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Dax schwach - Kospi-Schwäche und Iran-Konflikt 08.07.2026, 09:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 31.847,02 PKT +0,57 % Ariva Indikation
DAX 25.079,66 PKT +0,29 % Ariva Indikation

Am deutschen Aktienmarkt trübt sich die Stimmung nach dem Rekordlauf des Dax DE0008469008 weiter ein. Kurz nach dem Handelsstart am Mittwoch ging es für den deutschen Leitindex um 1,1 Prozent auf 25.194 Punkte abwärts. Der MDax DE0008467416, der Index der mittelgroßen Werte, büßte 1,5 Prozent auf 32.127 Zähler ein.

Nach wie vor belasten Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien, wie sie an Asiens Börsen erneut zu beobachten sind. Obendrein scheint die Entspannung in Iran-Krieg vorerst ein Ende gefunden haben. Darauf deuten die steigenden Ölpreise hin. Nach jüngsten Attacken des Iran auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus, griff das US-Militär Ziele im Iran an. Zudem wurden die Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt.

Noch am Montag hatte der Dax mit einem Test der 25.900-Punkte-Marke seinen dreitägigen Rekordlauf gekrönt. Dann hatten Gewinnmitnahmen eingesetzt - insbesondere im KI-Bereich. Und die sind noch nicht abgehakt. So sackte der südkoreanische Kospi KRD020020008, zuletzt Sinnbild der KI-Rally, erneut kräftig ab und büßte zum Handelsschluss etwas mehr als 5 Prozent ein. Nun ist er wieder zurück auf dem tiefsten Stand seit Mitte Mai. Der US-Halbleiterindex SOX hatte am Vorabend seine Talfahrt wieder aufgenommen und am Ende nur mit Mühe die 50-Tage-Linie, die den mittelfristigen Trend signalisiert, verteidigt.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht angesichts der erneuten gegenseitigen Angriffe in Nahost und des erneuten Embargos iranischer Ölexporte wieder Unsicherheit aufflammen. Das komme gerade zu jenem Zeitpunkt, "als die Märkte die geopolitischen Risiken samt der dadurch begleiteten Inflationssorgen abhaken wollten", erklärte er. Zwar sieht er in den Ereignissen keine Abkehr vom Friedensprozess. "Sie sind aber eine Entwicklung in die falsche Richtung."

Außerdem wird Stanzl zufolge an der Börse die Sommerpause immer spürbarer. Es fehle mit Blick auf den recht dürftigen Terminkalender an triftigen Gründen, um bei Aktien zuzugreifen.

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