehen können, nun aber erwischt ihn die neuerliche Tech-Schwäche doch.

Apple US0378331005 hatte im vergangenen Quartal mit seinem iPhone-Geschäft die Markterwartungen übertroffen, wie die am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen zeigten. Teure Speicherchips treffen den Konzern aber im Weihnachtsgeschäft. Die Apple-Aktien rutschten am Dienstag im vorbörslichen New Yorker Handel um mehr als 4 Prozent ab. "Die Botschaft ist eindeutig: Selbst glänzende Geschäftszahlen reichen nicht mehr aus, wenn die Perspektiven nicht ebenso überzeugend ausfallen", kommentierte dies Börsenexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Quartalszahlen hierzulande veröffentlichten am Dienstag die Dax-Konzerne Bayer DE000BAY0017, Zalando DE000ZAL1111 und Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802. Die Anteile von Bayer gewannen an der Dax-Spitze 5,7 Prozent. Ein starkes Pharmageschäft stimmt den Konzern optimistischer.

Unter Druck standen Zalando mit minus 4,7 Prozent am Dax-Ende. Analysten bemängelten die Bruttomarge im abgelaufenen Quartal. Zudem seien die Aktien im Oktober gut gelaufen. FMC verloren nur anfangs deutlich. Gedämpfte Jahresziele brachten letztlich den jüngsten Kursaufschwung nicht nachhaltig ins Wanken. Am Nachmittag gewannen die Papiere 2,4 Prozent.

Im Luftfahrtsektor verzeichneten die Aktien des Triebwerkherstellers MTU DE000A0D9PT0 Kurseinbußen von 2,4 Prozent, nachdem die Bank of America die Kaufempfehlung gestrichen hatte. Lufthansa DE0008232125 gewannen nach Quartalszahlen 3,8 Prozent.

Eine gekappte Umsatzprognose wegen verzögerter Abschlüsse ließ die Papiere des Fernwartungssoftware-Anbieter Teamviewer DE000A2YN900 um mehr als ein Viertel abstürzen. Teamviewer habe im dritten Quartal enttäuscht, so das Urteil von MWB Research. Die Wachstumserholung sei zunehmend ungewiss. Der gesamte Softwaresektor stand unter Druck. Neben Teamviewer DE000A2YN900 im SDax DE0009653386 verloren im Dax SAP DE0007164600 rund 3 Prozent, im MDax DE0008467416 sanken Nemetschek DE0006452907 um 4,6 Prozent.

Abseits der Börsen wird es am Dienstag in den USA politisch spannend, wenn bei den dortigen Zwischenwahlen die Amerikaner über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Washington abstimmen. Erste Ergebnisse dürften nach mitteleuropäischer Zeit aber erst in der Nacht zum Mittwoch bekannt werden.

Bis dahin dürften die Wahlen die Börsen eher verunsichern. Sie könnten die Machtverhältnisse in Washington verschieben und den Handlungsspielraum von US-Präsident Donald Trump deutlich einschränken, hatte Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management, in seinem Ausblick auf die Woche geschrieben. "Für Anleger rückt damit die Frage in den Fokus, ob Präsident und Kongress im Haushaltsstreit noch zu tragfähigen Kompromissen finden könnten."

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