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Schwächer bei wieder größeren geopolitischen Sorgen 08.05.2026, 11:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Neue Kriegssorgen rund um den Iran belasten am Freitag die Börsen. Der Dax DE0008469008 sank gegen Mittag um 0,61 Prozent auf 24.514 Punkte und entfernte sich damit von der runden Marke von 25.000 Zählern, die er zur Wochenmitte erstmals seit Ausbruch des Iran-Kriegs zeitweise klar überschritten hatte.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten gab am Freitag um 0,47 Prozent auf 31.414 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,6 Prozent.

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird zurzeit auf die Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormus hat das US-Militär als Vergeltung Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. US-Präsident Donald Trump forderte den Iran nach den Schlägen auf iranische Ziele erneut unter Drohungen auf, "schnell" eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber weiter. Ungeachtet dessen gaben die Ölpreise zuletzt etwas nach.

Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht wachsende Risiken für den jüngst KI-getriebenen und zunehmend sorglosen Markt, wenn der Iran-Konflikt ungelöst bleibe.

Vor dem Wochenende dürfte am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für Aufmerksamkeit sorgen. Er gibt Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft und ist wichtig für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank. Angesichts der zuletzt wieder steigenden Inflation sollten Anleger auf das Lohnwachstum achten, schrieb Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

In der Berichtssaison geht es nach einigen heißen Tagen am Freitag gemächlicher zu. Quartalszahlen veröffentlichte die Commerzbank DE000CBK1001, die zurzeit vor allem wegen der Übernahmeofferte der italienischen Unicredit IT0005239360 im Fokus steht. Das Frankfurter Institut hob seine Prognosen an. Die im Dax notierten Anteile gaben dennoch um gut ein Prozent nach. Die Analysten der kanadischen Bank RBC sprachen von ambitionierten Zielen.

Aus dem MDax berichteten der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones DE0006335003, der IT-Dienstleister Bechtle DE0005158703 sowie der Chemiekonzern Evonik DE000EVNK013 über das abgelaufene Quartal. Bechtle zogen um 4,8 Prozent an. Das Analysehaus Jefferies lobte den guten Jahresstart mit starker Nachfrage der öffentlichen Hand in Deutschland. Evonik verteuerten sich um 1,8 Prozent. Krones notierten nur leicht im Plus.

Rheinmetall DE0007030009 gerieten nach dem Kursrutsch am Vortag abermals deutlich unter Druck mit minus 5,7 Prozent. Der seit Januar intakte Abwärtstrend setzt sich damit fort. Analyst David Perry von JPMorgan, der bei Rheinmetall bislang Kursrücksetzer stets als Kaufgelegenheit sah, kappte nun sein Kursziel von 2.130 auf 1.500 Euro und stufte die Papiere von "Overweight" auf "Neutral" ab.

Eine Abstufung für Hellofresh DE000A161408 durch die UBS drückte auch die Papiere des Kochboxenanbieters mit 2,5 Prozent ins Minus. Das Unternehmen habe bislang nur unzureichend erklärt, warum man gegenüber dem Vorjahr nicht mit einem anziehenden Absatz von Kochboxen rechnet, hieß es dazu.

Unbeirrt auf Rallykurs befinden sich die Aktien des Waferherstellers Siltronic DE000WAF3001, die am Freitag 5,6 Prozent gewannen. Vom KI-Boom voll erfasst, haben sie sich seit Anfang April fast verdoppelt.

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