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Dax schwächelt nach siebentägigem Rekordlauf 14.01.2026, 12:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Mittwoch nach einem stabilen Start in die Verlustzone gedreht. Belasten dürfte, dass die US-Börsen nach Verlusten am Vortag erneut schwächer erwartet werden. Überraschend starke Handelsdaten aus China, die am Morgen noch gestützt hatten, rückten in den Hintergrund.

Nach sieben Handelstagen mit Rekordständen gab der deutsche Leitindex zur Mittagszeit um 0,3 Prozent auf 25.335 Zähler nach. Am Dienstag hatte er erstmals die Schwelle von 25.500 Punkten übersprungen, bevor die Gewinne weitgehend abbröckelten. Der MDax , der Index der mittelgroßen Börsenwerte, gab zuletzt um 1,1 Prozent auf 31.887 Punkte nach.

"Hinter den Rekorden wächst die Vorsicht", schrieben die Analysten von Index-Radar. Doch auch wenn es in den USA am Vortag zu einem "leisen Rückzug" am Aktienmarkt gekommen sei, könne von einer Kapitalflucht keine Rede sein. Allerdings werde am Markt inzwischen wohl zunehmend mit stärkeren Börsenschwankungen gerechnet.

Das Interesse - auch hierzulande - bleibt weiter stark auf die USA gerichtet. So setzt sich die tags zuvor gestartete Berichtssaison der US-Bankenbranche am frühen Nachmittag mit den Zahlen der Bank of America , von Wells Fargo und der Citigroup fort. In den Fokus dürften am Nachmittag zudem auch die US-Einzelhandelsumsätze rücken.

Unter den Dax-Werten sackten FMC mit minus 5,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit November 2024. Das Papier des Dialysespezialisten folgte damit den schwachen Vorgaben der US-Konkurrentin Davita . JPMorgan-Analyst David Adlington verwies in einer Studie zu FMC auf die US-Grippesaison, die bereits im Dezember und damit früher als erwartet startete. Daher seien mehr Behandlungen versäumt worden, weshalb das Management von FMC noch prüfe, ob sich die Auswirkungen nur auf die Therapie-Treue beschränkten oder auch die Sterblichkeit beträfen.

DHL verloren 1,7 Prozent und litten unter einer gestrichenen Kaufempfehlung der US-Bank Goldman Sachs. Analyst Patrick Creuset rechnet zwar damit, dass das von China getriebene Wachstum sich in diesem Jahr fortsetzen werde, der Welthandel allerdings dürfte sich aufgrund steigender Handelsbarrieren verschlechtern, schrieb er. DHL wurde vor allem nach der zuletzt starken Kursentwicklung abgestuft.

Bayer legten unterdessen an der Dax-Spitze um 4,6 Prozent zu. Der Konzern untermauerte seinen Wachstumsambitionen im Pharmageschäft. "Wir haben jetzt fünf große Blockbuster-Kandidaten", sagte der Chef der Pharmasparte Stefan Oelrich im Zuge der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. In den kommenden Jahren bis in die 2030er Jahre hinein erwartet der Manager auch daher "extrem gutes" Wachstum.

RWE stiegen um 1,5 Prozent. Analysten wie die von Bernstein Research sehen den Energiekonzern als Gewinner der Windkraft-Auktionen in Großbritannien. RWE habe sich den Löwenanteil der ausgeschriebenen Projekte auf See gesichert, hieß es. Zudem gab die Beteiligungsgesellschaft KKR eine strategische Partnerschaft mit RWE bekannt.

Lufthansa verloren im MDax 3,4 Prozent. Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg senkte sein Anlageurteil auf "Underweight" und schrieb, dass Anleger auf Billigflieger und nicht auf die Netzwerk-Fluggesellschaften setzen sollten. Zudem sieht er für die Lufthansa wegen des US-Dollar und den geopolitischen Entwicklungen Risiken auf den Nordatlantikrouten./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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