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Dax scheitert erneut an 25.000-Punkte-Marke 18.06.2026, 14:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 hat es auch am Donnerstag nicht dauerhaft über die Marke von 25.000 Punkte geschafft. Hilfreich war die Unterzeichnung des Abkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges, doch Anleger mussten dies abwägen mit der größer werdenden Erwartung einer baldigen US-Zinserhöhung. Der zwischenzeitliche Anstieg bis auf 25.059 Punkte bedeutete schon den dritten vergeblichen Versuch in dieser Woche, die Tausendermarke hinter sich zu lassen.

Am Nachmittag stand der Leitindex zwar mit 0,2 Prozent im Plus, dies reichte dann aber nur für einen Anstieg auf 24.975 Punkte. Er blieb damit auch auf Abstand zur Bestmarke von 25.507 Punkten - anders als der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145, der seine Rekordjagd fortsetzte. In der zweiten deutschen Börsenreihe geriet der MDax DE0008467416 sogar mit einem Prozent auf 32.534 Zähler unter Druck.

Erleichterung herrschte darüber, dass US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges unterzeichnet haben. Laut dem Vermittlerstaat Pakistan tritt es mit "sofortiger Wirkung" in Kraft. Teheran werde die Straße von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Kurzmitteilungsplattform X bekannt.

Die US-Notenbank Fed hat am Vorabend die von US-Präsident Donald Trump seit langem geforderte Zinssenkung nicht geliefert. Unter Führung des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh wurden am Markt eher Signale für höhere Zinsen aus den Begleitaussagen gelesen. Die New Yorker Börsen hatten daraufhin am Vorabend in ersten Reaktionen noch gelitten, steuern aber nun am letzten Handelstag vor dem verlängerten US-Wochenende auf eine Stabilisierung zu.

Wie die Fed weiter vorgehen wird, ist unter Experten strittig. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, geht davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung größer geworden, aber auch "nicht in Stein gemeißelt" ist. Experten der UBS gehen jedoch von einer längeren Phase des Stillstands aus. Sie bezeichneten die derzeit vorherrschende Meinung einer baldigen Zinserhöhung für überzogen.

An der Dax-Spitze setzten die Anteilsscheine von Siemens Energy DE000ENER6Y0 ihre jüngste Kurserholung um mehr als fünf Prozent fort. Neben der Fantasie, dass der Energietechnikkonzern ein Profiteur der KI-Bewegung ist, half den Aktien auch ein Bericht über Abspaltungspläne. Denn laut dem "Manager Magazin" könnte den Anlegern in Form einer möglichen Abspaltung des Geschäfts mit Kompressoren und Dampfturbinen ein weiteres Zuckerbrot winken.

Außerdem waren die Aktien von Halbleiterherstellern gefragt, was sich in Frankfurt bei Infineon DE0006231004 mit einem Anstieg um 3,8 Prozent zeigte. Am Markt wurde als Stütze auf Nachrichten zum US-Branchenriesen Intel US4581401001 und eine angehobene Prognose des niederländischen Chipkonzerns BE Semiconductor NL0012866412 verwiesen.

Gewinne von mehr als drei Prozent gab es außerdem bei den beiden Dax-Werten aus der Flugzeugindustrie. Eine Kaufempfehlung des Analysehauses Kepler Cheuvreux hievte die AirbusNL0000235190-Aktien mit mehr als drei Prozent in die Gewinnzone. In der Folge davon verbuchten die Titel des Triebwerkbauers MTU DE000A0D9PT0 ähnlich hohe Gewinne.

Unter Druck standen dagegen Dax-Werte aus den Branchen Automobile EU0009658681, Software und Chemie. Bei den Aktien der deutschen Autobauer wirkte die jüngste Gewinnwarnung von BMW DE0005190003 immer noch nach, wie Abschläge von bis zu 5,6 Prozent auch bei Mercedes-Benz DE0007100000, Volkswagen DE0007664039 und dem Sportwagenbauer Porsche AG DE000PAG9113 zeigen.

Im europäischen Chemiebereich nehmen die Anleger derzeit wieder Gewinne mit nach einer Sonderkonjunktur, die die Branche zeitweise im Nahost-Krieg erlebt hatte. Relativ stark zeigte sich dies bei den beiden Dax-Werten BASF DE000BASF111 und Brenntag DE000A1DAHH0 sowie Evonik DE000EVNK013, die allesamt mehr als drei Prozent verloren. Trotz eines angekündigten Stellenabbaus scherte der Evonik-Kurs also nicht groß aus.

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