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Sartorius und Tochter auf Erholungskurs - 'Ausblick okay' 03.02.2026, 16:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Sartorius Vz. 252,45 EUR +6,52 % Lang & Schwarz

(neu: Händlerkommentar nach der Analystenkonferenz, Kurse aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ausblick von Sartorius hat dem Papier des Labor- und Pharmazulieferers und auch dem der Tochter Sartorius Stedim Biotech am Dienstag ein kräftiges Auf und Ab beschert. Auf einen starken Handelsauftakt folgten rasch deutliche Verluste, bevor es am frühen Nachmittag wieder beständig nach oben ging.

Händler verwiesen darauf, dass die Analystenkonferenz zum Quartalsbericht positiv aufgenommen worden sei. Das Management habe überzeugend argumentiert, und zudem seien womöglich mehr Kosteneinsparungen drin, hieß es. Mit dem Ausblick des MDax-Konzerns sei man wohl letztlich inzwischen im Reinen. Er sei okay, da er weder zu aggressiv noch zu konservativ erscheine. Außerdem habe sich das Management trotz aller Probleme der Branche am strategisch wichtigen Markt China vorsichtig optimistisch geäußert. Marktanteilsverluste für Sartorius in der Volksrepublik erwartet Konzernchef Michael Grosse in diesem Jahr zumindest nicht.

Zuletzt stieg die Vorzugsaktie von Sartorius um knapp 8 Prozent auf 253,30 Euro, nachdem sie um die Mittagszeit noch auf den tiefsten Stand seit Ende November abgesackt war. Zum 13-Monatshoch vom 8. Januar bei 267,70 Euro fehlen nun keine 6 Prozent mehr. Allerdings müsste erst einmal die gleitende 21-Tage-Linie bei um die 255 Euro überwunden werden, die den kurzfristigen Trend der Aktie signalisiert.

Ähnliche Kurskapriolen wie bei Sartorius an diesem Tag ließen sich auch bei der Tochter Stedim an der Euronext in Paris beobachten. Hier ging es zuletzt um 5,5 Prozent auf 197,50 Euro nach oben. Dem zuvor noch den tiefsten Stand seit Anfang Oktober abgesackten Papier fehlen damit bis zum Anfang Januar bei 224 Euro erreichten Zwölfmonatshoch nun noch 13 Prozent.

Während die vorgelegten Zahlen zum Schlussquartal und dem Gesamtjahr von Analysten wie etwa Matthew Weston von der UBS als "solide" bezeichnet wurden, kam der Ausblick bei den Anlegern zunächst nicht gut an. "Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 war vorab ein zentrales Thema in den Diskussionen mit Investoren gewesen", sagte Weston. Die nun bekannt gegebenen Ziele lägen mit Blick auf das obere Ende der angegebenen Spanne "leicht unter den Markterwartungen".

Richard Vosser von JPMorgan erwartet daher, dass die Jahresprognosen für Sartorius und deren französischer Biotechnologie-Tochter zu Kürzungen der durchschnittlichen Analystenschätzungen für das bereinigte operative Ergebnis von 4 bis 5 Prozent führen dürften.

Während er dies ansonsten nicht weiter kommentierte, schrieb der UBS-Analyst über den Ausblick, dass ihn die "relative Vorsicht des Managements" nicht überrascht habe. Schließlich gebe es Unsicherheiten hinsichtlich der Auftragslage für Bioprozessanlagen sowie auch mit Blick auf die langen Vorlaufzeiten, bis sich Aufträge in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlügen. "Selbst wenn der Auftragsbestand im ersten Halbjahr anzieht, werden diese Umsätze voraussichtlich erst im vierten Quartal verbucht."

Obendrein dürfte der erst seit Juli als Vorstandschef tätige Grosse in seinem ersten vollen Jahr wohl die Erreichbarkeit der Ziele sicherstellen wollen, so Matthew Weston.

Von "bewusst breit angesetzten Umsatzzielen" sprach RBC-Analyst Charles Weston. Das untere Ende der Spanne berücksichtige dabei ein schwächeres Marktszenario, wobei Sartorius aber von einer sich fortsetzenden Erholung ausgehe, präzisierte er. Zudem verwies er darauf, dass die Branche nach der Durststrecke im Anschluss an die starke Corona-Zeit allgemein inzwischen zwar wieder auf Kurs sei, die Nachfrage nach Ausrüstung und Instrumenten aber bisher nicht wieder die langfristigen Wachstumsraten erreicht habe.

So sei für die Laborsparte nach wie vor Gegenwind spürbar, schrieb Analyst James Vane-Tempest von Jefferies. Das Marktumfeld sei 2025 trotz der in Fahrt gekommenen Erholung und der Rückkehr der Sparte zu Wachstum weiter schwierig geblieben. Negative Einflüsse durch Wechselkurs-, aber auch Zolleffekte sowie durch den Produktmix seien der Grund gewesen, und das dürfte auch 2026 noch so bleiben. Insgesamt bezeichnete auch der Jefferies-Experte die Prognose zwar als vorsichtig, sie lasse aber Spielraum für mehr im Jahresverlauf./ck/tav/he

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