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Dax ringt weiter um 25.000-Punkte-Marke 16.06.2026, 15:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Ein weiterer Vorstoß des Dax DE0008469008 über die 25.000-Punkte-Marke steht am Dienstag auf der Kippe. Nach dem positiven Wochenstart wegen eines Rahmenabkommens zur Lösung des Iran-Kriegs stieg der Leitindex in der Spitze bis über 25.100 Punkte. Am Nachmittag lag er dann aber mit 25.008 Punkten nur noch knapp über der Tausendermarke. Das Kursplus betrug dabei noch fast ein halbes Prozent. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten legte ähnlich stark auf 32.733 Punkte zu.

Zu Wochenbeginn war der Dax schon einmal nur kurz über die 25.000 Punkte gestiegen. Marktbeobachter zeigten sich jetzt gespannt, ob es dem Leitindex dieses Mal gelingt, sich am Ende über der Tausendermarke zu behaupten. Am Vortag hatten die dazu notwendigen Anschlusskäufe noch gefehlt. Der LBBW-Experte Rolf Schäffer sieht in dem Abkommen einen "diplomatischen Erfolg auf Bewährung", betonte aber auch, dass noch kein Schlussstrich unter den Konflikt gemacht werden könne.

Bei Anlegern rückt nun der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch in den Fokus, gefolgt vom großen Verfall an den Terminbörsen am Freitag. "Die Notenbanker rund um den neuen Fed-Chef (Kevin) Warsh werden sich wohl in Zurückhaltung üben und damit den Markterwartungen entsprechen", kommentierten die Helaba-Experten. Die Erwartung zeitnah steigender Zinsen habe sich mit den sinkenden Ölpreisen der letzten Tage zurückgebildet.

Wichtig für die Marktstimmung bleibt wohl auch der weitere Weg der SpaceX US84615Q1031-Aktien, deren Rally nach dem Rekord-Börsengang auch nicht wegen der am Dienstag vermeldeten Übernahme des KI-Spezialisten Cursor abbricht. Anders als in der Vorwoche gibt es derzeit auch bei anderen Technologie-Titeln keine Mittelabflüsse. Der Nasdaq 100 US6311011026 Index nähert sich wieder seinem Rekordhoch.

Die Aktien von Siltronic DE000WAF3001 gehörten seit Anfang April zu den Titeln, die der globalen Tech-Rally gefolgt waren. Der Waferhersteller nutzte das jüngste Hoch seit 2022 dazu, um sich frisches Kapital zu besorgen. Drei Millionen neue Aktien wurden zu je 91 Euro ausgegeben. Der Kurs näherte sich am Morgen kurz diesem Preis, stabilisierte sich dann aber schnell. Zuletzt war der Abschlag bei 95,65 Euro etwa zwei Prozent groß.

Zum Spitzenreiter im Dax wurden mit fast vier Prozent Plus die Anteile der Gea Group DE0006602006 nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Der Kurs des Maschinenbauers schaffte es in der Jahresbilanz wieder in die Gewinnzone. Mit einem Kursziel von 70 Euro sieht der Experte Lars vom-Cleff viel Luft nach oben für die Aktien, die Anfang Juni noch ein Tief seit mehr als einem Jahr erreicht hatten. Er betonte, die robusten Fundamentaldaten stünden in einem Missverhältnis zur Bewertung.

Anders bewertet Deutsche Bank Research die Situation bei Brenntag DE000A1DAHH0, denn für den Chemikalienhändler wurde die bisherige Kaufempfehlung aufgegeben. Tristan Lamotte erwähnte, das Unternehmen sei zuletzt im Zuge des Nahostkonflikts wegen höherer Preise ein Profiteur gewesen. Da das Abkommen den Konflikt nun erst einmal entschärfe, sollte sich die Lage normalisieren. Der Brenntag-Kurs fiel um 1,5 Prozent. Er war damit in guter Gesellschaft von allgemein schwachen Automobilwerten.

Im Fokus blieb ansonsten das Ringen um die Übernahme der Commerzbank DE000CBK1001 - vor allem aber wegen des Kursanstiegs bei den Aktien des Bieters Unicredit IT0005239360. Auf dessen nun erreichtem Kursniveau von fast 78 Euro ist die Offerte rechnerisch mehr Wert als die 36,45 Euro, die aktuell für die Commerzbank-Aktien gezahlt werden. Erstmals würde sich damit eine Annahme des Angebots bezahlt machen, auch wenn der deutsche Staat die Offerte als zweitgrößter Aktionär ablehnt.

Bei Redcare Pharmacy NL0012044747 wirkte ein angehobener Jahresausblick nochmals dynamisch nach. Am Vortag hatte er im späten Handel schon ein Kursfeuerwerk ausgelöst, das nun mit einem Kurssprung um nochmals 7,5 Prozent weiter ging. Der Kurs der Online-Apotheke schaffte es erstmals seit Anfang März wieder über die 60-Euro-Marke. Das charttechnische Blatt könnte sich damit längerfristig positiv wenden.

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