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Dax wieder unter Druck nach Kursrutsch in Asien 26.06.2026, 14:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 31.483,81 PKT -2,07 % Ariva Indikation
DAX 24.682,66 PKT -1,14 % Ariva Indikation

Die jüngste Erholung erweist sich am Freitag am deutschen Aktienmarkt als Strohfeuer. Nach teils deutlichen Kursverlusten in Asien rutschte der Dax DE0008469008 am Nachmittag um 1,2 Prozent ab unter seine 21-Tage-Linie. Mit 24.693 Punkten näherte er sich seinem Wochentief vom Mittwoch. Die zeitweise wieder erreichte Marke von 25.000 Punkten blieb am Vortag für den Leitindex erneut eine zu hohe Hürde. Auf Wochensicht liegt der Leitindex jetzt wieder klar in der Verlustzone.

Für den MDax DE0008467416 ging es am letzten Handelstag der Woche um 1,5 Prozent auf 31.509 Zähler bergab, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx zuletzt um 0,9 Prozent fiel. In Asien hatten die Anleger nach den gefeierten Resultaten des US-Konzerns Micron US5951121038 bei Tech-Werten gleich wieder Gewinne mitgenommen - vor allem in Tokio und Seoul. In New York bahnt sich an der Nasdaq-Börse auch ein schwächerer Start an.

Marktbeobachtern zufolge können die Anleger ihre Bedenken über die Bewertung von KI-Profiteuren nicht ablegen. Der Marktexperte Jürgen Molnar verwies als Stimmungsbremse auf Berichte über eine mögliche Verschiebung des OpenAI-Börsengangs und Preissorgen wegen des KI-Booms. Anleger zeigten sich erschrocken von den Preiserhöhungen, die Apple US0378331005 am Vortag wegen steigender Kosten für Speicherbausteine bekannt gegeben hatte.

Im Chipbereich erfasste die erneute Abwärtsbewegung viele deutsche Aktien, darunter den Halbleiterhersteller Infineon DE0006231004 mit einem Abschlag von 3,6 Prozent. Für die Branchenausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6, Suss DE000A1K0235 und PVA Tepla DE0007461006 sowie den Waferhersteller Siltronic DE000WAF3001 ging es zuletzt um bis zu 4,4 Prozent bergab. Die Abwärtsbewegung erfasste mit Siemens Energy DE000ENER6Y0 und Hochtief DE0006070006 auch KI-Profiteure aus anderen Branchen.

Etwas deutlicher erwischte es mit 6,7 Prozent Minus die Zalando DE000ZAL1111-Aktien. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei dem Modehändler eine Prüfung des Konzernabschlusses eingeleitet wegen Anhaltspunkten, dass gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen wurde. Eine Stellungnahme, dass es sich "um einen rein formellen, aber materiell unwesentlichen Aspekt in den Anhangsangaben" handele, sorgte im Verlauf für etwas Entlastung.

Im Rüstungssegment erholte sich Renk DE000RENK730 vom jüngsten Kursrutsch, der im Zuge eines verlorenen Rheinmetall DE0007030009-Großauftrags weite Teile der Branche erfasst hatte. Die US-Regierung gab am Vorabend den Vertragsabschluss für einen Auftrag im Wert von 691 Millionen US-Dollar bekannt. Mit einem Plus von 3,4 Prozent hob sich Renk positiv ab von den sonst schwachen Rüstungswerten.

Evonik fiel in der Chemiebranche mit einem Anstieg um 0,3 Prozent leicht positiv auf. Der Spezialchemiekonzern Evonik DE000EVNK013 hat seine Prognose für 2026 nach einer guten Entwicklung im zweiten Quartal angehoben - auf ein Niveau über dem Konsens, stellte die Jefferies-Analystin Helena Xu fest.

Einen Bogen machen die Anleger weiter um Autowerte. VW DE0007664039 wurden zwar zeitweise von einem Medienbericht über noch weitreichendere Umstrukturierungen gestützt, zuletzt tauchten aber auch die Titel der Wolfsburger mit 1,3 Prozent ins Minus ab. Dem "Manager Magazin" zufolge könnten in den kommenden Jahren bis zu 100.000 Stellen wegfallen und vier Werke geschlossen werden.

Die Bayer-Aktien DE000BAY0017 verteidigten ihren Vortagskurssprung wegen eines wichtigen Erfolgs in den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten weitgehend. Analyst James Quigley von Goldman Sachs sieht mit der Entscheidung des Obersten Gerichts in den USA einen großen Schritt, um eine Dekade der Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter zu beenden.

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